Norwegens Popstar Morten Harket kommt nach Offenbach

Neue Lieder vom einfachen Leben

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Mit der Gruppe a-ha wurde Morton Harket bekannt, erfolgreich ist er auch als Solist.

Offenbach - Morten Harket meldet sich zurück, am 9. Mai ist er im Capitol mit seinem neuen Album „Brother“ und Klassikern aus früherer Zeit zu hören. Unsere Mitarbeiterin Vanessa Koller befragte den Pop-Sänger über seine anstehende Konzerttournee und die Liebe zur Musik.

Im April stellen Sie Ihr neues Album „Brother“ vor. Was ist der Unterschied zu ihrem vorherigen Album „Out Of My Hands“ (2012 erschienen)?

Fans werden in „Brother“ Parallelen zu meinem ersten Album „Wild Seed“ aus dem Jahre 1995 erkennen. Mit „Brother“ knüpfe ich an die frühere Zusammenarbeit mit Peter Kvint an. Wir haben einige Dinge für „Out Of My Hands“ zusammen gemacht, und auch für mein neues Album wollte ich mit ihm arbeiten.

Wie verlief die Zusammenarbeit?

Der erste Song, den wir geschrieben haben, war „Brother“. Wir waren in einer kleinen Hütte an der Südküste von Norwegen. Es gab wenig Elektrizität und nur kaltes Wasser, es war richtig kalt. Wir haben uns nur an einer Feuerstelle gewärmt, dennoch hatten wir nach einer Woche einige Songs geschrieben. Alle hatten eine sehr kreative Phase, und wir waren überwältigt von dem, was wir erlebt hatten. Es war eine sehr inspirierende und interessante Zeit für uns.

Auf was dürfen sich Fans bei Ihrem Konzert im Mai freuen?

Es dauert lange, bis ein neues Album bekannt wird und die Leute damit vertraut sind. Daher ist es wichtig, die Beziehung zwischen Menschen und dem Künstler auszubauen und neue Songs mit alten zu mixen. Ich denke, dass ich auf der Tour etwas ganz Neues mache. Ich werde mehr von „Brother“ spielen, gemischt mit Material aus „Wild Seed“ und ein paar anderen Songs.

Sie sind mittlerweile 30 Jahre im Geschäft, früher mit ihrer Band a-ha und seit einiger Zeit als Solist. Warum ist die Liebe zur Musik immer noch so groß?

Der wahre Grund, warum ich angefangen habe, Musik zu machen, ist die Liebe zu dem, was Musik bewirken und wohin sie mich führen kann. Musik kann Menschen zusammenbringen und sie tief berühren. Für mich ist das faszinierend und herausfordernd. So etwas zu spüren, ist für mich eine Ehre. Es fühlt sich frisch und neu an, obwohl es das eigentlich nicht ist. Ich mache seit 30 Jahren Musik, aber es gibt immer wieder Situationen, in denen ich mein altes Ich kennen lerne. Mittlerweile bin ich reifer geworden, trotzdem bin ich immer noch begeistert über neue Gefühle und Inhalte. Das ist das, was mich stark macht.

Sie haben mit a-ha zahlreiche Hit-Alben gehabt und vor Millionen Zuschauern gespielt. Warum möchten Sie immer weiter Musik machen?

Es ist stets eine Herausforderung, nichts kommt von allein. Halbherzige Dinge kenne ich nicht, ich habe hohe Ansprüche an das, was ich tue. Ich mache etwas nicht, um Perfektion zu erlangen, sondern weil die Dinge es verdient haben, sie so gut wie möglich zu machen. Ich bin vom Leben und der Musik fasziniert, und das ist immer noch genauso bereichernd wie vor 30 Jahren. Daher liebe ich die Musik.

Was ist der Unterschied zwischen der Musik, die sie damals gemacht haben und heute?

Es ist eine andauernde Beziehung zwischen dem Leben und der Musik. Als Musiker berührst du die Menschen. Wenn ich das nicht machen würde, könnte ich aufhören, Musik zu machen. Das Leben und die Musik berühren mich und geben mir einen Sinn.

Welche Pläne haben Sie nach der Tour durch Europa?

Ich werde im Sommer zum ersten Mal auf verschiedenen Festivals in Norwegen spielen, das wird sicher lustig. Ich bin gespannt, wie es wird. Die Zeit geht rasend schnell vorbei, im Herbst stehen wieder Konzerte an und irgendwann wird es für mich wieder Zeit, neue Songs zu schreiben.

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