Zeitreise mit großem Spaßfaktor

Eigentlich hatten The Hooters längst abgeschlossen mit ihrem überaus erfolgreichen Band-Dasein. Nach Live Aid 1985 an der Seite von U2 oder Queen, nach Welthits wie „Johnny B.“ und „All You Zombies“ produzierten Rob Hyman und Eric Bazilian ab 1995 nur noch für andere. Bis sie zum Spaß Anfang des Jahrtausends wieder auf Tour gingen. Von Achim Lederle

Der Erfolg vor allem in Deutschland überraschte die Band selbst am meisten. Seit 2003 touren der musikalische Kopf und Keyboarder Hyman, der virtuose Frontmann Bazilian, David Uosikkinen (Schlagzeug), John Lilley (Gitarre) und Fran Smith Jr. (Bass) wieder regelmäßig in Europa sowie den USA. 2007 produzierten sie ein neues Studioalbum und jüngst eine Akustik- und Live-CD. Mit jedem ihrer Auftritte wächst die einst schon sehr große Fangemeinde wieder. Grund dafür: Die Band entfacht auch 29 Jahre nach ihrer Gründung eine Spielfreude, die jeden ansteckt, der einen Auftritt live erleben darf.

So auch beim Gig am Donnerstag in der Frankfurter Batschkapp, von guter Laune bei der Band wie beim Publikum getragen. Mit den programmatischen „I‘m Alive“ und dem Titelsong des aktuellen Albums „Time Stand Still“ eröffneten The Hooters ihren Song-Reigen durch drei Dekaden. Die Band hat viele locker-leichte Folk-Rock-Songs im Gepäck, aber leider nur einen „All You Zombies“ – ein Titel, der an Pink Floyd gemahnt und damals wie heute Gänsehaut verbreitet.

Diesmal überraschten die Hooters mit drei neuen Liedern und der Ankündigung eines weiteren Albums. Mit „Free Again“ beschlossen sie in Frankfurt eine Zeitreise, die noch lange nicht beendet scheint.

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