„Let It Be“ in der Frankfurter Alten Oper

Tribut an vier Pop-Legenden

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Frankfurt - Gibt es heute noch Musiker, die sich nach einem gespielten Song vor ihrem Publikum tief verbeugen? Von Thomas Ungeheuer

Zumindest in der ersten Hälfte der Tribute-Show „Let It Be“ in der Frankfurter Alten Oper tun es die Künstler, die über zwei Stunden hinweg vierzig der bekanntesten Stücke von The Beatles spielen. Aber auch sonst zeigen sich Emanuele Angeletti, Paul Canning, Ben Cullingworth und Paul Mannion sehr nah an den Gesten der legendären Band.

Es macht gar nicht so viel aus, dass die Imitatoren den einstigen Weltstars John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Star kaum ähneln. Den Musikern helfen diverse Perücken, angeklebte Bärte und Kostüme, ihr Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Schaffensphasen der Beatles zu nehmen und auf hohem Niveau zu begeistern. Ja, in der Tat scheinen die Darsteller nicht nur schauspielerisch mit ihren Figuren innig verbunden zu sein. Auch spielen die vier Künstler frühe Songs wie „All My Loving“ oder „Please Please Me“ erstaunlich kraftvoll. Nicht krampfhaft dem Original verpflichtet, sondern mit gesundem Selbstverständnis zur eigenen Interpretation bringen die Musiker, die von dem Keyboarder Ryan Alex Framery unterstützt werden, die Menschen zum Tanzen, Mitsingen und Klatschen.

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Sicher durchweht wärmende Nostalgie den Konzertsaal nicht nur wenn in den Pausen während der Kostümwechsel skurrile Werbeklassiker, humorige Cartoons oder Nachrichtenbilder aus den 1960ern über drei große Flachbildschirme flimmern. Dominiert jedoch wird die Show, die durchweg mit einer reizvollen Lightshow aufwartet, von der Band. Sie lässt völlig unterschiedliche Songs wie „Yesterday“, „Lucy In The Sky With Diamonds“ oder „Here Comes The Sun“ in scheinbar zeitloser Frische und Kraft neu erstrahlen.

Und zwischendrin amüsierte Paul Canning als John Lennon mit amüsanten und spontan wirkenden Bemerkungen. Hysterie konnte er zwar nicht beim Publikum auslösen, aber bei der letzten Zugabe „Hey Jude“ sang wohl fast jeder inbrünstig mit.

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