Covid-19

Corona-Variante B.1.1.7 erstmals in Hessen nachgewiesen

Die Corona-Variante B.1.1.7 wurde jetzt erstmals in Hessen nachgewiesen. Ein Mann hat sich bei einem Reiserückkehrer aus Großbritannien angesteckt.

  • In Hessen ist erstmals die Corona-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden.
  • Das teilt das hessische Sozialministerium am Mittwoch (13.01.2021) mit.
  • Die infizierte Person liegt in einer Klinik in Hessen auf der Intensivstation.

Frankfurt – Am Dienstag (12.01.2021) wurde erstmals bei einem Mann aus Hessen die mutierte Variante B.1.1.7 des Coronavirus* nachgewiesen. Das teilt das hessische Sozialministerium mit. Er wird derzeit in einer hessischen Klinik intensivmedizinisch behandelt. „Die Ansteckung erfolgte durch den direkten Kontakt zu einer Person, die aus Großbritannien nach Deutschland eingereist war“, heißt es in der Mitteilung.

Corona-Variante B.1.1.7 in Hessen: Kontaktperson von Reiserückkehrer infiziert

Zunächst sei die Person aus Großbritannien nach der Ankunft in Deutschland negativ auf das Coronavirus getestet worden und auch symptomfrei gewesen. Laut der Mitteilung traten erst in den Tagen nach seiner Ankunft erste Symptome auf, gleiches passierte bei der Kontaktperson aus Hessen. Die behandelnde Klinik habe eine Probe an das Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt geschickt. Daraus wurde die mutierte Virus-Variante isoliert. Die Charité in Berlin hat den Nachweis der Corona-Variante bereits bestätigt. Die Viruslinie B.1.1.7 wurde in Großbritannien am 20. September bei einer engmaschigen Routine-Überwachung des Virus entdeckt und hat sich dann sehr stark ausgebreitet.

Die Corona-Variante B.1.1.7 ist erstmals in Hessen nachgewiesen worden. (Symbolbild)

Corona-Variante B.1.1.7 in Hessen: Appell von Gesundheitsminister Klose

„Der Fall zeigt noch einmal, wie wichtig es ist, die Quarantänemaßnahmen einzuhalten. Die Tests nach der Einreise sind wichtig, den größten Schutz vor einer Infektion bietet aber die Quarantäne“, sagt der hessische Gesundheitsminister Kai Klose und forderte gleichzeitig auf, auf vermeidbare Auslandsreisen zu verzichten.

Die in Frankfurt vorgenommene Isolierung des Virus ermöglicht nun, dass die Variante B1.1.7 näher untersucht werden kann. Insbesondere ist immer noch nicht bewiesen, ob diese Variante infektiöser ist. „Ich gehe davon aus, dass wir vielleicht bis Mai ganz klare experimentelle Evidenz haben, ob das Virus nun gefährlicher ist, oder nicht“, sagt Christian Drosten, Virologie-Direktor an der Charité im NDR-Podcast. Weitere Erkenntnisse könnte er nun aus Hessen bekommen. (esa/kke) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa-bildfunk

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