Veitstanz um Feuerfontänen

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Mit Pyro-Spielereien und gewaltigem Sound rockte Subway To Sally die Hugenottenhalle.

Als sich die Schüler Michael Simon und Michael Boden 1980 entschließen, sich musikalisch auszuleben, ahnen sie noch nicht, welche steile und lange Karriere vor ihnen liegt. Kurz nach dem Mauerfall rufen sie die Band Bodenski ins Leben. Als die jungen Musiker beschließen, sich in der noch unverbrauchten Folkecke zu etablieren, ändern sie ihren Bandnamen in Subway To Sally.  Von Holger Strehl

Nun rocken sie große Hallen und spielen in ausverkauften Häusern.

Durch die erweiterte Besetzung mit der Geigerin Silke Volland (Frau Schmitt) und Eric Hecht a.k.a. Eric Fish am Mikro begann spätestens mit dem zweiten Album eine rasante Entwicklung des Musikstils. Von der reinen Mittelalter- und Folkbewegung nahmen die sieben Musiker immer mehr Abstand und gaben der Schalmai und Sackpfeifen klirrende Gitarrenriffs und elektronische Spielereien als Unterstützung hinzu.

Seit dem Sieg beim Bundesvision-Songcontest 2008 und dem Album „Bastard“ waren die Potsdamer in aller Munde. Der Medienhype hat sich inzwischen wieder beruhigt. Die Gelegenheit für Subway To Sally, ihren Fans diesen Frühling ein neues Album mit dazugehöriger Tour zu gönnen. Station in der Region machte die Band in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle.

Subway To Sally im Web:

http://www.subwaytosally.com

Mono Inc. Im Web:

http://www.mono-inc.com

Die Setlist des Konzertes war durchwachsen. Subway To Sally versuchte, die neuen Songs in das alte, erfolgreiche Repertoire einzubinden, doch da trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Während bei den älteren und bekannten Nummern das Publikum euphorisch und frenetisch feierte, war die Stimmung bei den neuen Songs eher verhalten. Doch die sieben erfahrenen Spielmannsleute rockten die Hugenottenhalle dennoch mit Feuerfontänen, Pyro-Spielereien und natürlich gewaltigem Sound. Bei den bekannten Stücken schwang das Publikum unaufgefordert das Tanzbein und sang die Texte wie aus einem Mund mit. Die Highlights waren - wie nicht anders zu erwarten - die Livedarbietungen von „Kleid Aus Rosen“, „Sieben“, „Eisblumen“ und „Veitstanz“. Eric Fish strahlte die gewohnte ehrliche Power aus. Als wahrer Frontmann hielt er den Kontakt zu den Fans, wirbelte über die Bühne und sorgte für eine professionelle Performance.

Überraschend überzeugend war die Vorgruppe Mono Inc. mit ihrem verspielten Sound zwischen Industrial und Elektrorock. Sänger Martin Engler war sichtlich begeistert von der guten Stimmung und dem hingerissenen Publikum. Voller Ekstase kündigte er einen weiteren Besuch in der Mainmetropole an und erwähnte noch erstaunt, dass ihm nicht bewusst war, dass seine Band in der Region so gut ankäme.

Diskographie

CDs:

2009: Kreuzfeuer

2008 Schlachthof (Live)

2007 Bastard

2006 Nackt (Live)

2005 Nord Nord Ost

2003 Engelskrieger

2001 Herzblut

2001: Die Rose im Wasser (Best Of)

2000 Schrei! (Live)

1999 Hochzeit

1997 Bannkreis

1996 Foppt den Dämon

1995 MCMXCV h

1994 1994

DVDs:

2008 Schlachthof

2006 DVD: Nackt

2003 DVD: Live

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