Abiturfeier am Bachgaugymnasium

Gleich dreimal die Traumnote 1,0

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Vor der Abiturfeier versammelten sich die 116 Abiturienten zum Gruppenbild.

Babenhausen - 116 erfolgreiche Abiturienten zählt in diesem Jahr das Bachgaugymnasium. Am Freitag erhielten sie im feierlichen Rahmen ihre Zeugnisse in der Stadthalle. Von Michael Just

Die gerade stattfindende Fußball-WM nutzte Schulleiterin Monika Zentgraf für eine Rede mit sehr treffenden Vergleichen zum runden Leder. Die Schule titulierte sie als Trainingscamp, die Lehrer als Trainer, mit denen einige Schüler besser und andere schlechter auskamen. Die Eltern durften sich über die Bezeichnung Sponsoren freuen. „Es gab Verwarnungen, einige Schüler mussten in die Verlängerung. Und sicherlich haben wir auch die eine oder andere Fehlentscheidung erlebt“, formulierte Zentgraf. Die Zeit am Bachgaugymnasium betrachtete sie als Vorrunde, die Endrunde erfolge im Beruf.

Die Abitur-Zeugnisse können sich 2018 in ganz besonderer Weise sehen lassen. Dreimal wurde eine 1,0 erreicht, bei 30 Schülern steht eine Eins vor dem Komma. Der Gesamtschnitt beträgt 2,35. Damit ist man besser als der hessische Durchschnitt. Die 19 besten Schüler wurden als Höhepunkt des Abends, der in lockerer Form von Devin Eker und Yusuf Demirci moderiert wurde, auf die Bühne gerufen. Mit einem Schnitt von 1,0 erzielten Bastian Hesbacher, Johanna Schubring und Nils Schlottog ein Traumergebnis. Dazu wurden Sonderpreise an die besten Schüler in den einzelnen Fachbereichen überreicht.

Vor der Übergabe der Zeugnisse stellten sich die sieben Tutorien mit kleinen, oft humorvollen Videobeiträgen den Eltern und Mitschülern vor. Der Französisch-Leistungskurs machte den Anfang. In diesem Streifen sorgten die jungen Absolventen mit Schnauzbart und Baskenmütze für Erheiterung. In der Schülerrede führte Antonia Wolf 99 Dinge an, die man nach dem Abitur unbedingt getan haben sollte. Sämtliche Punkte, die sie aus einem Buch entnahm, konnte sie aus Zeitgründen nicht benennen. Zu den außergewöhnlichsten zählte, sich als Superheld zu verkleiden. Das sei gerechtfertigt, schließlich liege mit dem Abi eine außergewöhnliche Leistung vor. Laut Wolf stehe ein solches Kostüm auch den Lehrern zu. Nicht wenige hätten einen schweren Job erledigt und dabei über Nerven wie Drahtseile verfügt. Als Dank für das Engagement, die Schüler zum Abi zu führen, erhielten alle anwesenden Lehrer eine Rose und die Schulleiterin einen Blumenstrauß. „Insgesamt haben wir in den drei Jahren viel gelernt. Aus Einzelkämpfern wurde ein Team, aus Fremden Freunde“, bilanzierte Wolf.

Abifeier des Bachgaugymnasiums: Bilder

Volker Wolkenhauer, Vorsitzender des Fördervereins „Forum“, erinnerte daran, beim Beschreiten des zukünftigen Lebensweges nicht auf die guten Taten anderer zu warten. „Werdet selbst aktiv!“, legte er den Absolventen nahe.

Einer, der das am Bachgaugymnasium bereits reichlich umsetzte, heißt Niklas Wenzel. Sein Auftreten für die Schulgemeinde (Mitarbeit in der Schülervertretung und im Cafeteria-Team, Mitorganisation von Veranstaltungen, Mitglied der Schulkonferenz) war so vorbildlich, dass ihn das Forum zum Preisträger für soziales Engagement wählte. Die Auszeichnung – in diesem Jahr eine Plastik in Form einer Eule als Zeichen der Weisheit – wurde von Volker Wolkenhauer und der Preisträgerin 2017, Allegra Wolf, überreicht.

Für die Babenhäuser Abiturienten beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Für den gab Schulleiterin Monika Zentgraf die besten Wünsche mit auf den Weg. Wie sie sagte, sei es hilfreich, nicht nur den Ball, sondern das gesamte Spiel im Blick zu behalten. „Ich wünsche, dass in Zukunft jeder von Ihnen seine persönliche Weltmeisterschaft gewinnt“, fügte sie hinzu. Enden tat sie mit einem unvergessenen Bonmot der Fußballgeschichte: „Ich habe fertig.“

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