Traurige Männer

„Männerherzen“, Soundtrack: Traurige Männer mit einem Hang zu Bryan Adams-Power-Rock-Balladen werden mit dieser CD sehr, sehr glücklich, wenn sie ihre Diddl- Maus fest an sich drücken. Von Kathrin Rosendorff

Dabei hilft ihnen zuallererst Gary Go, der mit seinem Titelsong „Wonderful“ eigentlich einen wirklich „wunderschönen“ Titel schmettert, oder liegt es nur daran, dass man das Lied schon so oft im Radio gehört hat und sich einfach daran gewöhnt hat? Aber spätestens bei Lied neun, „Berlin“, mag man Gary Go, entweder total, oder gar nicht mehr. Neben ihm singt der „Marshmellow Club“ ganz viele (13) Songs, und das nervt schnell, es sei denn, man steht auf Musik aus der Flashdance-Saison und billigen US-College-Rockabklatsch. Neuzeit-poppiger wird es dank der Sugababes und ihrem Lied „Get sexy“, da wacht man aus dem sonstigen Herz-Weltschmerz-Gefühl wieder auf und freut sich endlich, etwas zu tanzen. Also, wenn man die Augen ganz fest schließt und an die niedlichen Grübchen des schnuckligen Filmhelden von Männerherzen, Florian David Fitz, denkt, ja dann kann man auch die CD bis zum Schluss anhören. Oder Mann ist halt echt sehr, sehr traurig und heult in seine Diddl-Maus.

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