Saisontypische Anstiege

Arbeitslosigkeit zieht in Hessen und in der Region an

Arbeitsmarktzahlen
+
Arbeitsmarktzahlen

Trotz milder Temperaturen ist der hessische Arbeitsmarkt im Januar seinem saisontypischen Verlauf gefolgt.

Offenbach/Hanau – Mit rund 159 848 arbeitslosen Frauen und Männern stieg die Arbeitslosigkeit binnen eines Monats um 13 000 Personen an, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Quote stieg vom Vormonat um 0,4 Punkte auf 4,7 Prozent. „Besonders im Januar kommt es durch das Ende des Weihnachtsgeschäftes im Handel und in der Logistik zu Entlassungen“, erklärte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion. „Zum Anstieg der Arbeitslosigkeit tragen auch die Außenberufe bei. Davon sind in der Regel zumeist Männer betroffen. Aber auch das Verarbeitende Gewerbe zeigt mittlerweile Schwächen. Hier stieg die Zahl der arbeitslosen Personen sowie der Kurzarbeiter an. “.

Alles in allem startete der hessische Arbeitsmarkt gut in das erste Quartal und setzte seine Seitwärtsbewegung fort. Die Nachfrage nach Arbeitskräften und der Anstieg der Beschäftigung zeigten sich auf hohem Niveau etwas schwächer. „Der Arbeitsmarkt hat die Unsicherheiten sowie einige größere Insolvenzen und Umstrukturierungen des letzten Jahres gut überstanden“, sagte Martin. „Wir haben weiterhin ein Plus beim Beschäftigungswachstum. Bis auf die Arbeitnehmerüberlassung und das Verarbeitende Gewerbe, die weniger Beschäftigte ausweisen als vor einem Jahr, verzeichnen alle anderen Wirtschaftszweige Zuwächse.“

Im Januar waren im Offenbacher Agenturbezirk 14 659 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 1 317 Menschen mehr als im Dezember, erklärte die regionale Arbeitsagentur. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent gegenüber 5,0 Prozent im Dezember. „Saisonübliche Anstiege zum Beispiel aus Beschäftigungsverhältnissen, die bis zum Jahres- oder Quartalsende im Dezember befristet waren, sowie Zugänge aus witterungsabhängigen Branchen gibt es fast immer zu Jahresbeginn“, sagte Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Agentur.

6 534 Personen waren im Januar in der Stadt arbeitslos, 8,2 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 5 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,8 Prozent gegenüber 8,2 Prozent im Vormonat. 8 125 Männer und Frauen waren im Kreis arbeitslos gemeldet, das waren 11,3 Prozent mehr als im Vormonat. Daraus ergab sich eine Quote von 4,2 Prozent gegenüber 3,8 Prozent im Vormonat.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Hanau waren im Januar 9 882 Menschen arbeitslosgemeldet, 705 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,3 Prozent gegenüber 4,0 Prozent im Dezember an, wie die Hanauer Agentur berichtete. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg waren im Januar 7 420 – Vormonat 7 059 – Menschen arbeitslos gemeldet. Die Quote lag bei 4,5 Prozent, wie im Vorjahr, so die Agentur für Arbeit Darmstadt.

Laut BA waren im Januar in Deutschland 2,426 Millionen Menschen ohne Job, 198 000 mehr als im Dezember, wie es hieß. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Punkte auf 5,3 Prozent.

VON MARC KUHN

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare