Shantel in der neuen Batschkapp

Furiose Disko Partizani in Seckbach

Frankfurt „Der Rock’n Roll ist tot, es lebe die Batschkapp!“ Mit diesen Worten beginnt der Musiker Stefan Hantel das erste Konzert in der neuen Batschkapp in der Gwinnerstraße in Seckbach. Von Niels Britsch

Der Frankfurter mit dem Künstlernamen Shantel weiht die neue Konzerthalle mit einer furiosen Mischung aus Konzert und Party ein – ein gebührender Start für die neue Batschkapp, denn es hätten sich kaum bessere Musiker finden lassen für einen solchen Anlass. Ein Frankfurter, der mit der Batschkapp groß geworden ist, präsentiert im neuen Gebäude des legendären Frankfurter Clubs seine Musik, die mit ihren vielfältigen musikalischen Einflüssen stellvertretend für die multikultuerelle Mainmetropole steht.

Denn das ist immer noch das Markenzeichen von Shantel und dem Bucovina Club Orkestar: Sie kombinieren unterschiedlichste Musikrichtungen zu einem spektakulären Partymix, noch immer dominieren die Einflüsse ost- und südosteuropäischer Musik mit treibender Blasmusik und Balkan-Rhythmen. Neben alten Klassikern wie „Disko Partizani“ spielen die Musiker auch neue Stücke des aktuellen Albums „Anarchy + Romance“. Wo früher Elemente aus Elektro- und Popmusik den Sound mitbestimmten, sind bei den neueren Liedern auch Ska- und Rock-Anleihen zu hören.

Dazu präsentieren sich die Musiker als echte Rampensäue, die es verstehen, die Menschen zum Tanzen und Mitsingen zu motivieren: Immer wieder unterbrechen sie ganz plötzlich ihre Songs, um die Anfeuerung des Publikums herauszufordern. Besonders Schlagzeuger Marcus Darius animiert die Zuhörer zum Feiern – etwa, als die Menge sich auf sein Kommando hinsetzt und alle gleichzeitig zur Musik aufspringen und tanzen. 

Shantel in der neuen Batschkapp

Shantel eröffnet die neue Batschkapp

Eine passende und gelungene musikalische Einweihung der neuen Batschkapp, auch wenn einige Gäste bemängeln, dass in den vordersten Reihen die Akustik nicht immer gut gewesen sei. Die Zuschauer hätten Bläser und Gesang  oftmals schlecht gehört. Doch das dürfte nur ein kleiner Geburtsfehler des neuen Konzerthauses sein, der sich sicher beheben lässt.

Rubriklistenbild: © Paul

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