Friedrich-Ebert-Gymnasium

Appelle für Abiturienten

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Vollzählig erschienen: Der FEG-Abi-Jahrgang in der Willy-Brandt-Halle.

Einige gute Ratschläge gab es für die Abiturienten des Friedrich-Ebert-Gymnasiums. Freude über zahlreiche gute Noten gab es ohnehin.

Mühlheim – Es sei ja nicht mehr selbstverständlich, dass Schüler am Freitag zu Schulveranstaltungen kommen, so war Stefan Sturm doch sehr erleichtert, dass alle Abgänger zur Abi-Feier in der Willy-Brandt-Halle erschienen. Erheiternd und doch sehr ernsthaft stellte der Direktor des Friedrich-Ebert-Gymnasiums die aktuelle Situation in der Welt dar, in die er die Absolventen entließ.

Dabei griff der Pädagoge neben „Fridays For Future“ die Sonntags-Demonstrationen für Frieden und Toleranz in Europa auf. „Junge Menschen sind immer häufiger bereit zu gesellschaftlichem Engagement, dazu, Gegenwart und Zukunft mitzugestalten und auf gefährliche Entwicklungen hinzuweisen.“ So rücke „Pulse of Europe“ die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile der EU ins Bewusstsein der Menschen. „Europa hat die Lebensverhältnisse deutlich verbessert, enge Verbündete geschaffen, jungen Menschen steht Europa offen.“ Die meisten der Abiturienten haben sich bei Aktionen rund um die Europawahl engagiert, sich mit Älteren über die Zukunft des Kontinents ausgetauscht. Für manche Politiker sei Europa eine „Burg, die nach außen zu verteidigen ist“, sie fordern „Abschottung und Abgrenzung und machen Menschenrechtsorganisationen die Arbeit schwer bis unmöglich“. Sturm trat für Offenheit ein. „Auch für uns bedeutet das, Fremde mit Hilfsbereitschaft zu empfangen.“

Mit den Freitags-Demos drücken junge Menschen aufs Tempo. „Ihr Platz ist ab morgen woanders“, sagte der Direktor. „Dort sollten sie aktiv werden, Mitverantwortung für Zukunft der Welt übernehmen.“ Junge Leute können die Welt verändern, jeder Einzelne kann große Wirkung haben“, verwies Sturm auf die Vernetzung in neuen Medien. Jeder sollte „wenigstens mit dafür sorgen, dass die Welt ein bisschen besser wird. Wir haben uns bemüht, ihnen das Rüstzeug mitzugeben“.

Bürgermeister Daniel Tybussek ermutigte, sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. „Bringen sie sich in die Stadtgesellschaft ein, äußern sie laut und klar ihre Meinung“, appellierte der Rathauschef. Wolfgang Klauke vom Schulelternbeirat empfahl, „Profis zu werden in Mitmenschlichkeit, sich einmischen, hinterfragen, Verantwortung übernehmen, andere begeistern“. Die Abiturienten mögen nicht vergessen, dass sie jung gewesen sind – und dass auch sie alt werden.

Petra Müller vom Förderverein erinnerte, „am Erfolg waren viele beteiligt, Eltern und Familien, Freunde und Lehrer. Schülervertreter Tristan Vay sah „schlaue, nette Menschen, die es im Leben sehr weit bringen werden“, Jahrgangssprecher Charlie wünschte allen Kameraden viel Erfolg in der Zukunft.

VON MICHAEL PROCHNOW

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