Moderne Großstadtmärchen

Cover des Debüts „Irgendwo in dieser großen Stadt“

Eine junge Band aus Berlin verspricht mit ihrem Stil „Moderne Großstadtmärchen“. Auf ihrem Debüt präsentieren „Mein Mio“ immerhin schon mal elf filigrane Erzählungen aus dem Leben. Von Holger Strehl

„Berlin ist sexy“, behauptete zumindest der amtierende Oberbürgermeister Klaus Wowereit. „Mein Mio“ setzen noch einen nicht unwichtigen Aspekt hinzu, denn Berlin hat auch Ausstrahlung. Das beweisen die vier Jungs aus ihrer Wahlheimat. Durch den regionalen Radiosender rbb wurde die frische Band in unserer Hauptstadt schon von Beginn an geliebt und erhielt nach der Veröffentlichung ihrer ersten Maxi im Jahr 2007 reichlich Unterstützung.

Diskographie:


Nichts was hilft - EP (2007)

EP 08 (2008)

Irgendwo in dieser großen Stadt (2009)

Link zur Band „Mein Mio.“

Link zum youtube-Video

Der Kopf und Songwriter Sebastian Block stammt aus einer Künstlerfamile in Brandenburg und brachte die Band nach Berlin und somit dahin, wo sie heute steht. Nachdem das Quartett über ein Jahr täglich im Radio gespielt wurde, war der Weg zum Plattenvertrag recht leicht zu beschreiten. Nun legt Mein Mio akutell ein gekonntes Debüt vor.

Als Spiegel ihres Sounds trägt das Album den passenden Titel „Irgendwo In Dieser Großen Stadt“ und erzählt tatsächlich „moderne Großstadtmärchen“. Emotionale Texte, die aus dem Leben gegriffen sind, werden garniert mit einer Brise Weltschmerz und Sensibilität und in ein fragiles Klanggewand gehüllt. Vorsichtig, fast ängstlich klingen die elf Tracks des Debüts.

Tracklist:

1. Wenn Wir Wüssten

2. Nichts Was Hilft

3. So Wie Ihr 

4. Keine Lust Auf Morgen

5. Frag Mich Nochmal

6. Sommer

7. Es Gibt Immer

8. Freitag

9. Irgendwo In Dieser Großen Stadt

10. Vorsicht An Den Türen 

11. Eam Ende

Aber gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Album seinen Charme. Sebastian Blocks ruhige Tonlage ergänzt diesen Eindruck perfekt, so dass die textliche Tiefe in den Vordergrund rückt. Mein Mio erzählt von banalen Alltagssituationen und hüllt diese in bezaubernde Wortgewänder. Parallelen zu Clueso lassen sich zwar nur schwerlich wegdiskutieren, dennoch kann „Mein Mio“ eine eigene Note vorweisen und wirkt wie eine längst etablierte Band am deutschen Pophimmel.

Das Debüt verspricht eine goldene Zukunft für die Jungs aus dem großen B.

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