Rettungsgasse dicht – kein Verwarngeld

Blockierer kommen ungestraft davon

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So sieht sie aus: Die Rettungsgasse.

Kassel - Blockierte Rettungsgassen nach einem Unfall auf der Autobahn 7 bei Kassel bleiben ohne juristische Folgen. Nach Angaben der Polizei gibt es bisher keine Anzeigen gegen Autofahrer, die Ende Februar dort Rettungswege versperrt hatten.

Ein Sprecher der Kasseler Berufsfeuerwehr sagte, man habe weder Zeit noch Ressourcen für Anzeigen gehabt. Bei dem Unfall auf der Autobahn 7 hatten Polizei und Rettungsdienste die Unfallstelle nur nach einem zwei Kilometer langen Fußweg erreicht. Um gegen die Autofahrer vorzugehen, hätte deren Identität festgestellt werden müssen, sagte Matthias Mänz, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Das sei schwierig gewesen, weil die Rettung oberste Priorität gehabt habe. Zudem sei nicht eindeutig, ob die Bildung einer Rettungsgasse aufgrund einer Baustelle möglich war.

Anders ging ein Fall in Südhessen aus: Mit 20 Euro Bußgeld müssen Autofahrer rechnen, die im März auf der Autobahn 5 bei Weiterstadt eine Rettungsgasse blockiert hatten. Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten Fotos gemacht und diese später der Polizei übergeben. Angeschrieben werden die Halter der Fahrzeuge von der zentralen Bußgeldstelle in Kassel. In einigen wenigen Fällen könnte es laut Polizei aber auch sein, dass Autofahrer mit 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen müssen, sollten sie Rettungsfahrzeugen hinterhergefahren sein. (dpa)

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