Vorsätzliches Tötungsdelikt

Anklage im Mordfall Johanna erhoben

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Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder von Johanna Bohnacker erhoben.

Gießen - Knapp vier Monate nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders der kleinen Johanna hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Der Mann soll die damals Achtjährige im September 1999 in Bobenhausen im Wetteraukreis entführt, missbraucht und getötet haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zudem soll er Bild- und Videodateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten besessen haben.

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Der 41-Jährige aus Friedrichsdorf habe sich in den bisherigen Vernehmungen zwar verantwortlich für den Tod des Mädchens gezeigt, aber eine vorsätzliche Tötung bestritten. Eine Tatrekonstruktion, rechtsmedizinische und fachärztliche Gutachten, Faserspurenuntersuchungen beim Landeskriminalamt (LKA), die Auswertung von Datenträgern und die Vernehmung von insgesamt 110 Zeugen begründeten aber den dringenden Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts, erklärte die Behörde.

Weitere schwere Sexual- beziehungsweise Tötungsdelikte seien dem Tatverdächtigen bislang nicht nachgewiesen worden. Er sitze nach seiner Festnahme Ende Oktober weiter in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Angeklagt worden sei er wegen des dringenden Verdachts des Mordes, des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Besitzes von kinder- und jugendpornografischer Schriften. (dpa)

Die Chronologie des Mordfalls Johanna Bohnacker: Bilder

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