Live-Sensation

Im für einen Rockmusiker doch schon reiferen Alter von 43 Jahren wagt der amerikanische Superstar Dave Matthews mit seiner Band doch noch einmal den Versuch, endlich auch das alte Europa zu knacken. Von Christian Riethmüller

Denn hier hat der gebürtige Südafrikaner mit seiner mehr pop-orientierten Version der Grateful Dead nie so recht ein Bein auf die Erde bekommen.

Das könnte sich aber doch noch ändern. Ganz allmählich scheint sich herumzusprechen, dass die Dave Matthews Band nichts weniger als eine Live-Sensation ist. Davon konnten sich am Donnerstagabend einige tausend Besucher in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst überzeugen, wo die Band ihr neues Album „Big Whiskey & the GrooGrux King“ in langen, ekstatischen Versionen voller instrumentaler Exkursionen vorstellte und damit nicht nur die vielen Amerikaner fast zweieinhalb Stunden lang in den siebten Himmel beförderte, sondern das ganze Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Besonders Tour-Gitarrist Tim Reynolds, der gemeinsam mit Matthews gelegentlich auch als Duo unterwegs ist, brillierte mit feurigem Spiel, das den mit vielen Tupfern aus Jazz, Funk, Worldbeat, Blues und Folk angereicherten Pop der Band mit jenem Quantum Rock versah, für das die Band einst an den amerikanischen Universitäten über alles geliebt wurde. Dort erspielte sich Matthews seinen guten Namen, den er gewiss auch noch hier erlangen wird.

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