Musikvideo für Gehörlose: Mehr als wummernde Bässe

Frankfurt - Ein eingängiges Intro, tätowierte Musiker, schöne Frauen: Was zunächst aussieht wie ein typisches Rockvideo, entpuppt sich schnell als eine Besonderheit. Warum? Von Margret Brüning

Die Frankfurter Band Breitenbach hat mit ihrem Song „Waiting“ Deutschlands erstes so genanntes barrierefreies Musikvideo produziert. Barrierefrei deshalb, weil dieses Video hörgeschädigten Menschen ermöglicht, Musik zu erleben – über wummernde Bässe hinaus. Dazu werden Text und Töne mit Hilfe deutscher Gebärdensprache, mehrsprachigen Untertiteln sowie Grafiken dargestellt. Und damit beim Zusehen niemand aus dem Takt kommt, wird dieser durch blinkende Punkte eingeblendet.

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Die klassischen Gebärdensprachendolmetscher, die in der Regel in einen Kasten am oberen Bildrand verbannt werden, gibt es bei „Waiting“ nicht. Vier gehörlose Protagonisten, die den Liedtext übersetzen, sind direkt in die Handlung des Videos eingebunden. „Es geht darum, Grenzen zwischen Hörenden und Nicht-Hörenden zu überwinden“, erläutert der Frontmann und Gitarrist der Band, Toby Breitenbach.

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