Vorgehen gegen Account-Sharing

Viele Netflix-Kunden verstoßen gegen eine wichtige Regel in den Nutzungsbedingungen

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Netflix könnte bald gegen Account-Sharing vorgehen.

Wer nicht monatlich den gesamten Abo-Preis für Netflix bezahlen möchte, kann einen Account teilen. Doch diese Praxis ist dem Streamingdienst ein Dorn im Auge.

Mit einem Basis-Preis von 7,99 Euro pro Monat ist Netflix im Hinblick auf das umfangreiche Angebot des Streamingdienstes durchaus erschwinglich. Trotzdem kann sich nicht jeder die Summe leisten. Abhilfe bietet die Möglichkeit, einen Account mit mehreren Personen gleichzeitig zu benutzen und die Kosten untereinander aufzuteilen. Erst kürzlich hat sich Netflix jedoch wenig begeistert zu dieser Methode geäußert. Drohen Usern, die Account-Sharing betreiben, nun Konsequenzen?

Warum ist Sharing verboten, obwohl Accounts für mehrere Nutzer ausgelegt sind?

Wer einen Netflix-Account besitzt, mag sich an dieser Stelle fragen, weshalb die Verantwortlichen eine Praxis anprangern, die der Streamingdienst eigentlich fördert. Sobald Sie sich einen Account erstellen, haben Sie nämlich die Möglichkeit für sich und weitere Personen ein gesondertes Profil anzulegen. Jeder kann dadurch seine Film- und Serien-Auswahl auf der eigenen Oberfläche verwalten und Inhalte der persönlichen Watchlist hinzufügen. Der Preis bleibt dabei gleich, unabhängig davon, ob der Account von einer oder mehreren Personen genutzt wird.

Was viele aber nicht wissen: Laut der Nutzungsbedingungen dürfen Sie Accounts nur mit Personen teilen, die im gleichen Haushalt leben. Das schließt Freunde, Verwandte und Bekannte mit eigener Wohnadresse aus.

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Weshalb ist Account-Sharing ein Problem für Netflix?

Wie das Nachrichtenportal Die Presse berichtet, stagnieren seit einiger Zeit die Nutzerzahlen der Streamingplattform. Zurückzuführen ist das Problem möglicherweise auf Account-Sharing, denn anstatt neue Abos abzuschließen, teilen sich viele Personen bereits bestehende Konten. Netflix-Manager Greg Peters kündigte deshalb an, die Praxis weiterhin zu beobachten und gegebenenfalls dagegen vorzugehen. Dabei soll die Kundenfreundlichkeit des Dienstes jedoch nicht vernachlässigt werden.

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Müssen Nutzer mit Konsequenzen rechnen?

Vorerst gibt es Entwarnung für Nutzer, die Account-Sharing betreiben. In einem Earnings Video-Interview deutete Peters an, dass aktuell keine Pläne bestehen, in nächster Zeit ein Vorgehen gegen die Praxis anzukündigen. Damit sind Gegenmaßnahmen in fernerer Zukunft dennoch nicht ausgeschlossen.

Was ein Ankämpfen gegen Account-Sharing erschwert, ist die Problematik nachzuweisen, ob tatsächlich mehrere Personen verschiedener Haushalte ein Konto gemeinsam verwenden. Der Musik-Streamingdienst Spotify reagierte auf diese Schwierigkeit beispielsweise mit verpflichtenden Adressnachweisen aller Kontonutzer. Eine Methode, die auch für Netflix attraktiv sein könnte.

In Anbetracht der immer härteren Konkurrenz auf dem Streaming-Markt bleibt abzuwarten, inwiefern Netflix es riskieren will seine Nutzer zu verärgern. In den USA geht nämlich im November bereits Disney+ an den Start. Der Streamingdienst gilt neben Apple TV+ als einer der härtesten Gegner von Netflix und Amazon Prime.

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soa

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