Am Telefon

Betrug mit falschen Polizisten hat deutlich zugenommen

Frankfurt/Wiesbaden - Betrügereien per Telefon mit dem sogenannten Polizisten-Trick haben in Hessen deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden 462 Fälle angezeigt, bei denen angebliche Ordnungshüter vor allem zu älteren Menschen Kontakt aufnahmen, um sie um Geld oder Wertsachen zu betrügen.

In 392 Fällen waren sie nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamts (LKA) in Wiesbaden erfolgreich und ergaunerten dabei insgesamt mehr als 1,6 Millionen Euro. In den meisten Fällen konnten die Betrüger nicht dingfest gemacht werden - die Aufklärungsquote habe bei 26,2 Prozent gelegen. Ein Jahr zuvor konnte laut LKA immerhin mehr als jeder dritte Fall gelöst werden. Damals versuchten in 219 Fällen Betrüger als Polizisten ihr Glück bei ihren Opfern; in 161 Fällen mit Erfolg. Die Beute war auch 2016 mit insgesamt 1,5 Millionen Euro hoch. Insgesamt gab es nach Angaben der Ermittler im vergangenen Jahr in Hessen 1854 Fälle, in denen Betrüger per Telefon Kontakt zu ihren Opfern aufnahmen - sei es als angeblich in Not geratenes Familienmitglied, als angeblicher Handwerker, Lieferservice, Glücksbote einer gewonnenen Ferienreise oder Polizisten. Mit einem Gesamtschaden von mehr als 6,8 Millionen Euro wurde auch hier ein Anstieg verzeichnet: Ein Jahr zuvor hatte es laut Landeskriminalamt 1513 Fälle von Telefonbetrug und einen Schaden in Höhe von mehr als 3,8 Millionen Euro gegeben. (dpa)

Polizeibeamte müssen belastbar sein

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