Konzert in der Jahrhunderthalle

Tim Bendzko: Seine Sprache ist die Musik

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Tim Bendzko

Frankfurt - Blonde Locken, sanfte, angenehme Stimme und oft ein witziger Spruch auf den Lippen, das zeichnet den Sänger Tim Bendzko aus, der mit seinem Album „Am seidenen Faden“ in der ausverkauften Frankfurter Jahrhunderthalle gastierte. Von Annalena Barnickel 

Der Sänger versteht es, witzige Überleitungen zwischen seinen Songs zu finden und das Publikum zu animieren. Neben zahlreichen Liedern aus seinem neuen Album durfte seine erste Single „Nur noch kurz die Welt retten“ nicht fehlen. Mit diesem Lied gelang ihm 2011 der Durchbruch, es sorgte für Begeisterungsstürme.

Während des gesamten Abends legte der Sänger immer wieder Tanzeinlagen hin, sogar angedeutete Choreografien mit den Gitarristen und Background-Sängern der Band. Als es nach knapp 100 Minuten so aussah, als ob das Konzert beendet sei, erjubelte, erklatschte und ertrampelte sich das Frankfurter Publikum einen Zugabe-Block, der mit „Wenn Worte meine Sprache wären“ eröffnet wurde, ein Duett mit der aus Frankfurt stammenden Background-Sängerin. Die stimmungsvolle Ballade hatte einen wundervollen Effekt - viele schunkelten mit oder hoben ihre zuvor erworbenen Leuchtstäbe in die Höhe. Auch zum Schluss gelang es dem Sänger, das Publikum gekonnt mit einzubeziehen. Für das Lied „Programmiert“ teilte Bendzko den Saal in zwei Chöre auf, die „auf Facebook nicht mehr befreundet seien“, aber umso kräftiger mitsangen. Stimmungsvolles Finale eines abwechslungsreichen Abends.

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