19-Jähriger und drei Beifahrer verletzt

Unfall an Bahnübergang: Regionalzug entgeht nur knapp Kollision

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Otzberg - Zu spät bemerkt ein 19-jähriger Autofahrer, dass der Bahnübergang am Bahnhof Lengfeld schon geschlossen ist: Nach einer Vollbremsung schleudert sein Fahrzeug über die Gleise und kommt auf einem Bahnsteig zum Stehen. Der Fahrer und seine drei Beifahrer werden nur leicht verletzt.

Nach ersten Ermittlungen soll der 19-Jährige am Dienstagabend mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Habitzheimer Straße in Richtung Bahnhof Lengfeld unterwegs gewesen sein, als er gegen 22.15 Uhr zu spät den geschlossenen Bahnübergang bemerkte und eine Vollbremsung einleitete, wie die Polizei mitteilt.

Der Fahrer versuchte noch, nach links auszuweichen, doch sein Auto durchbrach zunächst eine Baustellenabsperrung, überfuhr mehrere Begrenzungspfosten, überquerte das Gleis und schleuderte in das Fußgängergeländer auf der gegenüberliegenden Seite. Sowohl er als auch seine drei Beifahrer konnten sich selbstständig aus dem Auto befreien. Bei dem Aufprall sind sie nur leicht verletzt worden.

Fotos: Autofahrer stößt mit U-Bahn zusammen

Ein sich nähernder Regionalzug musste eine Notbremsung einleiten. Nur aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit konnte der Lokführer eine Kollision mit dem Fahrzeug verhindern. Im Zug selbst wurde glücklicherweise niemand verletzt. Den “Fremdschaden“ schätzt die Polizei auf etwa 17.000 Euro. Bis Mitternacht musste die Bahnstrecke gesperrt werden; dies führte zu zwei Verspätungen. Dem 19-Jährigen drohe nun ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr. (nl/tvd)

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