Carlos Santana und seine Band begeisterten in Mainz

In Percussion-Gewittern

Vor 40 Jahren elektrisierten ein junger mexikanischer Gitarrist und seine Band die Massen beim legendären Woodstock-Festival. Daran hat sich kaum etwas geändert, außer dass Carlos Santana, der gestern seinen 62. Geburtstag feierte, kein junger Gitarrist mehr ist.

Das Feuer hat er sich allerdings bewahrt, was er am Wochenende beim Open-Air im Mainzer Volkspark zum Auftakt seiner Deutschland-Tour eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Mit großer Band und angetrieben von gleich zwei Percussionisten und einem Schlagzeuger präsentierte Santana über zwei Stunden lang ein Programm der Gegensätze, das sich gleichwohl zu einem mitreißenden Ganzen fügte.

Der Santana von heute, der sich vor zehn Jahren mit seinem immens erfolgreichen Comeback-Album „Supernatural“ quasi neu erfand und mit von bekannten Gastsängern vorgetragenen Songs wie „Smooth“, „Maria Maria“ oder „Into the Night“ zahlreiche Hits landen konnte, verwandelte sich zurück in den jungen Mann, der einst mit seiner Fusion von brodelnden Latin-Rhythmen und psychedelischem Blues-Rock Geschichte schrieb.

Mit zündenden Versionen von Klassikern wie „Oye como va“, „Jingo“ oder „Black Magic Woman“ brachte die straff und präzise aufspielende Band um den mit gewohnter Mimik seine Soli zelebrierenden Carlos Santana die Menge in Wallung.

Von den noch lebenden Woodstock-Veteranen ist Santana zweifelsohne der Vital ste, der noch lange nicht auf den Nostalgie-Faktor setzen muss. Schon das Percussion-Gewitter ist dem vor. (isi)

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