Prominente Todesfälle aus Hessen im Jahr 2013

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Walter Wallmann: Die Nachricht vom Tod des früheren hessischen Ministerpräsidenten kommt am Tag der Landtagswahl im September. Kurz vor seinem 81. Geburtstag stirbt Wallmann, der schwer krank war und sich schon länger aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Der frühere Frankfurter OB und einstige Bundesumweltminister hatte von 1987 bis 1991 als erster CDU-Ministerpräsident in Hessen regiert und so die jahrzehntelange Vormachtstellung der SPD gebrochen.
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Fritz Rau hat zahlreiche internationale Stars auf deutsche Bühnen geholt - unter anderem die Rolling Stones, Jimi Hendrix, Madonna, Eric Clapton und Bob Dylan. Er promotete aber auch viele deutsche Musikgrößen wie Udo Lindenberg oder Peter Maffay. Insgesamt organisierte er um die 6000 Konzerte. Im August stirbt der legendäre Konzertveranstalter im Alter von 83 Jahren in Kronberg im Taunus.
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Rosemarie Fendel: Der Tod der 85-Jährigen löst im März Trauer aus. Die aus zahlreichen Film- und TV-Produktionen bekannte Schauspielerin stirbt nach kurzer schwerer Krankheit in ihrem Haus in Frankfurt. Die Mutter von Schauspielerin Suzanne von Borzody spielte unter anderem in der Literaturverfilmung "Trotta" (1972) und den Komödien "Ödipussi" (1988) und "Schtonk" (1992) mit.
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Wolfgang Frank: Er gilt als Lehrmeister von Dortmund-Trainer Jürgen Klopp (Foto rechts) und war ein Fußballcoach mit Visionen. Als erster Trainer führte Wolfgang Frank (Foto links) im deutschen Profifußball die Viererabwehrkette ein. Den Krebs konnte er nicht besiegen. Im Alter von 62 Jahren stirbt Frank Anfang September. Trainiert hatte er in seiner langen Karriere unter anderem Kickers Offenbach und Mainz 05, wo Klopp damals spielte.
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Elmar Gunsch: Der Fernsehmoderator und Rundfunksprecher stirbt Anfang Januar in Frankfurt an den Folgen eines Sturzes. Er wird 81 Jahre alt. Berühmt machte ihn vor allem seine samtig-sonore Stimme. Unter anderem war er zwischen 1978 und 1986 der "Wetterfrosch" im ZDF. Außerdem wirkte er als Sprecher bei Hörspielen und Hörbüchern mit, etwa beim "Dschungelbuch".
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Herbert Günther: Der ehemalige hessische Justiz- und Innenminister Herbert Günther stirbt im August im Alter von 84 Jahren in Wiesbaden. Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel und der nordhessische Bezirksvorsitzende Manfred Schaub würdigen Günther als "herausragenden Sozialdemokraten, der stets die Herzen der Menschen erreicht hat".
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Paul Kuhn: Er stammte ursprünglich aus Wiesbaden, während eines Kuraufenthalts im nordhessischen Bad Wildungen stirbt Kuhn im September. Der beliebte Sänger, Jazz-Pianist und Bandleader wird 85 Jahre alt. Er wurde mit Liedern wie "Es gibt kein Bier auf Hawaii" und als Bandleader großer Rundfunk-Unterhaltungsorchester wie dem des damaligen Senders Freies Berlin (SFB) berühmt. Bekannt war er auch als der "Mann am Klavier".
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Jakob Arjouni: Der Schriftsteller erfand die Figur des Frankfurter Privatdetektivs Kemal Kayankaya. Nach einer schweren Krebserkrankung stirbt er im Januar im Alter von 48 Jahren in Berlin. Mit Anfang 20 hatte der gebürtige Frankfurter sein erstes Buch - "Happy birthday, Türke!" geschrieben. Es wurde zum Bestseller und zur Vorlage eines Kinofilms.
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Marcel Reich-Ranicki: Der berühmte und bisweilen auch berüchtigte Literaturkritiker stirbt im September im Alter von 93 Jahren in Frankfurt. Einem breiten Publikum war er vor allem durch die ZDF-Sendung "Das Literarische Quartett" bekanntgeworden, die er fast 14 Jahre moderierte. Bei einer bewegenden Feier in Frankfurt nehmen Freunde und Angehörige Abschied vom scharfzüngigen und vielfach mit Preisen geehrten Reich-Ranicki, der auch "Literaturpapst" genannt wurde.

Im Jahr 2013 hieß es Abschied nehmen von Deutschlands wohl berühmtestem Literaturkritiker und einem früheren hessischen Ministerpräsidenten.

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