Privatsender erklärt neues Programm

Sat.1: Guttenberg-Satire mit Alexandra Neldel

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Der Sat.1-Film "Der Minister" soll auf Karl-Theodor zu Guttenberg anspielen

Berlin - Sat.1 plant viele neue Filme und hat dafür auch etliche Ideen. Doch beim Thema Serien stockt die Kreativität. Zu viele Rückschläge gab es mit Eigenproduktionen in diesem Jahr.

Der Privatsender Sat.1 wird frühestens 2014 neue, eigene Serienproduktionen an den Start bringen. Nach den Rückschlägen in diesem Jahr will der neue Geschäftsführer Nicolas Paalzow, der im Oktober sein Amt antrat, weitere Projekte prüfen. „Wir haben viele Nackenschläge in diesem Jahr erlitten“, sagte Paalzow bei der Präsentation seiner neuen Fictionprogramme am Mittwochabend in Hamburg. „Und mit drei Messern im Rücken kann man nicht gerade nach Hause laufen.“

Drei neue Serien aus eigener Werkstatt hatte Sat.1 in diesem Jahr ausprobiert - keine kam beim Publikum an: die Ärzteserie „Auf Herz und Nieren“, die Ermittlerserie „Der Cop und der Snob“ und die Comedy „Es kommt noch dicker“ mit Wolke Hegenbarth. Eine fertige Serie steht noch aus: „Familie Undercover“ mit Susan Sideropoulos und Stephan Luca - sie soll Anfang 2013 beginnen. Die Erfolgsserien „Der letzte Bulle“ mit Henning Baum und „Danni Lowinski“ mit Annette Frier werden fortgesetzt.

Große Hoffnungen setzt Sat.1 indes in seine neuen Filme: Dazu gehört als hervorstechende Produktion das von Sat.1 als „Guttenberg-Satire“ angekündigte Stück „Der Minister“, das um den Aufstieg und Fall eines „Überschall-Politikers“ geht - in Anlehnung an den Fall des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). In den Hauptrollen spielen Kai Schumann als Franz Ferdinand von und zu Donnersberg sowie Alexandra Neldel als seine Gattin Viktoria. Herausragend in dem Film ist auch Katharina Thalbach als Kanzlerin.

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Auch das Stalker-Drama „Der Feind in meinem Leben“ spielt in den Sat.1-Planungen eine zentrale Rolle. Es geht um einen Polizisten (Matthias Koeberlin), der zum Stalker einer Eisläuferin wird und dabei seinen Beruf und die Familie aufs Spiel setzt. Die Sportlerin wird von der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt (46) gespielt, die selbst Anfang der 90er Jahre zum Stalkingopfer wurde. Ein Amerikaner stellte ihr damals nach. Der Mann wurde festgenommen, verurteilt und später in eine Psychiatrie eingewiesen.

„Eines ist sicher“, versprach Nicolas Paalzow. „Vielfalt, Qualität und Anspruch werden sich auch 2013 nicht ändern.“ Sat.1 biete „eine enorme Genre-Vielfalt und setzt damit erneut Maßstäbe in der deutschen TV-Branche.“

Weitere Filme sind unter anderem ein neuer Beitrag in der Reihe „Hannah Mangold & Lucy Palm“ mit Anja Kling, „Im Alleingang - Elemente des Zweifels“ mit Stefanie Stappenbeck, „Großer Mann ganz klein“ mit Stephan Luca, „Achtung Polizei“ mit Lisa Maria Potthoff, „Herztöne“ mit Pasquale Aleardi, „Blutsschwestern - jung, magisch, tödlich“ mit Jasmin Lord, Kristina Dörfer, Sina Tkotsch, und Paula Schramm.

dpa

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