Comeback nach 20 Jahren

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Dame Shirley Bassey mit ihrem neuen Album „The Performance“

Die Bezeichnung „lebende Legende“ darf im Fall von Dame Shirley Bassey nur zutreffend sein. Über 135 Millionen verkaufte Platten pflastern ihre über 50-jährige Karriere. Sie ist die erfolgreichste, britische Solokünstlerin aller Zeiten, nicht zuletzt durch den Umstand geehrt als einzige Sängerin ganze drei James Bond Titelsongs performt zu haben: “Goldfinger“ (1964), “Diamonds Are Forever“ (1971) und “Moonraker“ (1979). Spätestens jetzt sollte sich der warme Klang ihrer Stimme in der Erinnerung entfalten. Von Holger Strehl

Sie entstammt einer Zeit, in der populäre Musik noch Stil und Würde in sich trug und hat sich diese Haltung bis heute bewahrt. Jetzt, 20 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum, möchte die Stilikone es noch einmal wissen.

Trackliste:
1. Almost There
2. Apartment
3. This Time
4. I Love You Now
5. Our Time Is Now
6. As God Is My Witness
7. No Good About Goodbye
8. The Girl From Tiger Bay
9. Nice Men
10. After The Rain
11. The Performance Of My Life

Ihr neues Album “The Performance“ ist ihre Rückkehr auf die klassische Showbühne. Mit 11 neuen Songs, die sich gekonnt zwischen Anmut, Tragik und großen Gefühlen bewegen, verzaubert die Dame wie eh und je. Auch mit 72 Jahren noch mit ihrer unverkennbaren Diamantkehle gesegnet, erhält sie eine bezaubernde Begleitung von Instrumenten wie Piano und Streichern. Sie entflieht einem ruhig angelegten, anfangs von Vorsicht geprägten Opener wie “Almost There“ und spielt sich emotionsgeladen zu einem opulenten Outro. “Apartment“ bringt lateinamerikanische Gitarren ins Spiel und lässt sie als selbstsichere Diva erscheinen. “This Time“ arbeitet hingegen stärker mit Bläsern und einem Schlagzeug als spürbarer Taktgeber. “Nice Men“ lässt darüber hinaus neben der Trompete auch die E-Gitarre erklingen. Dies sind nur kleine Beispiele für das weite Spektrum ihrer Musik.

Als Songschreiber haben sich namhafte Kollegen wie Gary Barlow, KT Tunstall, Rufus Wainwright, Manic Street Preachers oder die Pet Shop Boys angeboten, die selbst eine gewisse Stilbreite aufweisen und denen man ihre Beteiligung an den jeweiligen Songs anmerkt. Aber dennoch erhalten sie stets den ehrwürdigen Charakter der Bassey.

Mehr Informationen:

www.dameshirleybassey.com

Studioalbum Nummer 35 ist somit keine schnöde Popplatte, die sich schneller abnutzt als ihre Spielzeit andauert, sondern ist voll klassischer Schönheit – gemacht für die großen Tanzsäle – und deutliches Lebenszeichen einer in Würde alternden Geschichtenerzählerin, die immer noch viel zu sagen hat.

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