„The Voice of Germany“ in der Festhalle

Gänsehautmomente

+
Hat den Sieg 2012 bei „The Voice Of Germany“ verdient und begeisterte erneut: der Brite Nick Howards.

Frankfurt - Viel Licht, viel Farbe, doch im Kern eher blass. Fernsehen auf einer Bühne eben. Das ist das Resümee des Abends in der Frankfurter Festhalle unter dem Motto „The Voice Of Germany – Live in Concert“. Von Anke Steinfadt

Unterhaltsam war es allemal. Schließlich wurde einiges aufgefahren: große Videoleinwand, Lasereffekte, professionelle Band, Tänzerinnen und Tänzer. Ein effektvoller Rahmen für die letzen acht Castingshow-Kandidaten. Eigentlich sollte Freaky T mit dabei sein. Aber aufgrund ihres vorzeitigen Rücktritts war Gil Ofarim für die Tournee als Ersatz nominiert worden. Dem ehemaligen Teeniestar mit den ausladenden Gesten kam schon während der TV-Shows eine Sonderrolle zu.

Vertreter aller Altersgruppen

Die Halbfinalisten waren mit ganzem Herzen bei der Sache. Einen launigen Auftakt boten sie gemeinsam mit „We Are Young“ von Fun. Hauptsächlich setzte sich das Programm aus Coverversionen bekannter Songs zusammen. Ulknudel Brigitte Lorenz sang sich durch die Schlagerwelt der Swing-Ära, einmal gemeinsam mit James Borges. Kindergärtner Michael Heinemann bestätigte sein Image als Teddybär mit starker Stimme. Rob Fowler hinterließ keinen nachhaltigen Eindruck. Gil Ofarim rockte hart und schüttelte die Haare im künstlichen Wind. Michael Lane, Isabell Schmidt und Nick Howard kamen durchweg überzeugend rüber.

Die Stimmung war gut in der Frankfurter Festhalle, die Vertreter aller Altersgruppen füllten. Vielleicht hatte einige die Erwartung hergetrieben, die Coachs Nena, Xavier Naidoo, Boss Hoss und Rea Garvey würden ihre Schützlinge während der Tournee begleiten. Die waren allerdings nur in Einspielern auf der Leinwand zu sehen. Das Videomaterial setzte sich – wenig originell – aus Interviewschnipseln zusammen, die „Voice-Fans“ bereits mehrfach während der Fernsehausstrahlungen hatten bewundern dürfen.

Höhepunkte waren die Duette

Höhepunkte waren die Duette. Vor allem die Coverversion des Sarah McLachlan-Songs „Angel“ von Michael Lane und Isabell Schmidt bot einen echten Gänsehautmoment. Ebenso schön: Nick Howards Vortrag seiner Ballade „Unbreakable“. Der Brite konnte live einmal mehr beweisen, dass er den 2012er-Titel verdient hat und wurde umjubelt. Viel Applaus erntete immer wieder Gil Ofarim.

Zum Abschluss brachten die acht Sänger mit dem U2-Klassiker „Beautiful Day“ die Halle zum Tanzen. Zweieinhalb Stunden Show ohne nervige Werbeblöcke können als deutlicher Vorteil gegenüber den TV-Sendungen gelten. Offen blieb, warum Isabell Schmidt ihren eigenen Song „Heimweh“ nicht live präsentiere.

Kommentare