25. Adventskonzert des Sängerkreises Offenbach im Büsingpalais im festlichen Rahmen

Tönendes Stelldichein der Jubilare

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Unter der Gesamtleitung von Kreischorleiter Bernhard Seelbach stand das von der Neuen Philharmonie unterstützte Adventskonzert.

Das 25. Adventskonzert im vor 25 Jahren mit dieser Reihe eröffneten Büsingpalais feierte der Sängerkreis Offenbach mit der Neuen Philharmonie Frankfurt. Festlichen Glanz schuf diese nicht nur mit zuverlässiger, klangschöner Begleitung, sondern auch mit einer stürmischen Interpretation von Mendelssohns Hebriden-Ouvertüre. Die Reverenz an einen weiteren Jubilar hatte sich Kreischorleiter Bernhard Seelbach gewünscht.

Unter Leitung ihres Dirigenten Peter J. Kunz-von Gymnich brachte der Polyhymnia-Frauenchor vier A-cappella-Lieder zu Gehör. Den munteren volkstümlichen Weisen stellte der Männerchor der Concordia pathetische Gesänge gegenüber. Aus der Kleinen Freimaurer-Kantate KV 623 erklang unter Seelbachs straffer Leitung der Anfangs- und Schluss chor. Eintracht, Tugend und Hoffnung besangen Tenor Dirk Eisermann und Bass Martin Wehner. Viel Pathos verströmte Schuberts „Allmacht“ im Orchester-Arrangement von Liszt. Zum Männerchor, der sich mühelos gegen das Orchester durchsetzte, gesellte sich als Solist Eisermann.

Ansprechend gestaltete Michaela Mehler-Friedrich die Sopran-Arie „Salve Regina“ des jungen Mendelssohn. Düstere Klänge beherrschten die Alt-Rhapsodie von Brahms. Judith Berning als Partnerin des Männerchors bezauberte mit warmer, voluminöser Stimme, anrührender Gestaltung und Ausstrahlung in Adolphe Adams „Cantique de Noël“ und im Duett in Humperdincks Abendsegen. Michaela Mehler-Friedrich war mit dem „Laudate Dominum“ aus Mozarts „Vesperae solennes de confessore“ zu hören.

Auch das Concordia-Küken „Pro-Ton“ unter Leitung von Katja Blumenhein sorgte für Abwechslung. Ein hübscher Beitrag war die Kantate „Ihr lieben Hirten, fürchtet euch nicht“ von Andreas Hammerschmidt, schön begleitet von den Oboistinnen Kirsten Kopsch und Astrid Ziegler sowie der Cellistin Corinna Salow. Mit Cembalo-Sound am Keyboard ergänzte Seelbach das Continuo. Aus mehreren Ensembles war ein stattlicher Projektchor gebildet worden. Zu den gefühlvollen Gesängen gehörten Mozarts Ave Verum und die sentimentale Szene „Selig sind, die Verfolgung leiden“ aus Kienzls „Evangelimann“, dessen Tenorpartie Eisermann übernahm. Schließlich vereinigten sich Projektchor und Solisten beim Song „Jerusalem“ von Stephen Adams in deutscher Bearbeitung durch Fritz Ihlau. EVA SCHUMANN

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