Maybritt Illner wartet in Ruhe ab

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Maybritt Illner wartet die Entwicklungen bei der ARD in Ruhe ba.

Hamburg - Die ZDF-Polittalkerin Maybritt Illner sieht die Entwicklung der Talkformate in der ARD skeptisch, will aber in Ruhe abwarten. Sie sei mit ihren ARD-Kolleginnen befreundet, sagte sie.

Die ZDF-Polittalkerin Maybrit Illner ist auf die neue Konkurrenz aus Reihen der ARD eingestellt. Sie warte die Entwicklung “in Ruhe“ ab, sagte die 45-Jährige in einem Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Mittwoch): “Die ARD wird sich überlegen, wo sie mit fünf Köpfen an sieben Tagen der Woche hin will. Das wird sie schon schaffen. Es ist ja auch noch ein Jahr Zeit.“ Sie sei die Letzte, die der ARD “schlaue Ratschläge“ gebe.

Die ARD hatte in der vergangenen Woche angekündigt, RTL-Moderator Günther Jauch ab Herbst 2011 für den Polittalk am Sonntagabend zu verpflichten und im selben Zug die Fünf-Tage-Strecke von Sonntag bis Donnerstag mit “Gesprächssendungen“ zu besetzen. Offen ist noch, ob Anne Will (44), deren Platz Jauch am Sonntag einnimmt, auf den Donnerstag ausweichen wird. Eine ARD-Sprecherin wies am Mittwoch Spekulationen zurück, wonach auch Sandra Maischberger vom Dienstag auf den Donnerstag rücken könnte. Donnerstag ist der Talkplatz von Illner im ZDF. Nach Illners Meinung führen mehr Talkshows in der ARD dazu, dass die Unterschiede zwischen den Sendungen immer weniger zu erkennen seien. “Ob sich eine wachsende Zahl von ähnlichen Formaten in der ARD noch genug voneinander unterscheidet, muss man sehen.“

Ob nun Maischberger oder Will: Illner sei “mit beiden befreundet“. Deshalb schlage sie “einen Split-Screen (geteilten Bildschirm)“ vor. Der Illner-Polittalk fängt im ZDF in der Regel um 22.15 Uhr an, die neue ARD-Sendung wird um 22.45 Uhr nach den “Tagesthemen“ folgen. Illner bleibt gelassen: “Wir laufen schon seit Jahren mit unserem Talk nach einem Nachrichtenmagazin, dem “heute-journal“, und wir sind nicht schlecht damit gefahren.“

dpa

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