Lanz wollte „Wetten, dass..?“ erst nicht machen

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Markus Lanz

Berlin - Moderator Markus Lanz musste sich Zeit nehmen, bevor er dem ZDF zusagte, künftig „Wetten, dass..?“ übernehmen zu wollen. Seine Frau war ihm dabei eine gute Ratgeberin.

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„Das ZDF drängte schließlich auf eine schnelle Entscheidung, aber ich bin für einen Dreh nach Indien geflogen“, erzählte der 43-Jährige, der im Herbst die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei der ZDF-Show antreten wird, der „Bild am Sonntag“. Abgereist sei er mit dem Gedanken, es nicht zu machen. Doch dann habe er etwas Ruhe gefunden, gemerkt, dass die Reaktionen nicht so negativ waren wie befürchtet. Allmählich habe er sich mit der Idee angefreundet.

„"Wetten, dass..?" zu machen ist eine große Ehre, eine nationale Aufgabe, eine einmalige Chance“, sagte er der Zeitung „Bild am Sonntag“ (BamS). Ein Scheitern schließt Lanz dabei nicht aus, auch wenn das ZDF ihm keine Quotenvorgabe mache. „Für mich beruflich wäre ein Scheitern ziemlich böse, menschlich würde es mich wahrscheinlich sogar weiterbringen. Auch wenn ich mich an den Gedanken schwer gewöhnen könnte.“

In seiner Jugend in den Südtiroler Bergen seien die „Wetten, dass..?“-Moderatoren Frank Elstner und Thomas Gottschalk für ihn Helden gewesen, sagte Lanz. Gottschalk habe bei „Wetten, dass..?“ „immer wieder für mittelschwere Staatskrisen“ gesorgt, „wenn er vergessen hat, uns Südtiroler Zuschauer extra zu begrüßen“. Lanz scherzte: „Eigentlich war das der Hauptgrund, "Wetten, dass..?" zu machen. Das soll nie wieder vorkommen...“

Ohne die Zustimmung seiner Frau Angela (29), die er vergangenes Jahr heiratete, hätte Lanz die Samstagabendshow nicht übernommen. „Mir war von Anfang an klar, dass ich es ohne ihre Unterstützung nicht packen werde.“ Seine Frau habe ihn nicht gedrängt: „Sie sagte nicht: "Mach das jetzt." Das fand ich gut. Sie war mir die ganze Zeit eine tolle Ratgeberin und sagte dann nur: "Ja, Du kannst das machen."“

Gerne hätte der gebürtige Italiener Lanz mit der Schweizerin Michelle Hunziker bei „Wetten, dass..?“ weitergemacht: „Sie ist in Italien ein Superstar, und wird in Deutschland unter Wert verkauft. Ich respektiere und verstehe allerdings, dass sie von sich aus sagte: Ich hatte mit Thomas eine tolle Zeit, jetzt ist erst einmal Schluss.“

Zu Thomas Gottschalks schlecht laufender Vorabendshow sagte Lanz der „Bams“: „Thomas Gottschalk geht im Moment beruflich durch sehr harte Zeiten. Ist er schuld? Nein, es ist einfach so, dass Uhrzeit und Format nicht zusammenpassen.“

dpa/dapd

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