Liebe als König und süßes Tabu

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Sängerin Sade Adu und ihre Band wurde von 7000 Fans in Hamburg begeistert gefeiert.

Auf der Bühne öffnete sich eine Luke, und Sade trat vor 7000 jubelnde Fans. 18 Jahre musste das Publikum in Deutschland auf diesen Moment warten. Am Dienstag startete die Sängerin mit Band in Hamburg ihre Deutschlandtournee; bis 21. Mai tritt sie in sieben Städten auf. Die Konzerte sind Teil der Welttournee, die im April in Nizza begann. Von Michael Reis

Beim Auftakt begeisterte die Sängerin das Publikum vor allem mit Klassikern wie „No Ordinary Love“ und „Is It A Crime“. Schon beim zweiten Titel „Your Love Is King“ standen die Ersten auf. Knapp eine Stunde später bewegten sich fast alle Zuhörer, während Sade in rotem Scheinwerferlicht „The Sweetest Taboo“ sang.

Kurz zuvor donnerten die Geräusche der New Yorker U-Bahn durch die Halle. Auf einer Leinwand sahen die Zuschauer die Skyline der amerikanischen Metropole, und Stuart Matthewman, Saxofonist und Gitarrist von Sade, begann unter dem Jubel der Fans mit dem Intro zu „Smooth Operator“. Neben den bekannten Titeln spielte die Band an diesem Abend einige Stücke von dem im vergangenen Jahr erschienenen Album „Soldier of Love“. Auch die neuen Titel wurden mit tosendem Beifall angenommen.

Sade Adu zählt zu den erfolgreichsten Sängerinnen der vergangenen drei Jahrzehnte. „Diamond Life“ wurde 1985 mit dem Brit-Award für das beste Album ausgezeichnet. Ein Jahr darauf erhielt die Band einen Grammy in der Kategorie „Best New Artist“. Seit 1983 veröffentlichte die Sängerin mit ihrer Band sechs Studioalben, die sich weltweit mehr als 50 Millionen Mal verkauften.

Am Donnerstag, 12. Mai, tritt Sade in der Festhalle Frankfurt auf.

Nach dem Alter zu urteilen, kannte ein Großteil der Fans in Hamburg die Titel offenbar noch aus den 80er Jahren. So auch ein Mann, der vor dem Konzert einige Fotos durch die Stuhlreihen reichte. Die Bilder waren wenige Minuten vor dem Auftritt entstanden und zeigten ihn mit Sade im Arm. „Das ist ein Geschenk zu meinem 38. Geburtstag“, strahlte der Mann. Er deutete auf eine Frau neben sich. Sie habe das Treffen mit der Sängerin für ihn eingefädelt. Die Angesprochene lächelte. „Ich war in London eine Lehrerin von Sades Tochter und kenne Sade schon seit acht Jahren“, erzählte sie. Ihren Namen wollte sie nicht nennen. „Heute habe ich sie das erste Mal auf der Bühne gesehen. Es war umwerfend!“

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