Konzert in der Batschkapp

Metronomy spektakulär in Szene gesetzt

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Frankfurt - Im März erschien ihr aktuelles Studioalbum „Love Letters“ - nun sind die fünf Musiker von „Metronomy“ auf Promotour durch Europa und machten auch in Deutschland Station. Von Moritz Post

Die Band aus dem britischen Brighton gründete sich bereits 1999, 2006 folgte das Debütalbum. Fünf Jahre später landete die Band um Frontmann Joe Mount mit dem Album „The English Riviera“ ihren ersten großen, kommerziellen Erfolg. Mit einem visuellen Spektakel feierte das Electro-Pop-Quintett „Metronomy“ die persönliche Premiere in der neuen Batschkapp.

Die fünf Musiker um Bandgründer Joseph Mount boten eine außergewöhnliche Bühnenshow, obwohl sie auf das bei anderen Bands obligatorische, penetrante Animieren der Zuschauer weitestgehend verzichteten. So beschränkten sich die Briten auf ein paar, fast schon schüchterne, Ansagen an das Publikum und konzentrierten sich vor allem auf das Musizieren, während sie durch eine famose Lichtshow spektakulär in Szene gesetzt wurden.

Die vier Männer in bordeauxroten Anzügen an Synthesizern, Bass- und E-Gitarre werden durch die einzige Frau der Band, Anna Prior, am Schlagzeug ergänzt. Sie nimmt im musikalischen Wirken von „Metronomy“ eine Schlüsselrolle ein: Gekonnt wechselt die Schlagzeugerin zwischen den einzelnen Liedern vom akustischen Schlagwerk zum elektrischen Drumcomputer. Und mit ihrem Instrumentenwechsel verändert sich der Klang der Band merklich. Von rhythmisch, funkigen Indie-Rock-Liedern, über sphärisch, virtuose Pianonummern hin zu tanzbaren Elektro-Pop-Songs.

"Love Letters": Album und gleichnamige Single

Dem vorwiegend jungen Publikum in der dicht gedrängten Batschkapp gefällt's allemal. Immer wieder brandet Jubel in der Menge auf, wenn „Metronomy“ Lieder aus dem neuen Album mit der gleichnamigen Singleauskopplung („Love Letters“) und die erfolgreichen Titel der letzten Jahre („She Wants“, „The Look“) spielen. Ein Höhepunkt war unter anderem die Darbietung von „Everything goes my way“. Während die Bühne in einem sphärischen Violett strahlt, steht vor allem der Gesang von Schlagzeugerin Anna Prior im Mittelpunkt, untermalt vom hohen Kopfstimmengesang ihrer männlichen Kollegen. So lebt der Konzertabend von den vielen kleinen Höhepunkten, die „Metronomy“ immer wieder gekonnt einstreuen. Und so verabschiedeten sich die fünf Briten mit „The Bay“, ihrem wohl bekanntesten und mitreißendsten Titel, aus Frankfurt.

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mp

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