Auch Durchsuchungen in Offenbach

Großeinsatz der Polizei: Internationaler Fälscherring zerschlagen

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Die Bundespolizei vollstreckte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt elf Durchsuchungsbeschlüsse im Rhein-Main-Gebiet.

Frankfurt/Offenbach/Maintal - Gemeinsam zerschlagen die Bundespolizei und ihre britischen Kollegen einen deutsch-afrikanischen Fälscherring. Die Täter sollen gefälschte Ausweisdokumente verkauft haben.

Die Bundespolizei vollstreckte am heutigen Donnerstag im Auftrag der Frankfurter Staatsanwaltschaft elf Durchsuchungsbeschlüsse in Frankfurt, Offenbach, Maintal und Mainz. Zeitgleich durchsuchten die britischen Behörden in London ebenfalls zwei Wohnungen. Die Durchsuchungen richteten sich gegen eine deutsch-afrikanische Tätergruppierung die in mindestens 19 Fällen banden- und gewerbsmäßig gefälschte oder abhanden gekommene Ausweisdokumente aus europäischen Staaten beschafft und diese an unerlaubt aufhältige, afrikanische Staatsangehörige verkauft haben soll.

Die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass die Dokumente dazu genutzt werden, um sich bei verschiedenen Ämtern und Institutionen, wie zum Beispiel dem Einwohnermeldeamt, der Rentenversicherung oder dem Job Center anzumelden, um eine scheinbar legale Arbeitsaufnahme zu ermöglichen.

Von den daraus erwirtschafteten Arbeitslöhnen soll die Tätergruppe 45 Prozent für sich einbehalten haben. Der von den Tätern erwirtschaftete Gewinn dürfte nach Polizeiangaben im sechsstelligen Bereich liegen. Nach den bisherigen Ermittlungen hat einer der Hauptlieferanten der gefälschten oder abhanden gekommenen Ausweisdokumente seinen Sitz in London. Die deutschen und britischen Polizei- und Justizbehörden arbeiten in diesem Fall eng zusammen, tauschen Erkenntnisse aus und stimmen ihre Maßnahmen miteinander ab. Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, das noch ausgewertet werden muss.  

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Außerdem trafen die Bundespolizisten drei Personen an, deren Aufenthalt beziehungsweise Identität noch ungeklärt ist. Die Ermittler nahmen die Personen fest. Die Ermittlungen dauern noch an. An der Aktion waren insgesamt 165 Beamte beteiligt. "Da das Verbrechen keine Grenzen kennt, müssen Polizei und Justiz auf europäischer Ebene eng zusammenarbeiten. Mit Erfolg, wie dieser Fall mal wieder aufzeigt", sagt Hans-Peter Schneider, Leiter der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach. (eps)

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