The Magic Numbers

Magische Nummern im Zoom

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Frankfurt - Es darf schon die extragroße Kelle sein, wenn die englische Band Magic Numbers aus den vergangenen 50 Jahre Popgeschichte schöpft. Die beiden Geschwisterpaare Romeo und Michele Stodart sowie Angela und Sean Gannon haben schließlich für alles Verwendung. Von Christian Riethmüller

Ob nun hippieske Folk-Ballade, energisches Gitarrengewitter, Flower-Power-Pop, Dusty Springfield-Soul, Disco-Anmutung oder berauschte Psychedelia, alles wird beherzt gepackt und ausgespielt. Das klingt auf dem jüngsten Album „Alias“ vortrefflich und auf der Bühne geradezu sensationell, jedenfalls wenn die Magic Numbers derart auftrumpfen wie am Sonntagabend beim leider nur mäßig besuchten Konzert im Frankfurter Club Zoom.

Romeo Stodart, Sänger, Gitarrist und Kreativzentrum des Quartetts hätte es gar nicht betonen müssen: Vom ersten Takt an war offenkundig, dass diese Band das Musizieren liebt. Wenn etwa Angela Gannon nicht das Piano schlug oder sang, hatte sie stets eine Melodica, eine Rassel, einen Schellenring oder sonst ein Percussion-Instrument zur Hand, um den Klang-Kosmos der Band zu erweitern. Die nutzte über zwei Stunden lang die ganze dynamische Bandbreite aus und verknüpfte mehrstimmigen Wohlklang und wilde Rock-Stampede zu einem mitreißenden Ganzen, das neben Favoriten wie „Forever Lost“ oder „I See You, You See Me“ auch famose Covers wie Tom Waits" „Clap Hands“ oder Neil Youngs „Harvest Moon“ (beide gemeinsam mit Goldheart Assembly) bot.

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