Zehn Konzerte in Privaträumen

Musik als Türöffner

Frankfurt - Zehn Konzerte bietet der erste Frankfurter „MuseumsSalon“. Dabei hält die Musik Einzug in Wohnungen, Geschäftsräume und Hochhaus-Etagen. Von Klaus Ackermann

In dieser Reihe will die Frankfurter Museums-Gesellschaft, mit hochkarätiger Klassik schon in der Alten Oper präsent, ein Publikum erreichen, das nicht zu den üblichen Konzertgängern gehört. Etwa 50 Leute kommen so in den Genuss von Klassik, Jazz oder Weltmusik, gespielt vom teils schon Preisverwöhnten Nachwuchs.

Mit den Konzerten, die zwischen dem 2. und 12. Oktober erklingen, geht die Museums-Gesellschaft an ihren Ursprung zurück. Denn schon die ersten musikalischen Ereignisse nach ihrer Gründung 1808 fanden in privaten Räumen statt, sagt Vorsitzender Burkhard Bastuck. Den Auftakt gibt „Blanc de Noir“, die Rheingauer Caroline Mhlanga (Gesang) und Alexander von Wangenheim (Klavier), mit einer Melange aus Blues und Boogie Woogie in einer Wohnung im Westend. „Aus Platzgründen ein Stehkonzert“, sagt Gastgeberin und Musikmanagerin Catharina Bürklin, die intensive Begegnungen verspricht.

„Liebe in vielen Facetten“

Etwa beim „Jazz mit Mainblick“ in einer Anwaltskanzlei in Frankfurts Innenstadt, den die Saxophonistin Karen Schäfer und Pianistin Yelena Jurayeva garantieren, Absolventen der Frankfurter Musikhochschule. Oder bei den Zaubereien des Schlagzeug-Jungstars Alexj Gerassimez in der UBS-Lobby im Opernturm. Die Liebe in vielen Facetten besingt Mezzosopranistin Katharina Magiera vom Ensemble der Oper Frankfurt, am Klavier begleitet von Hilko Dumno. Tatort ist der Gasthof „Darmstädter Hof“ in Nieder-Eschbach, den der Frankfurter Banker Andreas Hübner erworben hat. Mit Debussy und Tschaikowsky wartet das Klavier-Trio Con Sonare in Frankfurt-Eschersheim auf. Bei den Gastgebern Ingrid Häußler und Edgar Wallach haben Hauskonzerte schon Tradition. Ebenfalls in Eschersheim erklingt „Bach, Beethoven und Blues“. Bei Judith und Gerhard Limberger spielen Tobias Steymans, 1. Konzertmeister des BR-Sinfonieorchesters, und Pianistin Maria Sofianska auf.

Eintrittskarten (18 Euro, ermäßigt 10 Euro) für den „MuseumsSalon“ gibt es exklusiv bei der Frankfurter Museumsgesellschaft (s 069 281465, www.museumskonzerte.de)

Während das Trio Lieto bei Beate Charlotte Schott im Nordend aufwartet, und die virtuose Akkordeonistin Veronika Toderova im Darmstädter Privathaus von Annette und Stefan Fautz Tango, Jazz und Balkan-Musik intoniert. Bei Dorothee und Konstantin Mettenheimers Vorfahren kaufte schon Goethe seine Chemikalien. Deshalb findet „ihr“ Konzert auch im Seekatzsaal des Goethe-Museums statt. Das renommierte Aris-Quartett spielt Mozart und Schubert. Von Paris nach Böhmen weist das Klavier-Trio Atanassow, die Reihe bei Simon Enke und Petra Wörner in Eschersheim beschließend.

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