Studie der Landes-Agentur

Brexit trifft Hessens Firmen hart

Frankfurt - Der geplante Brexit verunsichert zunehmend die hessischen Unternehmen. Fast zwei Drittel erwarten bei einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen und Übergangszeit mit Brüssel negative Folgen für ihr Geschäft. Das zeigt eine Studie der Hessen-Agentur der Landesregierung.

Im Vorjahr hatte nur knapp jede zweite Firma Sorgen vor einem „harten Brexit“ geäußert. Hessen sei vom Brexit besonders betroffen, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in Frankfurt. Großbritannien sei der fünftwichtigste Handelspartner des Bundeslands, umgekehrt unterhielten etwa 350 britische Firmen Standorte in Hessen.

Laut der Studie sind die Sorgen deutlich gewachsen, da die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über die Wirtschaftsbeziehungen stocken. So ist der Anteil hessischer Unternehmen, die Angst vor einer starken oder sehr starken Entfernung der Briten von Europa haben, von 16 auf 37 Prozent gestiegen.

Brexit: Durchbruch ebnet Weg in Verhandlungsphase zwei

„Es ist belastend für Unternehmen und Arbeitnehmer, dass die Wirtschaft zehn Monate vor dem Brexit noch immer nicht weiß, was im Endeffekt auf sie zukommt“, sagte Wolfram Wrabetz, Vizepräsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertags. (dpa)

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