In Wiesbaden

1600 Menschen demonstrieren gegen AfD-Wahlkampfauftakt

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Protest gegen die AfD in Wiesbaden

Wiesbaden - Rund 1600 Menschen haben am Sonntag in Wiesbaden friedlich gegen den Wahlkampfauftakt der AfD zur Landtagswahl demonstriert. Zu Beginn sei es zu einem Wortgefecht zwischen AfD-Mitgliedern und Demonstranten gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Situation habe aber friedlich geklärt werden können, und die AfD-Mitglieder hätten die Veranstaltung verlassen. Darunter waren die beiden Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann. Zu der Demonstration hatte das Bündnis "Keine AfD in den Landtag" aufgerufen, in dem sich unter anderem Gewerkschaften, mehrere Parteien, der Zentralrat der Muslime und die Katholische Arbeitnehmerbewegung zusammengeschlossen haben. Redner verschiedener Organisationen warfen der AfD vor, die Gesellschaft zu spalten.

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel monierte eine Verrohung der Sprache und der politischen Kultur und sagte, er wolle kein Zurück zur Ideologie der 1950er Jahre. Er sei gekommen, um ein Signal "gegen Schranken im Kopf" zu senden. Der Spitzenkandidat der Grünen, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, sagte: "Wir überlassen es nicht den Rechten, darüber zu diskutieren, was Heimat ist und wer dazu gehört." Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Janine Wissler, forderte die Menschen auf, sich "für eine tolerante Gesellschaft einzusetzen".

Tausende gegen AfD-Demonstration in Berlin

Nach der Auftaktkundgebung am Wiesbadener Hauptbahnhof zogen die Demonstranten in die Nähe der hessischen Staatskanzlei in die Innenstadt. In Hessen wird am 28. Oktober gewählt. (dpa)

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