Polizeieinheiten erhalten G36-Sturmgewehre

Besserer Schutz für die Terrorabwehr

Wiesbaden - Hessens Polizei wird für die Terrorabwehr mit einer besseren Schutzausrüstung und durchschlagkräftigeren Waffen ausgerüstet.

Die Standard-Maschinenpistole der Einsatzkräfte soll schrittweise durch ein leistungsstärkeres Gewehr ersetzt werden, wie das Innenministerium in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte. Es laufe derzeit ein Vergabeverfahren mit verschiedenen Anbietern für die Anschaffung von 1500 Waffen, hieß es gestern. Die Gewehre sollen im Laufe des nächsten Jahres zum Einsatz kommen. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ darüber berichtet.

Eine stärkere Rolle bei der Terrorabwehr sollen nach dem Zeitungsbericht auch die sechs sogenannten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) der Polizei spielen. Die Einsatzkräfte seien mit zusätzlich 130 G36-Sturmgewehren ausgestattet worden. Diese besonders geschulten Polizisten sollen bei einer akuten Terror- oder Bedrohungslage als eigenständig agierende Interventionseinheit landesweit eingesetzt werden können. Die Einheiten verfügen auch über eine ballistische Schutzausstattung, die auch einem Schuss aus einer großkalibrigen Waffe wie dem Sturmgewehr Kalaschnikow standhält.

Im Jahr 2017 hat das Land Hessen rund 51 Millionen Euro in neue Fahrzeuge, Dienst- und Schutzbekleidung sowie Dienstwaffen investiert. Im Doppelhaushalt 2018/2019 stehen für Fahrzeuge und Geräte weitere 136,7 Millionen Euro zur Verfügung. Knapp 19 Millionen Euro davon entfallen auf neue Dienst- und Schutzbekleidung. Hinzu kommen zusätzliche drei Millionen Euro für die Ausstattung von Spezial- und operativen Einheiten. (dpa)

Polizeibeamte müssen belastbar sein

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion