IHK: Zahlreiche Flüchtlinge angestellt

Wieder mehr Auszubildende in Hessen

Dillenburg - In diesem Jahr haben sich nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) wieder etwas mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung bei Mitgliedsunternehmen entschieden. Von Marc Kuhn 

22.873 Lehrlinge seien im Herbst 2017 gestartet, 124 mehr als im vergangenen Jahr, erklärte der Vorsitzende der ARGE, Eberhard Flammer, gestern in Dillenburg. „Wir freuen uns über diesen Zuwachs, auch angesichts unseres weiterhin hohen Bedarfs an Fachkräften.“

Erfreulich sei auch die Zunahme an jungen Flüchtlingen unter den Lehrlingen. 732 junge Auszubildende stammten aus den Haupther-kunftsländern der Flüchtlinge – 339 seien Afghanen, 156 Syrer. „Damit hat sich die Zahl seit dem letzten Jahr mehr als verdoppelt“, erläu-terte der ARGE-Vorsitzende. 2016 zählten die IHK noch 278 Verträge mit jungen Flüchtlingen.

Allerdings ist die Zahl an unbesetzten Ausbildungsplätzen laut Bundesagentur für Arbeit um mehr als ein Drittel auf 2675 angestiegen. Flammer betonte: „Die duale Berufsausbildung ist das ideale Fundament für jede berufliche Karriere.“ Das große Angebot an offenen Ausbildungsplätzen biete Chancen. „Deshalb ist die umfassende Berufsorientierung für alle Schülerinnen und Schüler nicht nur in Hessen ein Muss.“

Hierfür setzen die hessischen Kammern verstärkt auf die Begegnung der jungen Menschen mit der Arbeitswelt und Praxis. So entsenden sie Auszubildende als Botschafter, helfen Schulen beim berufsorientierten Unterricht und unterstützen Unternehmen, Praktika zu gestalten.Die mehr als 400.000 IHK-Mitgliedsunternehmen stellen rund 60 Prozent aller Ausbildungsplätze in Hessen.

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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