Kürzungen

NDR muss 37 Millionen Euro einsparen

Hamburg - Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) muss kürzer treten. In den nächsten beiden Jahren muss er rund 37 Millionen Euro in seinem Etat einsparen.

Die Kürzungen werden notwendig, da die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) der ARD und damit auch dem NDR deutlich weniger Geld zugestanden hat als beantragt, wie NDR-Intendant Lutz Marmor dem Verwaltungsrat am Freitag mitteilte. Die Mehreinnahmen durch den 2013 eingeführten Rundfunkbeitrag kämen den ARD-Sendern bis 2016 nicht zugute. Sie werden einer Rücklage zugeführt und dürfen nicht ausgegeben werden.

Die Kürzungen betreffen fast alle Bereiche. Ausgenommen werden die vier Landesfunkhäuser, da deren Etats laut NDR ohnehin schon knapp bemessen sind. Wo und in welchem Umfang gespart wird, steht noch nicht genau fest. „Es ist schon eine paradoxe Situation: Das neue Beitragsmodell funktioniert glücklicherweise und bringt mehr Beitragsgerechtigkeit und mehr Erträge. Davon haben die Sender aber zunächst nichts, sie dürfen die Mehrerträge nicht ausgeben“, sagte Marmor. „Aus diesem Grund müssen wir - wie schon in den vergangenen Jahren - weiter sparen und werden das so programmschonend wie möglich tun.“

dpa

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