Star auf Stippvisite

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Sänger Adam Levine ist das Aushängeschild von Maroon 5.

„Ich habe mir das Mikro ins Gesicht geschlagen. Das hat geblutet“, twittert Adam Levine kurz nach seinem Auftritt in Offenbach. Gesehen haben das aber wohl nur die Fans, die es im ausverkauften Capitol geschafft haben, sich nach vorn durchzudrängeln. Von Kathrin Rosendorff

Der 32-jährige Frontmann von Maroon 5 präsentiert unbeirrt die typischen funkig-rockigen, tanzbaren Stücke der Band aus Los Angeles.

Schon beim ersten Lied „Misery“ des aktuellen und dritten Albums „Hands All Over“ schreien die überwiegend weiblichen Fans seinen Namen. So laut einmal, dass er sich kaum noch hört und ermahnend den Finger auf den Mund legt, um weitersingen zu können. Das neue Album klingt wie seine beiden Vorgänger. Es geht immer noch um kaputte Beziehungen. Levine hat eine lange Liste an Ex-Affären: Von Natalie Portman bis Paris Hilton. „Als ich ‚Hands all over’ geschrieben habe, fühlte ich mich einfach emotional leer und wollte keine Beziehung mehr“, sagte er dem Magazin „Rolling Stone“

Seine Bandkollegen Jesse Carmichael am Keyboard, Bassist Michael Madden und Schlagzeuger Matt Flynn halten sich dezent im Hintergrund. Neben Adam vorn auf der Bühne steht nur noch Gitarrist James Valentine. Immer wieder spielt er mit Adam längere rockige Gitarren-Soli. Und er kann auch singen. Bei „Sunday Morning“ erinnert er an die Falsett-Stimme von Justin Timberlake. Begeisterungspfiffe.

Das Offenbacher Publikum hat Glück, diese Stimme zu hören. Denn alle anderen, ebenfalls ausverkauften Deutschlandkonzerte von Maroon 5 wurden auf Ende des Jahres verschoben. Levine hat ab April nämlich einen Zweitjob als Coach in der NBC-Castingshow „The Voice“ und muss deshalb früher als geplant in die Staaten zurückkehren. Eine Stunde plus 15 Minuten Zugabe gibt es. Mehr nicht. Da passen viele Radio-Hits rein: „This Love“, „Harder To Breathe“, „Makes Me Wonder“. Fürs Country-Duett „Out Of Goodbyes“ kommt Sara Bareilles, die als Vorband dabei ist, auf die Bühne. Später springt der drahtige Adam noch einmal enthusiastisch in die Luft. Wahrscheinlich stand da ein Mikro im Weg.

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