Gegen einen Baum gekracht

Mutter (31) und Tochter (5) sterben bei Autounfall

Bild vom demolierten Auto in Biebesheim. 

Biebesheim - Tragischer Unfall in Südhessen: Eine 31 Jahre alte Mutter und ihre fünfjährige Tochter sind in Biebesheim im Kreis Groß-Gerau bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Die 31-Jährige war am Dienstag mit ihrem Wagen gegen einen Baum gefahren, wie die Polizei in Darmstadt am Mittwochmorgen berichtete. Spaziergänger hatten die Rücklichter des Fahrzeugs gegen 21 Uhr am Abend bei einsetzender Dunkelheit im Gebüsch entdeckt. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nichts mehr für die beiden Insassen tun. Wann sich der Unfall ereignete, war laut Polizei derzeit noch unklar. Die Unfallstelle befand sich auf dem Weg zwischen Sportplatz Biebesheim und dem Campingplatz in Höhe der sogenannten Allmenteiche. Das Fahrzeug war auf dem Zufahrtsweg gegen den Baum gekracht. Konkrete Hinweise auf die Unfallursache liegen noch nicht vor. Zur Rekonstruktion wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Polizeistation Gernsheim (Tel.: 06258/93430) sucht zudem Zeugen, die zum Unfallhergang und zum Zeitpunkt des Unfalles Angaben machen können. (dpa/dr)

Crash-Test mit Radfahrer: Das passiert beim Aufprall

2012 gab es in Deutschland 74.961 Unfälle mit Radfahrern und Personenschaden. Dabei wurden 417 Menschen getötet, 14.496 schwer verletzt und 64.835 leicht verletzt. Innerorts ist jeder vierte Getötete im Straßenverkehr ein Radfahrer. 54 Prozent der getöteten Radfahrer waren über 65 Jahre alt.

Es ist nur ein Blick, doch falls Autofahrer diesen Schulterblick vergessen, sind die Folgen oft dramatisch. Radfahrer haben selbst bei Tempo 20 keine Chance, wenn ein Autofahrer sie beim Abbiegen übersieht. Was beim Aufprall passiert, zeigt jetzt die Unfallforschung der Versicherer (UDV) bei einem Crashtest.

Rechtsabbiegende Autos sind für geradeausfahrende Radfahrer besonders gefährlich, so das Ergebnis der UDV-Studie. Eine Unfallart, die fast ausschließlich vom Autofahrer verursacht wird und in 80 Prozent der Fälle mit Verletzten endet.

In 90 Prozent hatten die Autofahrer Schuld am Crash.

Häufigste Fehler der Autofahrer: Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt und Einfahren in den fließenden Verkehr.

Häufigste Fehler der Radfahrer: falsche Fahrbahn oder falsche Straßenseite, Alkohol und Einfahren in den fließenden Verkehr.

Schulterblick und bei schlechter Sicht mehrmals zu schauen - das allein könnten, laut der Studie, Fahrradunfälle verhindern.  

Auch Radfahrer sollten zur eigenen Sicherheit auch auf Vorfahrtsrecht verzichten.

Wenn's kracht, verletzten sich Radfahrer an Beinen und Armen. Teilweise gibt es ganz schwere Brustkorbverletzungen, dabei wird dann die Lunge eingedrückt. Und das ist lebensbedrohlich. In jedem vierten Fall kommt es auch zu einer schweren Kopfverletzung, insbesondere dann, wenn der Radfahrer keinen Helm getragen hat.

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