Corona-Pandemie

Beim Schnelltest erweisen sich viele Positiv-Ergebnisse als negativ - So hoch ist Quote im Kreis Fulda

Wenn ein Corona-Schnelltest ein positives Ergebnis anzeigt, muss das nicht immer stimmen. (Symbolbild)
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Wenn ein Corona-Schnelltest ein positives Ergebnis anzeigt, muss das nicht immer stimmen. (Symbolbild)

Der Schnelltest ist positiv – und zieht einen PCR-Test nach sich. Der deckt oft auf, dass dieses Ergebnis falsch war. Das RKI meldet, dass 40 bis 50 Prozent der einen positiven Befund anzeigenden Schnelltests falsch-positiv sind. 

Fulda -  Das RKI stützt sich dabei auf die Ergebnisse einer Sonderbefragung von Laboren. Die Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) nennen ähnliche Zahlen: Ihr Vorstandschef Michael Müller sprach jüngst von einem Anteil von 30 bis 50 Prozent falsch-positiver Corona*-Schnelltests. Die Zahl schwanke allerdings und sei abhängig von der Qualität der verwendeten Tests und der Probenentnahme, von der Testsituation sowie davon, ob Menschen mit oder ohne Symptome getestet würden. Fakt ist: Relativ viele Menschen stellen sich trotz eines positiven Schnelltests beim genaueren PCR-Test als nicht infiziert heraus*.

Im Landkreis Fulda* wurden seit 7. März in den Testzentren nach Angaben des Landratsamts 200.000 Tests durchgeführt. Davon waren 1025 positiv. Die Zahl der Tests ist kontinuierlich gestiegen. Derzeit werden pro Tag rund 4500 Tests durchgeführt. Die Zahl der Positiv-Tests ist dabei eher rückläufig. Der Anteil der positiven Schnelltests, die sich im genaueren PCR-Test als negativ erweisen, liegt nach Angaben des Kreises bei etwa 10 Prozent. Das bedeutet bei 4500 Tests täglich und einer Positiv-Quote von 0,22 Prozent: Jeden Tag wird mindestens ein Mensch im Kreis Fulda bei einem Schnelltest positiv getestet, obwohl er es gar nicht ist. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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