Sars-CoV-2

Coronavirus in Hessen: Musiker planen Balkonkonzert - Gemeinsam gegen Corona

In Hessen startet das Abitur trotz der Coronakrise. In Kassel wird es ein Balkonkonzert geben, weil es wegen des Coronavirus Einschränkungen gibt. 

  • Erster Todesfall durch Coronavirus in Hessen
  • Hessen schließt Kinos, Kneipen, viele Geschäfte und Spielplätze
  • In unserem neuen News-Ticker finden Sie alle aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Hessen

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Coronavirus in Hessen: Gemeinsam gegen das Corona – Musiker planen Balkonkonzert

+++10.20 Uhr: Mit gemeinsamer Musik gegen die Isolation in Quarantäne wegen des Coronavirus in Hessen. Es gehen Videos von Balkonkonzerten um die Welt, wie insbesondere in Italien die Menschen gemeinsam auf ihren Balkonen musizieren und singen. Auch in Kassel wollen Musiker sich jetzt zu einem Balkon- und Fensterkonzert zusammenschließen *, um die Stimmung während Corona ein wenig zu heben. 

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Die Abiturprüfungen in Hessen im Corona-Krisenmodus beginnen 

+++09.55 Uhr: Die Gesundheitsbehörden haben den schriftlichen Abiturprüfungen das „Go“ gegeben. Diese Entscheidung wird jeden Tag neu geprüft. Die Prüfungen sollen bis zum 2. April andauern. 

Zwei Schulen in Oberursel haben die Abiturprüfungen vorerst verschoben. Grund ist eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Nachschreibetermine werden voraussichtlich nach Ostern stattfinden, teilte der Hochtaunuskreis am Mittwochabend mit.

+++ 08.04 Uhr: Ab dem heutigen Donnerstag (19.03.2020) finden die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen finden statt. Das Kultusministerium hatte am gestrigen Mittwoch (18.03.2020) die Durchführung der Prüfungen trotz des Coronavirus* beschlossen. „Auch wenn die aktuelle Lage unsere Abiturientinnen und Abiturienten vor große Herausforderungen stellt, wollen wir ihnen nicht die Chance nehmen, an den Prüfungen teilzunehmen“, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). 

Die Prüfungsgruppen sollen so klein wie möglich sein und gewisse Abstände zwischen den Prüflingen müssen ebenfalls eingehalten werden. Da kein regulärer Schulbetrieb stattfindet, gibt es laut Staatskanzlei Hessen genug Lehrer und Räume, um die Schülerinnen und Schüler aufzuteilen.

Coronavirus in Hessen: Bürgermeister rät zur Isolation 

+++ Donnerstag, 19.03.2020, 06.13 Uhr: Der Bürgermeister des Orts Mengerskirchen (Limburg-Weilburg) hat wegen sechs neuen Corona-Fällen die Einwohner dringend darum gebeten, persönliche Kontakte zu vermeiden. 

Es handele sich dabei nach Informationen der „hessenschau“ nicht um eine Ausgangssperre, sondern eine eindringliche Bitte. Nach Informationen von „FFH“ fuhren am gestrigen Abend Lautsprecherwagen durch den Ort, durch den die Menschen angeordnet wurden, zu Hause zu bleiben. 

Coronavirus in Hessen: Drastische Worte von Hanaus OB – „Hamsterkäufe sind asozial“

+++ 19.55 Uhr: „Wer panisch seinen Einkaufswagen vollpackt, handelt nicht nur sinnfrei und verantwortungslos, sondern schadet auch der Gemeinschaft.“ Mit diesen Worten hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Presserklärung das Kaufverhalten verschiedener Bürger kritisiert. Und er bringt seine Meinung mit drastischen Worten auf den Punkt: „Hamsterkäufe sind asozial“, so Kaminsky.

Der Wahnsinn sei, so der OB, dass durch Hamsterkäufe erst die eigentlichen Probleme entstünden und manche Artikel zeitweise ausverkauft seien. Leere Regale seien kein Ausweis einer unzureichenden Versorgungslage, sondern einer rational abgestimmten Logistik, die nicht so schnell auf ein völlig irrationales Verhalten von Verbrauchern reagieren könne. Supermärkte und Discounter würden nach einem ausgefeilten System und aufgrund jahrelanger Erfahrungswerte quasi „just in time“ beliefert. Wenn nun plötzlich aus welchen Gründen auch immer kurzfristig die Nudelregale leergekauft werden, könne man nicht von heute auf morgen einen „Nudellaster“ auf die Reise schicken.

„Es gibt keinen Grund, Angst davor zu haben, dass Menschen in Deutschland wegen der Corona-Krise hungern müssen oder nicht genügend Papier für den Allerwertesten haben“, sagt Kaminsky, der sich über das Verhalten mancher Zeitgenossen nur wundern kann. Deutschland sei Dank seiner leistungsfähigen Landwirtschaft in der Lage, sich selbst zu versorgen. Abgesehen davon habe die Bundesrepublik riesige Lagermengen zum Beispiel an Grundnahrungsmitteln, auf die bisher selbst in schwierigsten Situationen in Deutschland noch nie zurückgegriffen werden musste.

Coronavirus in Hessen: Radklassiker am 1. Mai abgesagt – Abitur findet statt

+++ 19.40 Uhr: Mit Lautsprecherdurchsagen hat die Polizei in Mainz am Mittwochabend darauf hingewiesen, dass Spielplätze nicht mehr genutzt werden dürfen. So haben gegen 17.30 Uhr im Goethepark etwa 50 Personen in mehreren Gruppen die unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten ausgeübt. Auf dem Spielplatz in der Corneliusstraße in der Mainzer Neustadt hielten sich insgesamt etwa 20 Personen auf. Alle Personen haben laut Polizei nach der AUfforderung die Spielplätze verlassen. 

+++ 17.33 Uhr: Jetzt gibt es auch die offizielle Bestätigung der hessischen Staatskanzlei. Das Abitur in Hessen wird stattfinden. Das hat die Staatskanzlei auf Twitter mitgeteilt. „Das Landesabitur findet statt. Hessens Schulen sind trotz Corona gut gerüstet. Ziel der getroffenen Maßnahmen ist der effektive und umfassende Schutz aller Schülerinnen und Schüler sowie der mit der Aufsicht betrauten Lehrkräfte“, heißt es in dem Tweet. 

+++17.24 Uhr: Der Oberbürgermeister Peter Feldmann hat heute (18.03.2020) die Spitzenvertreter der Frankfurter Wirtschaft getroffen. Vertreten waren die Agentur für Arbeit, die IHK, die Handelskammer Rhein-Main, die DGB und der Arbeitgeberverband. 

Feldmann hat das Land Hessen und die Bundesregierung dazu aufgefordert, die Zuständigkeiten für Wirtschaftshilfen klar zu ordnen. „Es ist gut, dass erste Sofortmaßnahmen angekündigt wurden - es muss jetzt aber schnell klargemacht werden, wer welche Ausfälle übernimmt“, sagte das Stadtoberhaupt. 

Es müsse geklärt werden, wer Ausfälle von geschlossenen Betrieben übernimmt, oder von Mitarbeitern, die in Quarantäne sind. Außerdem muss festgelegt werden, wie die Grundversorgung sichergestellt wird, wenn Mitarbeiter von Infrastruktur-relevanten Betrieben beispielsweise wegen der Kinderbetreuung ausfallen. 

Einig war sich die Runde außerdem darin, dass ein Infoblatt für Betriebe erstellt werden soll, wie sie sich in der jetzigen Lage verhalten sollen. Alle am Gespräch beteiligten Institutionen haben auf ihren Webseiten frei zugängliche und stetig aktualisierte Informationen zu den aufgrund der Coronavirus-Pandemie auftretenden Herausforderungen.

Coronavirus in Hessen: Stadt Frankfurt schließt die Trauerhallen 

+++17.08 Uhr: Die Stadt Frankfurt schließt die Trauerhallen. Ab Donnerstag (19.03.2020) sind nun auch die Trauerhallen auf den Friedhöfen in Frankfurt wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Ziel ist auch hier der Schutz der Menschen und die Vermeidung zu schneller und weitreichender Übertragung des Virus. Dennoch finden auf allen Friedhöfen weiterhin alle Trauerfeiern statt. Sie sollen im Freien und mit maximal zwanzig Trauergästen gefeiert werden.

Bad Homburg verbietet Ansammlungen von mehr als fünf Personen 

+++16.57 Uhr: Die Stadt Bad Homburg verbietet seit gestern (17.03.2020) Ansammlungen von mehr als fünf Personen auf öffentlichen Plätzen und in Parks.

Betroffen davon sind die Schlossgarage, der Marktplatz, der Waisenhausplatz, der Kurhausvorplatz, der Kurhausgarten, der Rathausplatz, der Bahnhofsvorplatz und der Gunzoplatz sowie der Kur- und Jubiläumspark.

+++16.49 Uhr: Immer mehr Richter in Hessen sagen geplante mündliche Verhandlungen ab. Landesweite Absagen von mündlichen Verhandlungen sind nach Angaben des Wiesbadener Justizministeriums grundsätzlich nicht möglich. Das liegt an der richterlichen Unabhängigkeit. Jeder Richter entscheidet selbst, ob er verhandelt oder nicht.

Dringende Haft-Angelegenheiten werden in der Regel weiter verhandelt. Verfahren ohne mündliche Verhandlungen, Klagen und Schriftsätze werden ganz normal bearbeitet und finden statt. Es solle ein Teil dazu beigetragen werden, das Coronavirus nicht weiter in Hessen zu verteilen.

Coronavirus in Hessen: 547 nachgewiesene Fälle von SARS-CoV-2

+++16.33 Uhr: Das Hessische Ministerium für Soziales und Immigration bestätigt heute (18.03.2020, Stand: 14.00 Uhr) insgesamt 547 SARS-CoV-2 Fälle in Hessen

  • Bergstraße: 25
  • Darmstadt (Stadt): 8
  • Darmstadt-Dieburg: 13
  • Frankfurt: 83
  • Fulda: 42
  • Gießen: 27
  • Groß-Gerau: 21
  • Hersfeld-Rotenburg: 12
  • Hochtaunuskreis: 28
  • Region Kassel: 26
  • Lahn-Dill-Kreis: 16
  • Limburg-Weilburg: 12
  • Main-Kinzig-Kreis: 32
  • Main-Taunus-Kreis: 18
  • Marburg-Biedenkopf: 23
  • Odenwaldkreis: 8
  • Offenbach (Landkreis): 26
  • Offenbach (Stadt): 4
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 19
  • Schwalm-Eder-Kreis: 32
  • Vogelsbergkreis: 9
  • Waldeck-Frankenberg: 18
  • Werra-Meißner-Kreis: 1
  • Wetteraukreis: 13
  • Wiesbaden (Stadt): 8
  • In einigen Regionen sind die Zahlen geringer, als zu einem früheren Zeitpunkt bestätigt. Das liegt daran, dass das Sozialministerium ab sofort in dem Tagesbericht nur noch diejenigen Zahlen des Landesprüfungsamts und des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht, die bis Fristende über den

    gesetzlich festgelegten Meldeweg

    erfolgt sind. Das Ministerium teilt mit, dass bisher auch telefonisch Daten übermittelt wurden. Durch die Eingabe in das System ergeben sich geringe Abweichungen und Verzögerungen. 

    Aus diesem Grund erscheint auch der am 17. März in Wiesbaden verstorben Patient noch nicht in der heutigen Übersicht. 

    In wenigen Tagen soll die Verzögerung aufgeholt und die Zahlen somit wieder aktuell sein. 

    +++16.01 Uhr: Seit Montag (16.03.2020) herrscht in den Schulen in Hessen keine Schulpflicht mehr und viele Kindergärten bleiben wegen des Coronavirus geschlossen. Nun reagieren die Städte Wiesbaden und Bensheim darauf und setzen die Beiträge für Betreuungsangebote aus.

    Darunter zählen in Wiesbaden die Angebote von Kitas, öffentlich geförderter Kindertagespflege, der Grundschulen und Grundschulkinderbetreuung. In einer Mitteilung der Stadt heißt es, der Beschluss gelte sowohl für städtische Einrichtungen, als auch für Einrichtungen in freier Trägerschaft. 

    In Bensheim werden die Gebühren zunächst für den März ausgesetzt. Wie ein Sprecher der Stadt mitteilte, gelte dies für Kitas, die in städtischer Hand seien.

    In Hessen werden für die Betreuung in Kindergärten seit dem Kindergartenjahr 2018/2019 für Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt für sechs Stunden am Tag keine Gebühren erhoben. Für eine Betreuung über diesen Zeitraum und das Alter des Kindes hinaus sind Gebühren zu zahlen.

    Die Spargelsaison in Hessen hat begonnen - Auch hier gibt es Probleme durch das Coronavirus

    +++15.46 Uhr: In Hessen hat die Spargelsaison begonnen. Auch wenn es wegen der Corona-Krise in diesem Jahr keinen offiziellen Auftakt in die hessische Spargelsaison geben wird, gibt es in ein paar Tagen schon wieder den heimischen Spargel. Durch das Coronavirus ist dieses Jahr aber einiges schwieriger. 

    Die Spargelbauern in Hessen erwarten eine gute Ernte. Doch durch die Einschränkungen wegen des Coronavirus gibt es Probleme. 

    Rolf Meinhardt, der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen hat heute (18.03.2020) auf seinem Hof in Weiterstadt mit der Ernte begonnen. Doch er sieht große Probleme auf sich zukommen: Im Moment habe er 50 Erntehelfer. Für den Spargel brauche er aber 200 und noch einmal 150 für die Erdbeeren. Durch die Reisebeschränkungen fehlen jede Menge Saisonarbeiter aus Ost- und Südosteuropa. 

    Dabei sah es in diesem Jahr sehr gut für den Spargel aus. Die Spargelbauern erwarten eine gute Ernte, wissen aber nicht, wie sie das Gemüse von den Feldern bekommen sollen. Das nächste Problem wird die Abnahme sein. „Wir leben viel von Laufkundschaft“, sagt Meinhardt. Die Einschränkungen im Handel und in der Gastronomie könnten große wirtschaftliche Einbußen bedeuten.

    Hamsterkäufe sind in Hessen nicht nötig - Scharfe Kontrollen in  Drogerien

    +++15.15 Uhr: Unglaubliche Hamster-Geschichten in Hessen. Wegen des Coronavirus haben viele Menschen angefangen ihre Vorräte mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu füllen. Seit Montag (16.03.2020) beginnen die Geschäfte nun Verkaufsmengen zu limitieren, sodass zum Beispiel jeder nur noch zwei Päckchen Nudeln oder Toilettenpapier bekommt und genug für alle da ist. 

    Coronavirus in Hessen: Supermärkte limitieren die Ausgabe um Hamsterkäufe zu verhindern.

    Doch die Menschen werden kreativ, um die Limitierungen zu umgehen. Eine Frau aus Neu-Isenburg berichtete der FAZ, dass sich ein Mann in einer Drogerie zweimal an einer Kasse anstellte, um zwei weitere Päckchen Milchpulver zu kaufen. Die Kassiererin erkannte ihn aber wieder, verkaufte ihm nichts mehr und rief sogar noch eine Kollegin im benachbarten Markt an, um ihr den Hamsterkäufer zu beschreiben. 

    Einige Märkte in Frankfurt haben sogar Sicherheitskräfte angestellt, die den Einlass in die Läden kontrollieren. 

    Die Bundesregierung versichert, dass es keine Versorgungsengpässe in Deutschland gibt und Hamsterkäufe demnach unnötig sind. 

    Im Netz wird immer wieder zu Solidarität und Rücksichtnahme aufgerufen. Wenn keiner hamstert, ist genug für alle da. 

    Corona in Hessen: 18 positive Corona-Tests im Kreis Limburg-Weilburg 

    +++14.25 Uhr: Im Landkreis Limburg-Weilburg sind laut Landrat Michael Köberle 18 Personen positiv auf den Coronavirus getestet worden. Die Infizierten verteilen sich auf Mengerskirchen (6), Merenberg (3), Hünfelden (3), Dornburg (2), Elz (2), Bad Camberg (1) und Hadamar (1). 103 Menschen befinden sich im Landkreis derzeit in Quarantäne. 

    Der Landkreis bereitet zurzeit die Schulsporthallen in Weilburg (Hessen) für Unterstützungsleistungen vor. „Dies ist aktuell als reine Vorsichtsmaßnahme zu betrachten, um gegebenenfalls bei Bedarf schnell reagieren zu können“, so Landrat Köberle.

    Coronavirus in Hessen: Opel-Zoo geschlossen

    +++13.44 Uhr: So wie viele andere Einrichtungen in Hessen auch, ist der Opel-Zoo wegen der Coronavirus-Pandemie seit gestern (17.03.2020) für Publikum geschlossen. Da der Betrieb und die Versorgung der Tiere aber selbstverständlich weiterlaufen, verkündet der Zoo, dass nun häufiger Sonder-Newsletter veröffentlicht werden. 

    So sieht es seit Dienstag (17.03.2020) im Opel-Zoo im hessischen Kronberg nicht mehr aus. Wegen der Coronavirus-Pandemie bleiben die Tore geschlossen. 

    Unter dem Motto „Ihr Home-Opel-Zoo“ informiert der Zoo darin über Neuigkeiten, zeigt wie die Zoomitarbeiter mit der Situation rund um das Coronavirus umgehen und hat sogar eine spezielle Rubrik für Kinder, die im Moment keinen Unterricht in der Schule haben.

    In der Rubrik finden die Kinder kleine Rätsel oder mal ein Quiz und viel Wissenswertes über die Natur, Tiere und den Artenschutz.

    Coronavirus in Hessen: Verband befürchtet finanzielle Schieflage der Kommunen

    +++13.14 Uhr: Nach den Schulen und Kitas sind ab heute (18.03.2020) auch Geschäfte, Kneipen und Kulturräume zur Eindämmung des Coronavirus in Hessen geschlossen.

    Der Städte- und Gemeindebund in Hessen befürchtet, dass dadurch auch finanzielle Engpässe bei den hessischen Kommunen entstehen. "Dass es bei den Gewerbesteuern Einbrüche geben kann, ist ganz klar", sagte der Geschäftsführende Direktor, Karl-Christian Schelzke. 

    Gerade kleine Geschäfte kann die Zwangsschließung und die ausbleibende Kundschaft die Existenz kosten. Der Städte- und Gemeindebund fordert daher, dass Geld aus Fördertöpfen in die Kommunen fließt. 

    +++12.51 Uhr: Die Landeshauptstadt Wiesbaden gibt am Mittwoch (18.03.2020) wenige Informationen zum ersten Corona-Todesfall in Hessen bekannt. Es handelt sich um einen 68 Jahre alten Mann, der in Wiesbaden gewohnt habe.

    Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Gestern (17.03.2020) war bekannt geworden, dass der Mann an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben war. Zuvor wurde der Mann auf der Intensivstation einer Wiesbadener Klinik behandelt.

    Coronavirus in Hessen: Wiesbaden sagt das Pfingstreitturnier ab 

    +++12.31 Uhr: Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden sagt das Pfingstreitturnier ab, das in gut zehn Wochen hätte stattfinden sollen.  

    „Es war für uns eine sehr schwierige Entscheidung“, erklärt WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff. Die Gesundheit und Sicherheit der rund 60.000 Zuschauer, Partner, Reiter und des Vereins selbst steht im Vordergrund. 

    Aufgrund der aufwendigen Planung und um einen großen finanziellen Schaden zu vermeiden, musste die Entscheidung frühzeitig getroffen werden. Die Lage ist hochdynamisch und es kann keiner voraussagen, wie sich die Lage in Hessen weiter entwickeln wird. 

    Coronavirus in Hessen: Geister-Turnier kommt in Wiesbaden nicht in Frage 

    Natürlich hat der Vorstand des WRFC auch darüber gesprochen, das Pfingst-Turnier möglicherweise ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Das ist aber keine Option, wie der Veranstalter in seiner Pressemeldung erklärt. 

    „Ein leerer Park, leere Tribünen – das wäre nicht das Pfingst-Turnier, zumal für uns und unsere Partner das Turnier ohne Zuschauer auch finanziell nicht tragbar wäre“, erklärt die Präsidentin.

    Das Pfingstreitturnier in Wiesbaden wird nun 2021 ausgetragen.  Termin ist der 21. bis 24. Mai.

    Die Tickets von 2020 können einfach behalten werden, sie gelten automatisch für 2021. Auf Wunsch können sie natürlich auch zurückgegeben und der Ticketpreis erstattet werden.

    Immer mehr Sportveranstaltungen in Hessen fallen der Corona-Pandemie zum Opfer. 

    Hessen: Radrennen in Frankfurt wegen Coronavirus abgesagt

    +++12.07 Uhr: Der Frankfurter Radklassiker findet wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie geplant am 1. Mai statt. Die Veranstalter sagten das World-Tour-Rennen Eschborn-Frankfurt am Mittwoch ab und wollen nun die Möglichkeit einer Verlegung auf einen späteren Termin prüfen. 

    Der Frankfurter Radklassiker am 1. Mai abgesagt.

    Das Traditionsrennen musste 2015 schon einmal abgesagt werden. Damals verhinderte eine Terrorwarnung die Austragung. "Mit dieser Entscheidung leisten wir unseren Beitrag, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, denn der 1. Mai steht seit über 50 Jahren für den Fahrradfeiertag.

    Coronavirus in Hessen: Frankfurter Radklassiker abgesagt

    Aber derzeit ist ein unbeschwertes, gemeinsames Feiern des Fahrrades nicht möglich", begründete Renn-Chef Claude Rach die Entscheidung. Von der Absage der 59. Auflage des Profi-Rennens sind auch 17 weitere Veranstaltungen innerhalb des Rahmenprogramms betroffen. Die Organisatoren prüfen derzeit mit den zuständigen Behörden und dem Radsport-Weltverband UCI, ob und wann das Event im September oder Oktober dieses Jahres durchgeführt werden kann. (dpa)

    +++11.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am Mittwochabend (18.03.2020) mit einer Fernsehansprache an die Bürgerinnen und Bürger wenden. Die Ansprache wird in der ARD und im ZDF gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt. 
    Die neuesten bundesweiten Entwicklungen der Corona-Pandemie gibt es in diesem News Ticker. 

    +++10.53 Uhr: Der Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Frankfurt, Uwe Becker, ist seit gestern (17.03.2020) in häuslicher Quarantäne. Nachdem Friedrich Merz positiv auf das Coronavirus getestet wurde und Uwe Becker kurz vorher in direktem Kontakt mit ihm stand, begibt er sich vorsorglich in Quarantäne und führt seine Amtsgeschäfte im Homeoffice aus. 

    Anlass für den Kontakt zwischen Becker und März war ein Treffen der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands (KPV) am vergangenen Donnerstag. 

    Coronavirus in Hessen: DRK-Blutspendetermine finden statt

    +++10.27 Uhr: Obwohl wir uns in der aktuellen Situation in den meisten Fällen zuhause aufhalten und Veranstaltungen vermeiden sollen, bleiben doch ein paar wichtige Termine bestehen. Zum Beispiel die Blutspende. Die Blutspende-Aufrufe des DRK haben Anfang des Jahres glücklicherweise Früchte getragen. Nach einer längeren Pause spendeten rund um die Fastnachtszeit wieder mehr Menschen Blut.  Nun bleibt zu hoffen, dass durch die Corona-Krise nicht wieder ein zu großer Einbruch folgt. 

    Eberhard Weck, der Leiter des Spendenmarketings beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen, sagte der Deutschen Presseagentur: "Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt." Auch in Zeiten der Corona-Krise gelte es, nicht nachzulassen, da der Bedarf an Blutprodukten weiterhin hoch sei. 

    So würden alleine 19 Prozent der Blutprodukte für die alltägliche Versorgung von Krebspatienten benötigt. Weitere jeweils 16 Prozent brauchten Patienten mit Herzerkrankungen sowie Magen- und Darmkrankheiten.

    Wer sich also gesund und fit fühlt und in keinem Risikogebiet war, darf und soll gerne zur Blutspende kommen. 

    Blutspendetermine

    Das Rote Kreuz hat dennoch Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus bei Blutspendeterminen zu minimieren. Wer etwa innerhalb der vergangenen Wochen in einer vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Region war oder mit erhöhter Temperatur und anderen Erkältungssymptomen zum Spendetermin komme, werde weggeschickt. 

    Die Spender werden räumlich voneinander getrennt, um persönlichen Kontakt möglichst gering zu halten. 

    Coronavirus in Hessen: Für die Empfänger von Blutspenden bestehe keine Ansteckungsgefahr

    Für die Empfänger von Blutspenden bestehe derweil nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Ansteckungsrisiko, sagte Weck: Das Coronavirus Sars-CoV-2 werde per Tröpfcheninfektion, nicht aber über das Blut weitergegeben

    +++09.38 Uhr: Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises nimmt aufgrund der Corona-Krise keinen Abfall aus Privathaushalten mehr an. 

    Das betrifft die Annahme von Altpapier, Rest- und Sperrmüll, Elektrogeräten und Erde und Bauschutt im Abfallwirtschaftszentrum Gelnhausen-Hailer und an der Annahmestelle Schlüchtern-Hohenzell, die Annahme von Sonderabfall am Schadstoffmobil und an der Sammelstelle in der Gartenstraße in Schlüchtern.

    Betriebe und die kommunalen Müllfahrzeuge können den Abfall unter der Woche weiterhin abgeben, nur am Samstag bleibt die Anlage komplett geschlossen.  

    Für Privatpersonen bleibt die Anmeldung zur Abholung sperriger Haushaltsgeräte verfügbar, genauso wie die Kompostanlagen und Annahmestellen für Elektrogeräte in Schlüchtern und Nidderau. 

    Coronavirus in Hessen: Deutscher Handball-Nationalspieler offenbar an Covid-19 erkrankt

    +++ 07.45 Uhr: Offenbar hat es jetzt auch einen deutschen Handball-Nationalspieler erwischt. Wie der Deutsche Handball-Bund (DHB) am Dienstagabend mitteilte, gab es im Team einen Fall von Coronavirus. Daher wurde die gesamte Mannschaft unter Quarantäne gestellt. Welcher Spieler an Covid-19 erkrankt ist, wurde nicht bekannt gegeben. 

    Laut "dpa" und "sid" handelt es sich bei dem infizierten Spieler um Jannik Kohlbacher. Der deutsche Nationalspieler stammt aus dem hessischen Bensheim und schaffte bei der HSG Wetzlar seinen Durchbruch. Mittlerweile läuft der 24-Jährige bei den Rhein-Neckar Löwen auf.

    Coronavirus in Hessen: Bars, Fitnessstudios und Clubs schließen

    Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 06.30 Uhr: Ab dem heutigen Mittwoch startet in Hessen die vierte Verordnung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Das heißt: Bars, Clubs, Theater, Museen, Fitnessstudios, Spielplätze und viele weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens sind ab sofort geschlossen.

    Zudem dürfen Restaurants nur noch von 6 bis 18 Uhr geöffnet haben. Lediglich bei Geschäften, die für das tägliche Leben unabdingbar sind, gibt es keine Einschränkungen. Die vollständige Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus finden Sie hier.

    Coronavirus: Erster Mensch in Hessen an Infektion mit Corona gestorben

    +++ 20.58 Uhr: Erstmals ist in Hessen ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Es handele sich um einen Patienten, der stationär in einer Wiesbadener Klinik behandelt worden sei, teilte die Stadt Wiesbaden am Dienstagabend mit.

    Coronavirus in Hessen: Hanau verschärft die Regelungen

    +++ 18.42 Uhr: In vielen Bundesländern bleiben ab spätestens Mittwoch viele Geschäfte, Restaurants und Bars geschlossen. So auch in Hessen. Hanau hat die Maßnahmen, die getroffen werden, um das Coronavirus zu verlangsamen noch einmal verstärkt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) hat in einer Allgemeinverfügung über die bisherigen Landesvorgaben hinaus weitreichende Schließungen angeordnet und die Ausnahmen sehr dezidiert benannt.

    Geöffnet bleiben dürfen nach dieser Regelung trotz Corona ausschließlich Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Reinigungen, Frisöre, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-/Gartenbau-/ und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Lieferdienste und Poststellen.

    „Was in Aschaffenburg richtig und vernünftig ist, kann in Hanau nicht falsch sein“, verweist der Hanauer Rathauschef auf die restriktiven Anordnungen im Nachbarbundesland Bayern. Für Hanauer Restaurants, Speisegaststätten und Kantinen gilt ab Mittwoch (18.03.2020), dass diese nur noch bis 18 Uhr geöffnet haben dürfen. In den Gastro-Räumen sind maximal 30 Personen gleichzeitig und mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter erlaubt.

    Coronavirus: Die Abiturprüfungen in Hessen finden statt

    +++17.34 Uhr: Auch das Sana Klinikum in Offenbach führt ab sofort ein generelles Besuchsverbot ein. 

    Wie auch schon in anderen Kliniken gibt es nur einige wenige Ausnahmen von dem Besuchsverbot. Darunter zählen 

    • Der Besuch des Vaters oder einer anderen Person nach einer Geburt oder im Kreißsaal. 
    • Der Besuch der Eltern bei einem minderjährigen, stationären Patienten.
    • Je nach Abstimmung bis zu zwei Besucher bei palliativ versorgten Patienten. 

    „Wir bitten alle Angehörige und Freunde von Patienten, die stationär im Klinikum versorgt werden, um Verständnis. Der Wunsch gerade jetzt den Erkrankten durch einen Besuch Beistand leisten zu wollen, ist zwar sehr verständlich. Aber zum eigenen Schutz, zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter des Klinikums macht ein grundsätzliches Besuchsverbot am meisten Sinn“, so Prof. Dr. Norbert Rilinger, Ärztlicher Direktor des Klinikums.

    Die Klinik bittet um Verständnis, dass die Einhaltung dieser Regelung konsequent kontrolliert wird, um weiterhin die Funktion der Klinik gewährleisten zu können. 

    +++17.12 Uhr: #staythefuckhome - Mit dieser einfachen Botschaft ruft Florian Reifschneider aus Frankfurt dazu auf, wegen des Coronavirus zu Hause zu bleiben. Seine Webseite wurde bereits millionenfach angeklickt und auch auf Twitter wird der Hashtag genutzt.

    Der Frankfurter möchte möglichst viele Menschen sensibilisieren und zu Gemeinsinn und Rücksichtnahme auffordern. 

    Mehr zu der Geschichte gibt es hier: #StayTheFuckHome - Ein Frankfurter startet online einen Aufruf zu Rücksichtnahme und Solidarität

    +++16.56 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier wendet sich mit einer Videobotschaft an die Bürgerinnen und Bürger in Hessen. 

    +++16.53 Uhr: Das Abitur in Hessen soll nach derzeitiger Einschätzung der Landesregierung wie geplant am Donnerstag dieser Woche (19.3.2020) beginnen. 

    Laut Kultusministerium können die notwendigen Bedingungen wie etwa ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden. 

    Abitur in Hessen findet statt

    Die Schulen seien angewiesen, die Prüfungsgruppen so klein wie möglich zu halten, am besten unter zehn Schülern. Es seien genügend Räumlichkeiten und Lehrkräfte als Aufsichtspersonal vorhanden. 

    Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen am Donnerstag beginnen und bis zum 2. April andauern. 

    +++16.45 Uhr: Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich bei unseren Nachbarn. Die Firma BioNtech aus Mainz ist ein Hoffnungsträger für die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Das Unternehmen plant einen Impfstoff gegen Covid-19 - 120 Millionen Euro fließen dazu von Shanghai nach Mainz

    +++16.27 Uhr: Die hessischen Arbeitsagenturen sind dem telefonischen Ansturm ihrer Kunden in derCorona-Krise nicht gewachsen. Wegen eines verzehnfachten Aufkommens an den national verbreiteten Hotline-Nummern seien die Jobcenter und Agenturen nur eingeschränkt erreichbar, berichtete die Regionaldirektion Hessen am Dienstag in Frankfurt. 

    Anrufe sollten daher auf dringende Notfälle beschränkt bleiben. Bereits vereinbarte Termine seien hinfällig, so dass die Kunden keine Nachteile oder Sanktionen fürchten müssten, wenn sie nicht persönlich vorsprechen. Am Mittwoch sollen in den Arbeitsagenturen zusätzliche lokale Anrufmöglichkeiten installiert werden. (dpa)

    Rückholaktion wegen Corona-Krise: Deutsche Urlauber sollen nach Frankfurt fliegen

    +++16.15 Uhr:  Rückholaktion wegen Corona-Krise: Deutsche Urlauber sollen zum Flughafen Frankfurt geflogen werden.* Wie der Spiegel berichtete, soll der Flughafen Frankfurt der Anlaufpunkt für alle Maschinen werden, die wegen des Coronavirus Deutsche Urlauber aus dem Ausland zurückholen. Dort existiert eine gute medizinische Ausstattung für eine Rückholaktion. Es gibt eine Screening- und eine Isolierstation für Verdachtsfälle.

    +++15.33 Uhr: Die Corona-Krise bringt für die Betriebe schwere wirtschaftliche Folgen mit sich. Der Einzelhandel fürchtet wegen der geplanten Ladenschließungen in der Corona-Krise kräftige Einbußen. 

    Thomas Scherer, der Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Deutschland für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, prophezeit: "Der stationäre Handel wird große Umsatzrückgänge erleiden"

    „Die Leute kaufen aus Sorge [...] kein neues Sofa“ 

    Auch Vorzieheffekte wegen der Schließung vieler Geschäfte ab Mittwoch gebe es kaum. "Die Leute kaufen aus Sorge um das Coronavirus Lebensmittel, aber kein neues Sofa." 

    Weiter shoppen könne man nur noch online. Der Online-Handel dürfte daher profitieren. "Die große Frage ist, ob die Logistik der Zulieferer das bewältigen kann." 

    Die Schwere der Folgen hängt von der Dauer der Schließungen ab

    Ob Einzelhändler wie Möbel- und Modegeschäfte Arbeitsplätze streichen oder gar Insolvenz anmelden müssten, hänge von der Dauer der verordneten Schließungen ab, sagte Scherer.

    Ähnlich schlecht sieht es für das Gastgewerbe in Hessen aus. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) stellt sich auf harte Krisen-Wochen ein. „Es wird sicher Entlassungen geben“, befürchtet Julius Wagner, der Hauptgeschäftsführer des Verbands. Es brauche dringend Förderungen, sonst wären kleinere Betriebe in ein bis zwei Monaten insolvent.

    Vielen Betrieben droht die Insolvenz

    Die Landes- und Bundesregierung haben auch schnell gehandelt, nicht nur bei der Lockerung der Kurzarbeit, sondern auch mit der Aussicht auf Finanzhilfen. Darlehen sollen außerdem erleichtert werden. Für Betriebe, die keine Liquiditätsdecke hätten, sei die Tilgung dann aber eine Doppelbelastung. "Wir brauchen ein Nothilfeprogramm mit Geldern, die nicht zurückgezahlt werden müssen." (dpa) 

    Der Handelsverbandschef Sven Rohde war zum Thema Existenzbedrohung durch das Coronavirus im FR-Interview: 

    Coronavirus: Für Händler existenzbedrohend - Handelsverband Hessen

    *fr.de und fnp.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

    Oberbürgermeister von Hanau: "Wir lassen unsere Unternehmen nicht allein"

    +++14.58 Uhr: Die Stadt Hanau will unabhängig von Bund und Land eigene Maßnahmen ergreifen, um in diesen Krisenzeiten dieheimische Wirtschaft zu unterstützen. „Wir lassen unsere Unternehmen und Selbstständigen nicht allein. Daher haben wir sehr schnell erste Maßnahmen beschlossen und eine Steuerungsgruppe‚Wirtschaftsstandort Hanau’ gegründet“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). 

    Diese soll sich um drängende Fragen und Maßnahmen kümmern und Informationen bündeln. Erste Entscheidungen: Steuern werden teilweise gestundet, Gebühren gestrichen.

    Hanau fördert Wirtschaftshilfen für kleinere Betriebe

    Die Steuerungsgruppe soll alle relevanten Informationen zusammentragen und sie für die Hanauer Unternehmen, Selbstständige und Beschäftigte zugänglich machen sowie lokale Soforthilfemaßnahmen in die Wege leiten, heißt es. 

    Die Projektkoordination liegt in der Hand von Erika Schulte, Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH. Zudem gehören der Steuerungsgruppe Vertreter von Stadt, Jobcenter Agentur für Arbeit IHK, Gewerkschaften und Kreishandwerkerschaft an. 

    Stadt Hanau startet Projekt mit Soforthilfen in der Corona-Krise

    „Die Stadt Hanau wird Soforthilfen umsetzen, die vor allem für Gastronomen und kleine Betriebe Erleichterung schaffen sollen“, erläutert Kaminsky. So ist eine Stundung oder Herabsetzung von Gewerbesteuervorauszahlungen vorgesehen. Unternehmen, die diese in Anspruch nehmen wollen, können eine E-Mail an steuern@hanau.de mit der Begründung für die Stundung und dem Betreff„Corona“ senden und um die Herabsetzung der Vorauszahlung 2020 oder eine Stundung für 2020 bitten. 

    Kaminsky: „Wir versprechen eine rasche und unbürokratische Bearbeitung.“

    Stadt Hanau verzichtet bis zum Ende des Jahres auf einige Sondernutzungsgebühren 

    Als weitere kurzfristige Maßnahmen verzichtet die Stadt auf Sondernutzungsgebühren für Außenbestuhlung, Plakatierung, Marktstände oder ähnliches. „Wir wollen damit ein direktes Zeichen der Hilfe setzen: So werden wir jenen Beschickern, die jetzt kommen und ihren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten, die Gebühren bis zum Ende des Jahres erlassen“, sagt der Rathauschef.

    „Es ist elementar, dass in dieser Krise der Wirtschaftsstandort Hanau nicht geschwächt wird.“ Unternehmen und Betriebe trügen dazu bei, die Versorgungsinfrastruktur aufrecht zu erhalten, zum anderen seien sie wichtig als Arbeitgeber und Steuerzahler. 

    Oberbürgermeister von Hanau fordert Kulanz 

    Der Oberbürgermeister habe „alle Abteilungen der Unternehmung Stadt Hanau darauf hingewiesen, dass sie gegenüber ihren Vertragspartnern der Lage entsprechend kulant agieren sollen“, meldet der städtische Pressedienst. 

    Für Unternehmer und Arbeitnehmer hat die Stadt auf ihrer speziellen Website wichtige Informationen gebündelt. Hier kann man sich untzer anderem einen Überblick über Finanzierungsprodukte unter anderem von Land, Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen oder Bürgschaftsbank für kleine und mittlere Unternehmen verschaffen. Zudem gibt es Auskunft zum Themen Kurzarbeit. cs.

    +++14.30 Uhr: Aufgrund der starken Belastung des öffentlichen Gesundheitsdienstes muss das Gesundheitsamt in Frankfurt bis auf weiteres alle Sprechstunden absagen. 

    Darüber hinaus wird der Beschluss des Bundes und der Länder, alle Spielplätze zu schließen, in Frankfurt ab Mittwoch (18.03.2020) umgesetzt. Ab dem morgigen Tag bleiben demnach alle städtischen Spiel- und Boltzplätze geschlossen. Darüber hinaus dürfen auch alle Skate- und Rollsportanlagen sowie der Hafenpark bis auf weiteres nicht mehr genutzt werden. Eltern und Familien werden dringend gebeten, sich an die Sperrungen zu halten und diese Orte nicht aufzusuchen. Darüber hinaus sollen auch Kinder darüber aufgeklärt werden. 

    Auch die Touristen-Informationen am Hauptbahnhof und im Römer in Frankfurt werden geschlossen. Stadtführungen der Tourismus+Congress Frankfurt am Main (TCF) werden bis auf Weiteres gestoppt. auch die Frankfurt Card und die RheinMainCard können bis zum 10. April nicht mehr erworben werden. 

    Sehr hohe Auslastung in Testzentren - Krankenhäuser müssen geschützt werden

    +++13.23 Uhr: Heute morgen berichteten wir bereits über die sehr hohe Auslastung der Corona-Testzentren in Hessen. Es bilden sich lange Schlangen. Viele Menschen kommen auf Anraten des Gesundheitsamts oder aus Angst in die Zentren, um sich testen zu lassen. 

    Obwohl die Kapazitäten immer weiter ausgebaut werden, gibt es Engpässe in den Laboren. Außerdem fehlt es an Personal. Ein weiteres Problem: Die Testzentren haben nur unter der Woche vormittags geöffnet. Am Nachmittag und am Wochenende sind sie nicht in Betrieb. 

    Das Bürgerhospital in Frankfurt musste Anfang der Woche mehr als Hundert Menschen wegschicken, die sich vor der Klinik versammelt hatten um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Das Testcenter befindet sich allerdings in einem Nachbargebäude. Solche Ansammlungen stellen natürlich auch eine Gefahr für die Patienten im Krankenhaus dar. 

    Christian Höftberger, der Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft sagt: „Nur so kann sichergestellt werden, dass wir Covid-19 nicht in die Krankenhäuser tragen. Wir müssen jedes unnötige Risiko vermeiden, dass Pflegende und Ärzte infiziert werden.“

    Die Krankenhäuser bitten Patienten daher, sich unbedingt zuerst an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (unter der Nummer 116 117) zu wenden, anstatt direkt in die Notaufnahmen zu kommen. 

    Doch auch die 116 117 ist deutlich höher ausgelastet als im Normalfall. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen teilt mit, dass etwa viermal mehr viele Menschen anrufen, als normal. 

    Umdenken: Erste Landkreise stoppen Corona-Tests 

    +++12.58 Uhr: Der Werra-Meißner-Kreis und der Wetterau-Kreis stoppen die Corona-Tests. Die Landkreise haben in Pressemitteilungen jeweils angekündigt, dass die Maßnahmen gegen das Coronavirus dynamisch angepasst werden müssen. 

    Der Werra-Meißner-Kreis hatte mitgeteilt „Das Virus ist unter uns.“ Man müsse sich der Lage anpassen und die medizinischen Kapazitäten für die wirklich ernsten Fälle ausreichend vorhalten. 

    Die Medizinischen Fachkräfte und Ressourcen sollen den Krankenhäusern und Versorgungsstellen zur Verfügung stehen, die sich um schwer verlaufende Erkrankungsfälle kümmern. 

    In den meisten Fällen verlaufe das Virus als harmloser grippaler Infekt. 

    Die Kreisverwaltung des Wetterau-Kreises fordert also dazu auf: „Bitte verhalten Sie sich auch so. Wer Symptome hat, bleibt zu Hause und zieht sich zurück. Es gibt keine spezielle Therapie und auch keine Impfung. Die Testung macht hier keinen Sinn mehr, da sie keine medizinische Konsequenz hat.“ 

    Die Wetterauer Zeitung hatte darüber zuerst berichtet: Coronavirus: Wetteraukreis testet nicht mehr 

    Update vom Mittwoch, den 18.03.2020, 10.32 Uhr: Anders als oben berichtet, führt der Landkreis Wetterau weiterhin Corona-Tests durch. Die Landesregierung stellte klar, dass die Pressemitteilung wohl missverständlich formuliert war und Menschen mit Symptomen nach Richtlinien des Robert-Koch-Instituts weiterhin auf das Coronavirus getestet werden. 

    Auch der Werra-Meißner-Kreis dementiert die Meldung, dass im Landkreis keine Corona-Tests mehr durchgeführt werden. „Dies ist definitiv falsch“, stellen Landrat Stefan G. Reuß und Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Dr. Rainer Wallmann fest. „Selbstverständlich werden auch bei uns weiterhin Corona-Tests durchgeführt." Alle relevanten Fälle werden auch weiterhin getestet, heißt es.

    *wetterauer-zeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks 

    Universitäten in Hessen setzen die Prüfungen aus 

    +++12.30 Uhr: Längere Semesterferien und keine Prüfungen - auch Hessens Universitäten reagieren mit weiteren Maßnahmen auf die Corona-Krise. "Es ist eine sehr dynamische Entwicklung", sagte eine Sprecherin der Uni Marburg am Dienstag.

    Nachdem wir bereits von den Maßnahmen der Uni Gießen berichtet hatten, setzen nun alle fünf hessischen Unis vorerst bis auf wenige Ausnahmen die Prüfungen aus oder verlegten diese. 

    Präsenz-Lehrveranstaltungen soll es frühestens wieder ab dem 20. April geben. "Grundsätzlich gilt bis zum 20. April: Präsenzangebote müssen durch digitale Angebote ersetzt werden, ansonsten sind sie zu verschieben oder abzusagen", hieß es etwa bei der Uni Frankfurt. 

    Die Gießener Uni sprach davon, nun im "Basisbetrieb" zu sein. Betroffen von Einschränkungen waren auch andere Einrichtungen der Hochschulen wie Bibliotheken oder Mensen. (dpa)

    Corona Fall beim SV Wehen Wiesbaden 

    +++12.25 Uhr: Auch immer mehr Sportler werden in Deutschland und Hessen positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet. Bei Tobias Mißner vom Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden wurde das Coronavirus nachgewiesen. 

    Opel Werk in Rüsselsheim fährt Produktion runter 

    +++11.41 Uhr: Das Opel Werk in Rüsselsheim fährt heute langsam die Produktion herunter. Wie wir bereits gestern (16.03.2020) berichteten, hat der der Mutterkonzern PSA mitgeteilt, dass ab heute (17.03.2020) viele Werke in Europa geschlossen werden. Die Mitarbeiter in Rüsselsheim sind noch für einige Abschlussarbeiten vor Ort. 

    In Rüsselsheim wird nun das Werk geschlossen, in dem der Mittelklassewagen Insignia montiert wird. Schon vor Ausbruch der Coronakrise arbeiteten die rund 2400 Mitarbeiter nur noch in Kurzarbeit, weil sich das Modell nur mäßig verkaufte. Eine bessere Auslastung wird erst ab 2021 erwartet, wenn der neue Astra in Rüsselsheim vom Band läuft.

    In einer internen Information heißt es, Opel sei nun mit den Arbeitnehmern und der Arbeitsagentur in Gesprächen über die Ausweitung der Kurzarbeit. Über die Dauer, den Umfang und die Zahl der Betroffenen wurde zunächst nichts bekannt.

    Immer mehr Tafeln in Hessen schließen ihre Ausgaben

    +++11.23 Uhr: Auch immer mehr Tafeln schließen aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Ausgaben. Nach Marburg macht nun auch Gießen die Tafel dicht.

    Viele Menschen sind auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen, daher ist es auch keine leichte Entscheidung. Der Geschäftsführer der Tafel Marburg, Pascal Barthel, erklärt  gegenüber FFH: „Dann ist das keine Entscheidung die man leichtfertig trifft, weil wir einfach wissen, dass sie unsere Unterstützung brauchen. Auf der anderen Seite können wir es nicht riskieren, dass die Ehrenamtliche mit 80 Jahren und einer Vorerkrankung, wie beispielsweise Lungenkrebs, ihr Verantwortungsgefühl wahrnimmt und einsetzt und unter Umständen dann krank wird.“

    Es war im Gespräch nur kleinere Gruppen zuzulassen oder die Ausgabe nach draußen zu verlegen, beide Möglichkeiten sind aber nicht realisierbar. Unter anderem, da sich auf einen Schlag mehrere hundert Menschen in der Tafel einfinden würden, was in der aktuellen Lage absolut nicht möglich und auch nicht erlaub ist. 

    +++10.30 Uhr: IKEA Deutschland schließt heute alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland, um die Kunden und Mitarbeiter zu schützen und die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

    Davon sind selbstverständlich auch die hessischen Filialen in Frankfurt, Wallau, Wetzlar, Hanau und Kassel betroffen. IKEA bleibt über den Online-Shop und das Customer Support Center verfügbar, macht aber auf mögliche Wartezeiten, die durch die Vorsichtsmaßnahmen entstehen können, aufmerksam. 

    Der Geschäftsführer von IKEA Deutschland, Dennis Balslev, versichert, man werde die Lage intensiv beobachten. „Auch bei allen weiteren Entscheidungen haben Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter stets höchste Priorität. In diesen schwierigen Zeiten bleiben unsere Gedanken vor allem bei denjenigen, die um ihre Gesundheit bangen müssen.“

    Justiz aufrechterhalten: So viel wie möglich telefonisch klären

    +++09.41 Uhr: Auch die Staatsanwaltschaften und Gerichte sollen wegen des Coronavirus möglichst nicht mehr besucht werden. Das hessische Justizministerium teilte am Dienstag (17.03.2020) mit, dass alle Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Funktionsfähigkeit der Justiz aufrechtzuerhalten. 

    Gerichte oder Staatsanwaltschaften sollen deshalb nur noch „in dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten“ aufgesucht und ansonsten zunächst telefonisch kontaktiert werden.

    Die meisten Anträge können auf schriftlichem Weg beantragt und bearbeitet werden. Wenn man sich unsicher ist, kann man zunächst am Telefon klären, ob ein persönlicher Besuch wirklich notwendig ist. Die Formulare für wichtige Anträge stehen auf der Homepage des Oberlandesgerichts Frankfurt zur Verfügung. 

    Bei vielen Anliegen hilft der Digitale Service Point der Justiz unter der Telefonnummer 0800 / 9632 147 oder der Mailadresse servicepoint@justiz.hessen.de

    Coronavirus– Großer Ansturm auf Testzentren

    Update vom Dienstag, 17.03.2020, 06.45 Uhr: In ganz Hessen sind nun 16 Coronavirus Testzentren eingerichtet. Einige der Zentren wurden bisher nur provisorisch eingerichtet. Um getestet zu werden, muss man allerdings viel Zeit mitbringen. 

    Alle Zentren sind sehr stark ausgelastet, es kommt zu langen Wartezeiten. Grund dafür ist, dass viele Menschen vom Gesundheitsamt zu den Testzentren geschickt werden, weil sie Kontakt mit einem positiv auf Covid-19 getesteten Person Kontakt hatten. Auch Angst vor der Pandemie wird als Grund für den Ansturm auf die Teststellen genannt. 

    +++ 21.42 Uhr: Nach den Sportanlagen hat die Stadt Frankfurt auch angekündigt, alle Spielplätze sowie den Hafenpark komplett zu sperren. „Bund und Länder haben beschlossen, wegen der Gefahren die vom Corona-Virus ausgehen, alle Spielplätze zu schließen. Selbstverständlich wird das Grünflächenamt unverzüglich diesen Beschluss umsetzen “, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Montagabend. 

    Laut Mitteilung bedeutet das, dass ab Mittwoch,18.03.2020, alle städtischen Spiel- und Bolzplätze, alles Skate- und Rollsportanlagen sowie der Hafenpark bis auf weiteres geschlossen. Die Spielplätze werden zugesperrt oder, wenn kein Zaun vorhanden, mit Flatterband abgesperrt. Zudem weisen gut sichtbar angebrachte Informationsschilder auf die Schließung hin. Eltern und Familien werden dringend gebeten, sich aus eigenem Interesse am Gesundheitsschutz an die Sperrung zu halten und Kinder und Jugendliche auf deren Notwendigkeit hinzuweisen

    Stadt Frankfurt schließt Sportanlagen

    +++ 19.33 Uhr: Die Stadt Frankfurt schließt bis auf weiteres alle Sportanlagen. Das hat die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. „Im Normalfall der Gesundheit dienlich, können sportliche Aktivitäten derzeit durch das Zusammentreffen größerer Gruppen von Menschen in räumlicher Nähe zur Ausbreitung des Virus beitragen. Deshalb können städtische Sporträume und -einrichtungen nicht wie gewohnt weiter betrieben und genutzt werden“, heißt es. 

    Die etwa 190 Schulturnhallen sowie die Fabriksporthalle und die Wintersporthalle sind bis auf weiteres geschlossen. Auch die Sporträume der Saalbau sind nicht nutzbar, da die Saalbau-Häuser geschlossen wurden. Die Turn- und Sportvereine werden informiert, dass dort derzeit kein Sportbetrieb stattfinden kann. Sie werden auch benachrichtigt, wenn der Sportbetrieb wieder möglich ist.

    Coronavirus-Pandemie: Auch Hessen schließt Kinos, Kneipen und viele Geschäfte

    +++ 18.08 Uhr: Hessen schränkt ab Mittwoch (18.03.2020) das öffentliche Leben drastisch ein: Öffentliche Einrichtungen wie Museen, Kinos, Clubs und Bar sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Viele Geschäfte müssen schließen - ausgenommen davon seien unter anderem Banken, Lebensmittelgeschäfte, Lieferdienste, Apotheken und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs. 

    Gaststätten und Restaurants sollen ab 18.00 Uhr schließen, davor aber offen bleiben, da sie für viele Menschen die Nahrungsversorgung sicherstellen. Auch Bestellungen und Lieferungen sollen weiter möglich sein. Das Sonntagsverkaufverbot wird aufgehoben. Handwerker und Dienstleister sollen weiterarbeiten dürfen. Diese „sehr, sehr weitgehenden und auch tiefgreifenden“ Maßnahmen verkündete der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden.

    „Wir sehen, dass viele Menschen Angst um ihre Arbeit haben“, sagte Bouffier zudem. Mit der Agentur der Arbeit habe man daher das Kurzarbeitergeld beschlossen. Zusammen mit den Banken solle eine „großzügige Regelung“ für Kredite und Bürgschaften getroffen werden - die genaue Regelung könne jede erst am Ende der Woche festgelegt werden. 

    Mit einem Nachtragshaushalt will man in Höhe von einer Milliarde Euro Soforthilfen leisten. Dazu sollen fünf Milliarden Euro Darlehenshilfe bereitgestellt werden. Dem müsse noch das Parlament zustimmen - das soll nächste Woche erfolgen.

    Coronavirus in Hessen: Klinikum Hanau baut Zugangsschleuse auf

    +++17.20 Uhr: Hanau – Bauzäune wurden am Montag (16.03.2020) auf dem Gelände des Klinikums Hanau angeliefert und an Zugängen aufgestellt. Auf dem Areal wurde ein weißes Zelt aufgebaut und Leitungen dorthin verlegt. Alles Vorbereitungen für die weitgehende Abschottung des städtischen Klinikums. 

    Das Klinikum Hanau ist nurmehr über das weiße Schleusenzelt zugänglich. Es muss von allen passiert werden, die das Klinikumgelände betreten wollen – egal, ob Besucher oder (potenzieller) Patient. 

    Coronavirus in Hessen: Strenge Maßnahmen für Besucher und Patienten in Hanau

    Wie berichtet, hatten sowohl das Klinikum als auch das St. Vinzenz-Krankenhaus ihre Besuchszeiten wegen der Corona-Gefahr zunächst stark limitiert. Mittlerweile gilt sogar ein allgemeiner Besuchstopp. Das heißt: Nur noch in wenigen Ausnahmefällen - etwa, weil ein minderjähriges Kind in der Klinik liegt oder wenn es um Sterbebegleitung geht - sind Besuche überhaupt gestattet. 

    Und das auch nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung, erklärt Güzin Langner, Sprecherin der Stadt Hanau, auf Anfrage. Der Ort der Coronavirus Teststelle soll nur denjenigen genannt werden, bei denen das Gesundheitsamt einen Corona-Test anordnet.

    Universität Kassel stellt Prüfungsbetrieb ein 

    +++16.07 Uhr: Auch die Universitäten reagieren mit immer gravierenderen Maßnahmen auf die schnelle Ausbreitung des Coronavirus. Nachdem bereits in vielen Universitäten der Semesterstart verschoben haben, wirken sich die Vorsichtsmaßnahmen nun auf den Prüfungsbetrieb aus. 

    Die Universität Kassel teilte in einer Pressemeldung mit, dass der Prüfungsbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt werde. Die Hochschulleitung könne nicht garantieren, dass im Prüfungsbetrieb die notwendigen hygienischen Maßnahmen und die Einschränkung von sozialen Kontakten eingehalten werden können.

    Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 20. April. 

    Krisen-Betrieb an hessischen Schulen läuft an: Positive Rückmeldung der Schulämter 

    +++15.57 Uhr: Wie das hessische Kultusministerium am Montag (16.03.2020) mitteilte, sind die Schulen überwiegend problemlos in den Coronakrisen-Betrieb übergegangen. 15 Schulämter hätten sich zurückgemeldet und die Zahl der Kinder, die sich in die Notbetreuung begeben haben, hätte sich sehr in Grenzen gehalten. 

    Ab dem 16.03.2020 setzt an allen hessischen Schulen der Unterricht aus, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Trotzdem sollten die Schulen geöffnet bleiben, um eine Betreuung der Kinder zu gewährleisten. Pro Schule seien zwischen einem und acht Kindern zur Betreuung in der Schule erschienen. 

    Die Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern läuft in den einzelnen Schulen auf ganz unterschiedlichen Wegen. So können Verabredungen für die unterrichtsfreie Zeit getroffen und Aufgaben verteilt werden.

    +++ 15.30 Uhr: Das ZDF in Mainz hat unter den Mitarbeitern den ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion gemeldet. Alle direkten Kontaktpersonen wurden umgehend nach Hause geschickt. Der Sender hat die Sicherheitsvorkehrungen für seine Mitarbeiter erhöht, unmittelbare Kontakte so gut es geht reduziert. Wie viele andere arbeitet auch das ZDF soweit es möglich ist, im Homeoffice. Intendant Thomas Bellut betont dabei: „Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Sendesicherheit, das Programm und die notwendigen Infrastrukturen aufrechtzuerhalten.“ 

    Sozialministerium meldet 342 bestätigte Corona-Fälle in Hessen

    +++ 15.24 Uhr: Das Hessische Ministerium für Soziales und Immigration bestätigt heute (16.03.2020, Stand: 14.00 Uhr) insgesamt 342 SARS-CoV-2 Fälle in Hessen. Die meisten Neuerkrankungen gab es in Wiesbaden (seit 15.03.2020 12 neue Fälle). Darauf folgen Fulda, der Hochtaunuskreis, der Lahn-Dill-Kreis und der Schwalm-Eder-Kreis mit jeweils 9 neuen, bestätigten Fällen.  

  • Bergstraße: 19
  • Darmstadt (Stadt): 6
  • Darmstadt-Dieburg: 6
  • Frankfurt: 21
  • Fulda: 38
  • Gießen: 14
  • Groß-Gerau: 10
  • Hersfeld-Rotenburg: 12
  • Hochtaunuskreis: 18
  • Region Kassel: 22
  • Lahn-Dill-Kreis: 18
  • Limburg-Weilburg: 3
  • Main-Kinzig-Kreis: 21
  • Main-Taunus-Kreis: 12
  • Marburg-Biedenkopf: 26
  • Odenwaldkreis: 2
  • Offenbach (Landkreis): 11
  • Offenbach (Stadt): 1
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 18
  • Schwalm-Eder-Kreis: 24
  • Vogelsbergkreis: 4
  • Waldeck-Frankenberg: 8
  • Werra-Meißner-Kreis: 1
  • Wetteraukreis: 8
  • Wiesbaden (Stadt): 19
  • Coronavirus-Pandemie: Opel Werk in Rüsselsheim ab Dienstag zu 

    +++ 15.01 Uhr: Die Opel-Mutter PSA schließt ob morgen (Dienstag, 17.03.2020) unter anderem das Werk in Rüsselsheim. Die Schließung soll vorerst bis zum 27. März andauern. Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt der Konzern in den kommenden Tagen 15 Autofabriken in Europa. Neben Rüsselsheim ist in Deutschland noch das Werk in Eisenach betroffen. 

    Am Freitag (13.03.2020) teilte ein Sprecher mit, dass ein Mitarbeiter im Rüsselsheimer Werk bereits positiv auf das Virus getestet wurde. Daraufhin schickte Opel hunderte Mitarbeiter aus der Verwaltung ins Homeoffice und einige sogar in häusliche Quarantäne. Zu dem Zeitpunkt war die Produktion im Werk noch nicht betroffen. 

    Als Grund für die vorübergehende Schließung der Werke nennt PSA Probleme in der Zulieferkette und eine stark gesunkene Nachfrage auf dem Markt. 

    Coronavirus in Hessen: Infizierter besuchte „Irish Pub“ in Wiesbaden

    +++ 11.40 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bestätigte im Gespräch mit FFH, dass Ausgangsperren wie in Italien zurzeit kein Thema seien. So eine starke Maßnahme wolle man wenn möglich vermeiden. Allerdings könne sich die Lage jederzeit ändern. 

    In Folge der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 wurde nun außerdem doe 675-Jubiläums-Dippemesse im Frühjahr abgesagt. Man wolle auf diese Weise eine potenzielle Ansteckung von Besuchern und Schaustellern verhindern. Ursprünglich sollte das Volksfest von Donnerstag, 02. April 2020 bis einschließlich Sonntag, 26. April 2020 in Frankfurt stattfinden. 

    +++ 10.35 Uhr: Die Polizei weist darauf hin, dass es aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht unbedingt notwendig ist die Polizeiwache zu besuchen um eine Straftat zu melden. Auf der Online-Wache könne man schnell, zeit- und ortsunabhängig Straftaten melden. 

    Auch Zeugenaussagen könne man auf diesem Wege von zu Hause aus übermitteln. Wer Fragen hat, kann sich jederzeit telefonisch an die lokale Dienststelle wenden. Nach wie vor solle in Notfällen die „110“ gewählt werden. 

    Coronavirus in Hessen: Infizierter besuchte „Irish Pub“ in Wiesbaden

    +++ 09.10 Uhr: Der „Irish Pub“ Wiesbaden meldet über seine Facebook-Seite, dass am Freitag Abend (13.03.2020) ein Covid-19 positiv getesteter Gast das Lokal besucht hat. Der Betreiber ruft Gäste, die entsprechende Symptome zeigen, nun dazu auf sich bei den zuständigen Ämtern zu melden. 

    +++ 07.39 Uhr: Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf die Fahrpläne von Bus, Tram, S-Bahn und U-Bahn im Rhein-Main-Gebiet. Der RMV veröffentlicht geänderte Abfahrtszeiten auf seiner Internetseite. Das Unternehmen weist darauf hin, dass kurzfristige Änderungen in der RMV-App nicht berücksichtigt sind. 

    Grund für die Änderungen ist, dass dem RMV weniger Busfahrer und Busfahrerinnen und Lokführer und Lokführerinnen zur Verfügung stehen. Das liegt vor allem daran, dass die Schulen und Kitas ab heute in ganz Hessen schlossen sind. 

    Auf den meisten Buslinien bleibt die Einstiegstür beim Fahrer geschlossen. Dennoch gilt weiterhin die Fahrkartenpflicht. Fahrgäste erwerben Fahrkarten vor Fahrtantritt als Zeitkarten, über die RMV-App oder spätestens beim Umstieg an einer Station mit Fahrkartenautomat.

    Coronavirus in Hessen: Schulen dicht, Bahnverkehr eingeschränkt

    Update vom Montag, 16.03.2020, 07.10 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wird die Schulpflicht in Hessen vorrübergehend ausgesetzt. Zunächst bleiben die Schulen drei Wochen geschlossen. Danach folgen zwei Wochen reguläre Osterferien. 

    Am Montag (16.03.2020) können die Schülerinnen und Schüler noch einmal in die Schule kommen um beispielsweise persönliche Gegenstände abzuholen und Aufgaben für die kommenden Wochen zu besprechen. Für Kinder, dessen Eltern systemwichtige Berufe ausüben, wird eine Notbetreuung eingerichtet.

    Der Coronavirus hat nun auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Deutschland. Die Deutsche Bahn kündigte an, dass der Regionalverkehr deutlich eingeschränkt und Fahrkartenkontrollen ausgesetzt werden. Außerdem tritt eine erweiterte Kulanzrelegung für Bahnkunden in Kraft. Für Reisen bis einschließlich 30.04 können gebuchte Sparpreis-Tickets in einen Reisegutschein umgewandelt werden. 

    Coronavirus in Hessen: Appell an Bevölkerung 

    +++ 17.36 Uhr: „Was wir jetzt brauchen ist unaufgeregte Solidarität“, mit einem besonderen Appell richten sich die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg auf Facebook an die Bevölkerung. 

    Mit der Aktion bereiten sich die Kliniken sich auf die drohende Welle an Menschen vor, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Die Kliniken erwarten in den kommenden Wochen „einen steigenden Bedarf an Behandlungen von Patienten.“ Deshalb haben die Verantwortlichen der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen. 

    Über Facebook rufen sich alle „Ärzte und Pflegekräfte aus dem Ruhestand, aus patientenfernen Berufen und aus der Elternzeit“ auf, die Mitarbeiter der Kreiskliniken in der kommenden Zeit zu unterstützen - sofern es notwendig werden sollte.

    Coronavirus in Hessen: Stadt Hanau stellt Fieberzelt vor Klinik auf

    +++ 15.36 Uhr: Als Reaktion auf die Coronavirus-Krise in Hessen hat die Stadt Hanau entschieden, von Montag (16.03.2020) an ein Fieberzelt mit Triage am städtischen Klinikum zu installieren. Patienten würden dort nach ihren Beschwerden kategorisiert und eventuell gleich abgesondert. "Das Zelt hat vor allem eine Schleusenfunktion, die verhindern soll, dass Corona-Infizierte das Haus betreten," erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Außerdem versuche Hanau, ein eigenes Coronavirus-Testzentrum einzurichten. Dafür versuche man derzeit die Sondergenehmigung zu bekommen.

    +++ 14.45 Uhr: Im Main-Kinzig-Kreis in Hessen gilt ab Montag (16.03.2020) ein umfassendes Besuchsverbot in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Reha- und Kurkliniken. Das teilte das Kreisbüro mit. Ausnahmen seien nur im Fall von Sterbebegleitung und der Begleitung von Minderjährigen möglich. Die Entscheidung trifft mit Hanau auch eine große hessische Stadt. 

    Die Verbreitung des Coronavirus habe im Main-Kinzig-Kreis seit Donnerstag „sprunghaft an Dynamik gewonnen“. Insgesamt 25 Sars-CoV-2-Fälle sind bestätigt. Am Samstag wurden acht neue Erkrankte bekannt. Für Sonntag meldet der Main-Kinzig-Kreis vier weitere Infizierte. Zwölf Kommunen sind betroffen, allein in der 12000-Seelen-Gemeinde Rodenbach gibt es zwölf Infizierte. 

    Coronavirus in Hessen: Sechs Bürgermeisterwahlen stehen an

    +++ 14.06 Uhr: In sechs Gemeinden in Hessen wählen die Bürger heute trotz Coronavirus-Krise einen neuen Bürgermeister. In Breitenbahn am Herzberg (Hersfeld-Rotenburg), Edermünde (Schwalm-Eder), Groß-Rohrheim (Bergstraße) und Niddatal (Wetterau) ist es die erste Wahlrunde im Kampf ums Rathaus. In Schwalbach (Main-Taunus) und Langen (Offenbach) steht eine Stichwahl an.

    In allen Wahllokalen seien erhöhte Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden, berichtete hessenschau.de. Darunter: Mehr Abstand zu den Wahlhelfern, Handschuhe bei der Auszählung und dauerhaft offene Türen im Wahllokal. In Schwalbach hatten die beiden Bürgermeisterkandidaten noch einen Tipp für ihre Wähler: Man könne ja einen eigenen Stift mitbringen. 

    +++ 13.58 Uhr: Wer in Hessen auf die Bahn setzt, muss sich in den kommenden Tag umgewöhnen. Die Deutsche Bahn (DB) schränkt ihren Regionalverkehr deutschlandweit ein und führt einen Sonderfahrplan einn. Sie reagiert damit auf zurückende Fahrgastzahlen und knappes Personal.

    Auch auf das Netz des RMV und damit die Bahnen im Rhein-Main-Gebiet wird diese Entscheidung sich auswirken. Wie genau, ist zur Stunde noch unklar. Weitere Informationen dazu, wie der Coronavirus den ÖPNV rund um Frankfurt trifft, sammeln wir in einem eigenen News-Ticker

    Coronavirus in Hessen: Sportvereine stellen Betrieb ein

    +++ 10.59 Uhr: Nachdem viele Amateur- und Profi-Ligen ihre Saisons vorläufig beendet haben, stellen einige Sportvereine in Hessen vorübergehend ihren gesamten Betrieb ein. Der Hessische Landessportbund hat aus Sorge über den Coronavirus bereits bis zum 19. April alle Veranstaltungen abgesagt und empfiehlt gleiches allen hessischen Sportorganisationen. 

    Wer also auch in Zeiten von Corona noch Sport machen will, sollte sich bei seinen örtlichen Vereinen informieren. Mit der TG Bornheim aus Frankfurt (30.000 Mitglieder) hat beispielsweise einer der größten Sportvereine Hessens bis auf Fitnessstudio und Schwimmbad sein Angebot eingestellt. Auch der größte Verein der Wetterau, SV Fun-Ball Dortelweil, liegt lahm. 

    +++ 10.51 Uhr: Die Polizei hat in Hessen am Samstagabend (14.03.2020) zwei Hochzeiten abgebrochen, weil diese gemäß der Vorschriften zum Coronavirus zu viele Gäste hatten. Die Hochzeiten fanden nach Angaben der Polizei im Main-Taunus-Kreis statt, in Kelkheim und in Hattersheim. Eine habe über 400 Gäste gehabt. Der Abbruch der Feierlichkeiten sei geordnet und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. 

    +++ 9.35 Uhr: Nach dem Bistum Mainz und dem Bistum Fulda hat auch das Bistum Limburg wegen des Coronavirus bis zum 4. April alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt. Die Absage gilt allerdings erst ab Montag (16.03.2020)

    Coronavirus in Hessen: Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten

    +++ Update vom Sonntag, 15.03.2020, 06.15 Uhr: Das öffentliche Leben in Hessen kommt durch das Coronavirus Sars CoV-2 immer mehr zum Erliegen. Nun hat die Landesregierung bei einer Sonder-Kabinettssitzung weitere Einschränkungen beschlossen. Sowohl öffentliche wie auch private Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern seien künftig verboten, teilte die Landesregierung am Samstagabend mit. Um die Verbreitung des Coronavirus zumindest zu verlangsamen, sei es zudem notwendig, die persönlichen Kontakte so weit wie möglich zu minimieren.

    Auch alle Museen des Landes sowie die Museumslandschaft Kassel  werden von diesem Sonntag an (16.03.) zunächst bis zum 19. April geschlossen, sämtliche Aufführungen an den hessischen Staatstheatern eingestellt. Den Kommunen wurde empfohlen, dies auch für ihre Theater und Museen anzuordnen. Die Landesregierung sagte alle öffentlichen Termine ab. Wie es weiter hieß, würden auch die Mitglieder der Landesregierung ihre persönlichen Kontakte deutlich reduzieren und keine öffentlichen Termine mehr wahrnehmen, um so das Infektionsrisiko und die Gefahr der Übertragung des Virus zu minimieren. Sämtliche öffentliche Termine der Ministerinnen und Minister sowie deren Staatssekretärinnen und Staatssekretäre werden abgesagt.

    Coronavirus in Hessen: Fast 200 Menschen infiziert

    +++ 20.50 Uhr: Insgesamt sind in Hessen 191 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist der Stand des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration um 12.00 am Samstag (14.03.2020). Das sind 58 Sars-CoV-2-Infizierte mehr als noch am Vortag.

    Die meisten Infizierten insgesamt zählen demnach Frankfurt (21), die Region Kassel (20) und Kreis Bergstraße (15). In Darmstadt wurden heute zum ersten Mal Infektionen öffentlich. Noch keine Fälle des Coronavirus gibt es dagegen laut dem Ministerium in Limburg-Weilburg, Odenwaldkreis und Wetteraukreis. Die Angaben unterscheiden sich zu denen der Landkreise, von denen Limburg-Weilburg und Wetterau bereits Coronavirus-Fälle meldeten. 

    Coronavirus in Hessen: Darmstadt meldet die ersten Infektionsfälle

    +++ 18.26 Uhr: Das Coronavirus ist nun auch in Darmstadt angekommen. Nach Angaben des Gesundheitsamts der Stadt gab es bereits am gestrigen Freitag (13. März) drei positiv auf das Coronavirus getestete Menschen in Darmstadt. 

    Am heutigen Samstag kamen noch einmal zwei bestätigte Fälle hinzu, so dass es – Stand Samstag, 14. März, 16 Uhr – insgesamt fünf positiv getestete Personen in Darmstadt gab. Die am Freitag festgestellten Fälle befänden sich bereits in Isolation und die jeweiligen Kontaktpersonen in Quarantäne. 

    Auch die am Samstag neu hinzugekommenen positiv getesteten Menschen befänden sich in Isolation und die Kontaktpersonen würden „derzeit ermittelt“, teilte die Stadt Darmstadt am Samstagnachmittag mit. Zum Alter der mit dem Coronavirus erkrankten Personen und über die Schwere der Viruserkrankung machte die Stadt zunächst keine Angaben. Auch wurde nicht mitgeteilt, wo sich die Menschen infiziert haben und wie viele Kontaktpersonen sich in Quarantäne befinden.

    Coronavirus in Hessen: Main-Kinzig-Kreis meldet acht weitere Infizierte

    +++ 16.45 Uhr: Im Main-Kinzig-Kreis gibt es acht weitere Coronavirus-Infizierte, wie der Kreis mitteilt. Dabei handele es sich um zwei Personen, die gerade aus einem Urlaub zurückgekehrt seien. Fünf weitere seien der Infektionskette zuzuordnen, die von Rodenbach ausging. Wie sich die achte Person angesteckt haben könnte, sei nach wie vor unklar.

    Der Kreis habe darüber hinaus die Bürgertelefonzeiten ausgeweitet.  Für Gesundheitsfragen in Zusammenhang mit dem Coronavirus können die Bürger montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 15 Uhr die: 06051-8510000 anrufen. 

    +++ 15.26 Uhr: Der Coronavirus ist im Landkreis Limburg-Weilburg (Hessen) angekommen. Landrat Michael Köberle teilte am Samstagnachmittag (14.03.2020) mit, die erste Person aus dem Landkreis sei positiv auf Sars-CoV-2getestet worden. Die Frau habe sich wahrscheinlich im österreichischen Tirol infiziert, das mittlerweile als Risikogebiet gilt. Die Betroffene habe Erkältungssymptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne.

    Drei Fußballfans, die sich nach dem Kontakt mit einem Infizierten aus einem anderen Landkreis in Isolation begeben mussten, dürfen sich wieder frei bewegen: Sie sind nach Angaben von Köberle nach zwei Wochen noch einmal auf das Coronavirus getestet worden. Ergebnis: Negativ. 

    Coronavirus in Hessen: 30 Mitarbeiter der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen unter Quarantäne

    +++ 14.13 Uhr: 30 Mitarbeiter der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen (Hessen) stehen seit Freitag unter häuslicher Quarantäne. Das bestätigte eine Sprecherin der Main-Kinzig-Kliniken auf Anfrage. Zuerst hatte der Hessische Rundfunk über den Fall berichtet. 

    Der Grund für die Quarantäne: Drei andere Mitarbeiter des Krankenhauses in Gelnhausen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am späten Donnerstagabend hätten die Erkrankten ihren Arbeitgeber informiert. Das Klinikpersonal, das mit den Sars-CoV-2-Infizierten Kontakt hatte, sei nun sicherheitshalber unter Isolation. Keiner der 30 zeige bisher Symptome. 

    Die Betroffenen kommen alle aus dem „medizinischen und dem pflegerischen“ Bereich. Betroffen ist einer der beiden Klinik-Standorte in Gelnhausen. 

    Panik ist im Krankenhaus wegen der Ausfälle nicht ausgebrochen: Bereits vor Wochen habe man mehrere Notfallszenarien ausgearbeitet, die nun zum Tragen kämen, so die Sprecherin der Main-Kinzig-Kliniken weiter. Außerdem sei das Patientenaufkommen am Freitag und Samstag geringer geworden. Die Bundesregierung hatte vorgegeben, planbare Operationen, Aufnahmen und Eingriffe zu verschieben. 

    +++ 13.43 Uhr: In Teilen Hessens fallen die katholischen Gottesdienste aus. Das Bistum Mainz (u.a. Darmstadt, Offenbach, Darmstadt, Friedberg und Gießen) und das Bistum Fulda (u.a. Hanau, Marburg, Kassel) haben vorerst alle Gottesdienste und viele weitere Veranstaltungen abgesagt. Grund: Das Coronavirus. Das Bistum Fulda bietet alternativ einen Online-Gottesdienst an.

    Coronavirus Hessen: Quarantäne für Rückkehrer – Erste Schwimmbäder zu

    +++ 10.55 Uhr: In Hessen schließen erste Schwimmbäder wegen des Coronavirus. Die Stadt Wiesbaden hat auf unbestimmte Zeit ihre fünf Bäder dicht gemacht, wie der Wiesbadener Kurier berichtet. Auch das Bad „Tournesol“ in Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis) schließt vorübergehend, heißt es auf dessen Webseite. Auch die Stadt Darmstadt war diesen Schritt schon mit ihren Bädern gegangen.  

    Andere Schwimmbäder in Hessen schränken den Betrieb deutlich ein: So werden beispielsweise in den Schwimmbädern in Kassel weniger Besucher eingelassen und die Rhein-Main-Therme zwischen Hofheim und Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) streicht ihre Sauna-Angebote. 

    Die Stadt Frankfurt hat sich entscheiden, die Schwimmbäder vorerst geöffnet zulassen, allerdings unter der Auflage, dass nur 200 Personen gleichzeitig hinein dürfen. Das hat einen guten Grund: Das Coronavirus selbst kann zwar durch das Badewasser nicht übertragen werden, berichtet das Robert-Koch-Institut. Gefährlich wird es aber dann, wenn sich Infizierte und Gesunde nahe kommen. Dieses Risiko besteht in Saunen, Umkleiden und Schwimmbecken. 

    +++ Update vom Samstag, 14.03.2020, 10.47 Uhr: Wer aus dem Ausland nach Hessen zurückkehrt und einer bestimmten Berufsgruppe angehört, muss sich wegen des Coronavirus sicherheitshalber in häusliche Quarantäne begeben. Die Regelung gilt für Rückkehr aus Coronavirus-Risikogebieten. 

    Betroffen sind insbesondere Berufsgruppen mit unvermeidbaren Sozialkontakt wie Polizisten, Rettungskräfte oder medizinisches Personal. Eine Quarantäne von 14 Tagen gelte auch für Richter und Feuerwehrleute, sagte der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne). Das Sozialministerium in Hessen hat eine vollständige Liste aller Berufsgruppen erstellt, für die der Erlass gilt. 

    Coronavirus-Epidemie in Hessen: 

    +++ 20.00 Uhr: Die Stadt Frankfurt hat heute (13.03.2020) beschlossen, dass nicht nur alle städtischen Museen, sondern darüber hinaus auch der Zoo und der Palmengarten ab Samstag. 14. März, bis einschließlich Freitag, 10. April, geschlossen werden. Zu den städtischen Museen gehören: Archäologisches Museum, Historisches Museum Frankfurt, Porzellan Museum, Hindemith Kabinett, Ikonen-Museum, Institut für Stadtgeschichte/Karmeliterkloster, Caricatura Museum, Museum Angewandte Kunst, Museum MMK für Moderne Kunst, Museum Judengasse, Weltkulturen Museum, Deutsches Architekturmuseum, und das Junge Museum.

    Darüber hinaus werden alle Veranstaltungen der Stadt Frankfurt bis zum 10 April abgesagt. Auch die Volkshochschule Frankfurt (VHS) und die Stadtbücherei schließen bis zum 10. April. Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern im Gebiet Frankfurts müssen abgesagt werden. 

    +++ 19.15 Uhr: Im Kreis Offenbach in Hessen konnte am heutigen Freitag (13.03.2020) bei weiteren acht Personen der Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen werden. Damit steigt die Zahl der Fälle auf insgesamt 15. Derweil wurde heute mitgeteilt, dass bis einschließlich 20. April alle Veranstaltungen im Stadtgebiet Offenbach, die mehr als 100 Teilnehmer haben, unabhängig von ihrer Art und dem Veranstaltungsort abgesagt werden müssen, wie op-online.de berichtet. 

    Corona-Krise in Hessen: Wie Offenbach reagiert

    Darüber hinaus werden in Offenbach bis zum 20. April folgende Einrichtungen geschlossen: Klingspor Museum, Haus der Stadtgeschichte, alle städtischen Jugendtreffs, alle Seniorentreffs, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Nur Integrationskurse an der Vhs sowie Kurse für Prüfungsvorbereitungen und Prüfungen selbst finden weiterhin statt. Der Oberbürgermeister Offenbachs bittet um Verständnis und betont: „Je drastischer unsere Entscheidungen heute ausfallen, desto geringer werden die Auswirkungen auf Dauer sein.“

    Coronavirus: Maßnahmen in Darmstadt und neue Fälle in der Wetterau

    Auch in Darmstadt werden Maßnahmen ergriffen: Die Stadt sagt bis Ende April alle öffentlichen Veranstaltungen ab. Auch Versammlungen und Demonstrationen mit größeren Menschenansammlungen sind untersagt, Sportveranstaltungen nur ohne Zuschauer erlaubt. Alle Schwimmbäder wurden geschlossen und der Museumsbetrieb eingeschränkt.

    In der Wetterau ist ein weiterer Coronavirus-Fall hinzugekommen. Dementsprechend sind aktuell zwei Personen in der Wetterau mit Sars-CoV-2 infiziert. 

    +++19.00 Uhr: Der hessische Ministerpräsident hat wie bereits berichtet bekannt gegeben, dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben, um die Betreuung von Kindern, deren Eltern zu speziellen Berufsgruppen gehören, weiterhin gewährleisten zu können. Der Landesregierung zufolge gehören Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) nicht zu jenen Berufsgruppen.

    Einschränkungen im Betrieb der Frankfurter Verkehrsgesellschaft

    Daher hat die VGF mitgeteilt, dass es ab kommenden Montag zu Einschränkungen im Betrieb der Verkehrsgesellschaft sowie zu Fahrtausfällen auf U-Bahn- und Straßenbahn-Linien kommen kann. Wie stark der öffentliche Verkehr eingeschränkt sein wird, könne laut VGF zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

    Mehr Coronavirus-Testcenter in Hessen vorgesehen

    +++18.30 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen teilte heute mit, dass in der kommenden Woche weitere Coronavirus-Testcenter eröffnet werden. Zu den bereits vorhandenen zehn Einrichtungen werden voraussichtlich sechs hinzukommen. Es könne jedoch laut Aussage der KV nicht geleistet werden, in jedem Landkreis ein Testcenter einzurichten. Hierfür gebe es nicht genug Personal.

    +++18.00 Uhr: In der Pressekonferenz der hessischen Landesregierung spricht Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) von „einer Lage, wie wir sie in der Bundesrepublik Deutschland noch nie hatten“. Deshalb müsse alles getan werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass sich 70 Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem Coronavirus infizieren werden. Ein geringer Prozentsatz wird ernsthaft an Covid-19 erkranken. 

    Laut Bouffier basieren alle Maßnahmen, die von der Politik nun getroffen werden, auf den Kenntnisstand der Mediziner. Die Einschätzung der Mediziner ist jedoch weiterhin dynamisch und so werden es auch die anstehenden Maßnahmen weiterhin sein. Bouffier zufolge sei es das oberste Ziel, die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten. Nicht zwingend erforderliche Operationen sollen daher verschoben werden. 

    Coronavirus: Keine Unterrichtspflicht, aber Schulen und Kitas bleiben geöffnet

    Folgende Maßnahmen gelten ab sofort bis zum Ende der Osterferien: In allen hessischen Schulen herrscht ab kommenden Montag keine Unterrichtspflicht mehr. Allerdings bleiben die Schulen weiterhin geöffnet. So solle gewährleistet werden, dass Kinder von Eltern, die speziellen Berufsgruppen angehören (Ärzte, Pfleger, Richter, Polizisten), weiterhin betreut werden. Denn Angehörige dieser Berufsgruppen sollen wegen der Betreuung ihrer Kinder aufgrund des Unterrichtsausfalls nicht von der weiteren Ausübung ihrer Berufs abgehalten werden. 

    Auch für Kitas gilt diese Regelung. Der Beginn des kommenden Semesters wird an allen hessischen Hochschulen auf den 20. April verschoben. Der normale administrative Betrieb soll jedoch weitergehen. Sowohl in Schulen (Abitur) als auch an Hochschulen sollen wichtige Prüfungen weiterhin abgelegt werden können. 

    Bouffier zu Coronavirus: Bitte um Verständnis und Mithilfe

    Ministerpräsident Bouffier betont, dass das Land Hessen trotz der Maßnahmen funktionsfähig bleiben müsse. Er bittet in Bezug auf die anstehenden Maßnahmen um Verständnis und Mithilfe der Bevölkerung. 

    +++17.45 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) verkündet Maßnahmen, die vorerst bis zum Ende der Osterferien gelten werden: Es wird ab Montag keinen Unterricht mehr an hessischen Schulen geben. Die Schulen bleiben allerdings offen. Es gibt für die Schüler keine Pflicht zur Anwesenheit, sie können aber die Schule besuchen. Dort ist eine Betreuung für Kinder vorgesehen. Das Ablegen des Abiturs und von anderen Prüfungen soll möglich sein.

    Auch die Kitas sollen geschlossen werden. Eine Betreuung von Kindern bestimmter berufstätiger Eltern soll aber auch in diesem Fall weiter gewährleistet werden. Bouffier spricht hier von Funktionsträgern wie Polizei, Richtern, Mitarbeiter des Rettungs- und Pflegedienstes.

    Für die Hochschulen wird die vorlesungsfreie Zeit bis zum 20. April verlängert.

    +++16.36 Uhr: Weitreichende Maßnahmen der Stadt Hanau gegen die Ausbreitung des Coronavirus.Der Krisenstab der Stadt Hanau entscheidet am Freitag (13.03.2020) alle städtischen Gebäude und Einrichtungen zu schließen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky erklärt, dass alle öffentlichen Räume, die in der Hand der Stadt liegen, geschlossen werden. Somit bleiben ab Montag, den 16. März auch alle städtischen Schulen und Kindertagesstätten bis vorläufig 10. April geschlossen.

    Für Eltern, die in Betrieben arbeiten, die für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur notwendig sind, soll eine Notfall-Betreuung eingerichtet werden. 

    Alle Veranstaltungen, werden abgesagt, die Museen, das Kulturforum und die Schwimmbäder bleiben geschlossen. Wie auch schon in anderen Städten werden bei der Hanauer Straßenbahn (HSB) nur noch die mittleren und hinteren Bustüren geöffnet und der Fahrkartenkauf beim Busfahrer komplett eingestellt. Fahrscheine gibt es nur noch an den Fahrkartenautomaten, online und in der RMV-Mobilitätszentrale. 

    Klinikum Hanau bereitet sich auf Corona-Patienten vor 

    Im Klinikum Hanau wurde eine Station vorsorglich geräumt, um einen Quarantänebereich für schwer erkrankte Corona-Patienten vorzubereiten. Zusätzlich wurden die Besuchszeiten gekürzt und nur noch ein gesunder Besucher pro Patient und Tag zugelassen. 

    Das Rathaus hat für dringende Angelegenheiten einen Notdienst, der Montags bis Freitags zwischen 8 und 13 Uhr zwingend notwendige Anliegen bearbeitet. 

    Die Stadt Hanau hat unter der Telefonnummer 06181 / 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet. 

    Das Bürgertelefon ist heute noch bis 20 Uhr, am Wochenende von 9 - 18 Uhr ab nächster Woche montags bis freitags von 7 - 18 Uhr zu erreichen. 

    Schulen in Hessen sollen wohl auch geschlossen bleiben 

    +++15.47 Uhr: Ab Montag, den 16. März bleiben wohl alle Schulen in Hessen geschlossen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) berät das Kabinett am Freitag in einer Sondersitzung ein Maßnahmenpaket. Der Unterricht wird dann wohl an allen hessischen Schulen bis zum Ende der Osterferien (19.04.) ausgesetzt. 

    Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass eine Schließung der Schulen bereits offiziell verkündet wurde. Das war ein Fehler und wir bitten dies zu entschuldigen. Die Landesregierung wird sich ab 17.30 Uhr in einer Pressekonferenz zu den geplanten Maßnahmen äußern.

    133 Coronavirus-Fälle in Hessen 

    +++ 15.21 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Hessen steigt weiter rasant. Das Hessische Sozialministerium meldet heute in Hessen 133 bestätigte Fälle (Stand Freitag, 13.03.2020, 14.00 Uhr) einer SARS-CoV-2-Infektion. Gestern (12.03.2020) waren es noch 91 Fälle. Die meisten Neuerkrankungen gab es im Rheingau-Taunus-Kreis (9), im Main-Kinzig-Kreis (9) und in der Region Kassel (8).  

    Die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen nach Landkreisen und Städten:

    • Bergstraße: 6
    • Darmstadt (Stadt): 0
    • Darmstadt-Dieburg: 4
    • Frankfurt: 15
    • Fulda: 8
    • Gießen: 5
    • Groß-Gerau: 3
    • Hersfeld-Rotenburg: 6
    • Hochtaunuskreis: 5
    • Region Kassel: 14
    • Lahn-Dill-Kreis: 5
    • Limburg-Weilburg: 0
    • Main-Kinzig-Kreis: 11
    • Main-Taunus-Kreis: 4
    • Marburg-Biedenkopf: 7
    • Odenwaldkreis: 0
    • Offenbach (Landkreis): 6
    • Offenbach (Stadt): 1
    • Rheingau-Taunus-Kreis: 14
    • Schwalm-Eder-Kreis: 4
    • Vogelsbergkreis: 2
    • Waldeck-Frankenberg: 4
    • Werra-Meißner-Kreis: 0
    • Wetteraukreis: 2
    • Wiesbaden (Stadt): 7

    Der Vogelsbergkreis meldet kurz nach Veröffentlichung der Zahlen des Sozialministeriums seinen dritten Corona-Fall.  

    Erkrankt ist ein 59-jähriger Mann aus dem Ostkreis. Derzeit wird er stationär in einer Klinik behandelt.

    Der Mann hatte einen Urlaub in Italien verbracht. Nach seiner Rückkehr hatte er lediglich Kontakt zu einer Person, teilt das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises mit.

    Coronavirus-Pandemie in Hessen: Sind auch hier bald alle Schulen zu?

    +++ 14.34 Uhr: Aus Regierungskreisen ist zu hören, dass auch in Hessen alle Schulen und Kitas geschlossen werden sollen. Die hessische Landesregierung wird heute Mittag zusammenkommen, um die Entscheidung zu diskutieren. 

    +++ 13.01 Uhr: Einige Krankenhäuser und Kliniken erlauben keine Besucher mehr. Damit soll die Ansteckungsgefahr möglichst reduziert werden. Insbesondere in Krankenhäusern soll sich die hochinfektiöse Viruserkrankung nicht ausbreiten. Denn die Patienten sind empfindlicher, geschwächter, nicht so robust wie ihre Besucher - die ohne Krankheitssymptome von einer möglichen eigenen Infektion ja gar nichts wissen können. Betroffen sind Krankenhäuser in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, wie fnp.de*.

    Coronavirus: In Hessen schließen immer mehr Schulen - Auch Opel betroffen

    +++ 11.55 Uhr: Wegen eines Corona-Verdachtsfalls sind drei Schulen in Lampertheim geschlossen worden. Vorsorglich wurden auch drei benachbarte Schulen - die Biedensandschule, die Elisabeth-Selbert-Schule und das Lessing-Gymnasium - geschlossen. 

    +++ 10.57 Uhr: Ein Mitarbeiter des Opel-Konzerns in Rüsselsheim wurde positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Dies bestätigt Opel am Freitagvormittag. Kollegen, die mit dem Mann zusammengearbeitet haben, werden aktuell auf das Coronavirus getestet. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

    Die Betroffenen sind im Adam-Opel-Haus angestellt. Deshalb wurden sämtliche Mitarbeiter nun ins Home Office geschickt. Die zum Haus gehörende Kantine sowie das dazugehörige Café wurden vorsorglich auch geschlossen. 

    +++ 09.20 Uhr: Das Kultusministerium in Hessen hat eine Liste mit Schulen herausgegeben, die wegen Coronavirus-Verdachts am heutigen Freitag, 13.03.2020, geschlossen bleiben: 

    • Grundschule Dutenhofen, Wetzlar  
    • Fritz-Gansberg-Schule, Wiesbaden
    • Diesterwegschule, Wiesbaden
    • Luise-Schroeder-Schule, Wiesbaden
    • Berufliche Schulen Rheingau, Geisenheim 
    • Goetheschule Limburg 
    • Westerwaldschule, Mengerskirchen 
    • Ludwig-Emil-Grimm-Schule, Fuldatal
    • Montessori-Schule, Wiesbaden

    +++ 09.12 Uhr: Die Stadt Offenbach hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus viele Veranstaltungen abgesagt, darunter beispielsweise die Sportgala und ein Auftritt von Pop-Star Avril Lavigne in der Stadthalle. 

    +++ 06.52 Uhr: Auch in Fuldatal im Landkreis Kassel (Hessen) bleibt eine Schule wegen des Coronavirus geschlossen, wie hna.de berichtet. Der Vater zweier Schüler an der Ludwig-Emil-Grimm-Grundschule sei mit Sars-CoV-2 infiziert,m teilte das zuständige Gesundheitsamt mit. Wie lange die Kinder daheim bleiben müssen, ist noch unklar.

    +++ 06.40 Uhr: Die Handball-Saison in Hessen ist beendet – und das auf allen Ebenen, also in allen Spielklassen. Grund sei die Ausbreitung des Coronavirus, wie der Hessische Handball-Verband (hhv) am Donnerstag, mitteilte. Auch andere Veranstaltungen rund um den Handball werden abgesagt, beispielsweise Weiterbildungen und Lehrgänge. Auf- und Abstiege orientieren sich am Tabellenstand von Freitag, 13.03.2020. Der hhv schrieb, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber aus Fürsorgepflicht für die Gesundheit aller keinen Weg daran vorbei gesehen. 

    +++ Update vom Freitag, 13.03.2020, 06.31 Uhr: In Limburg (Kreis Limburg-Weilburg) schließt eine Schule wegen des Coronavirus*. Die Goetheschule bleibt am Freitag, 13.03.2020, vorsorglich geschlossen, wie fnp.de berichtet*. In der Schulgemeinde gebe es einen Sars-CoV-2-Verdachtsfall, teilte das Staatliche Schulamt am Tag zuvor mit. Einen bestätigten Coro-Fall gibt es im Kreis Limburg-Weilburg in Hessen weiter nicht, allerdings haben benachbarte Landkreise mehrere Fälle zu verzeichnen.

    +++ 19.32 Uhr: Die Einschränkungen für die Schulen in Hessen nehmen zu: Das Bundesland stellt seine Abiturienten wegen der immer schnelleren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 vom Unterricht frei, wie fr.de berichtet*- Die Prüfungen sollen dennoch stattfinden. Die als Vorsichtsmaßnahme gedachte Regelung gilt vom kommenden Montag (16.03.2020) an bis zum Beginn der Osterferien (06.04.2020), wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag sagte. Am kommenden Donnerstag (19.03.2020) beginnen in Hessen die schriftlichen Abiturprüfungen. Die Abiturienten sollen die Schule nur noch dazu betreten.

    Coronavirus in Hessen: Drei neue Fälle in Offenbach 

    +++ 18.57 Uhr: Es gibt drei neue Coronavirus-Fälle im Kreis Offenbach. Damit liegt die Zahl aller bestätigten Fälle im Kreis nun bei sieben Fällen.

    Ein 47-jähriger Mann und eine 41-jährige Frau aus Rödermark sind nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Beide Fälle stehen im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Südtirol, wie der Kreis bestätigt. Darüber hinaus wurde das Virus bei einem 40-jährigen Mann aus Langen festgestellt, der zuvor in Österreich war. Alle drei Infizierten befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt in Offenbach ermittelt aktuell die Kontaktpersonen.

    Mehrere Kommunen aus dem Osten des Kreises Offenbach melden Probleme im Umgang mit der Corona-Krise, wie op-online.de berichtet. Sie fühlen sich alleingelassen. 

    Coronavirus: Neun neue Fälle im Main-Kinzig-Kreis

    +++ 17.23 Uhr: Der Hessische Fußball-Verband (HFV) sagt aufgrund der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus den kompletten Spielbetrieb in Hessen ab. Das gilt von der LOTTO Hessenliga bis in die untersten Klassen vorerst bis einschließlich Karfreitag, den 10. April 2020, einzustellen.

    +++ 16.49 Uhr: Im Main-Kinzig-Kreis sind gleich neun neue Coronavirus-Infizierte hinzugekommen. Bei den laborbestätigten Fällen handelt es sich um Frauen und Männer mittleren Alters, wie der Landkreis in Gelnhausen mitteilte. Sie hätten sich in einem Skigebiet beziehungsweise bei einem Rückkehrer aus dem Skiurlaub angesteckt. Derzeit zeigten die Erkrankten überwiegend leichte Symptome, die mit denen eines grippalen Infekts vergleichbar seien, berichtete der Kreis.

    Weitere Fälle von potenziell Infizierten würden derzeit geklärt. Daher sei mit einer kurzfristigen Steigerung der Fallzahlen zu rechnen. Das Gesundheitsamt habe sämtliche bestätigten Fälle umgehend häuslich isoliert. Gleiches gelte für Personen, mit denen sie in den vergangenen Tagen näheren Kontakt hatten. Bis zum Mittwoch war erst ein Corona-Fall im Kreis registriert worden, wie das hessische Sozialministerium in einer Übersicht mitteilte.

    Coronavirus: Busse im Main-Taunus-Kreis bleiben vorne zu - Frankfurt sagt alles ab

    +++ 16.45 Uhr: Ab sofort bleibt die vordere Tür der Busse im Main-Taunus-Kreis bis auf weiteres geschlossen. Fahrgäste werden gebeten, die anderen Türen für den Ein- und Ausstieg zu benutzen. Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Coronavirus beim Fahrscheinverkauf sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste minimiert werden.

    Fahrscheine werden im Bus bis auf Weiteres nicht verkauft. Auch die Sichtkontrollen der Fahrscheine durch den Fahrer entfallen. Dennoch gilt die Fahrscheinpflicht. Die MTV bittet ihre Bus-Fahrgäste, sich möglichst vor Fahrtantritt mit Fahrscheinen zu versorgen oder die elektronischen Tickets zu verwenden. 

    +++ 16.43 Uhr: Auch Frankfurt sagt wegen des Coronavirus alle zentralen städtischen Veranstaltungen vorerst ab. Betroffen sei unter anderem ein Einbürgerungsempfang in der Paulskirche, ein Festakt anlässlich des 40-jährigen Bestehens des English Theatre sowie Auszeichnungen und Ehrungen. Das teilte die Stadt Frankfurt mit. Sie sollen nach Möglichkeit später im Jahr nachgeholt werden. Betroffen sind den Angaben zufolge städtische Veranstaltungen im Kaisersaal, im Römer und in der Paulskirche bis einschließlich der Osterferien. Auch alle Veranstaltungen in der Oper Frankfurt, im Schauspiel sowie der Alten Oper und im Mousonturm werden bis auf weiteres abgesagt. Das gilt bereits ab Morgen, Freitag, den 13. März. Auch die Grüne Börse im Palmengarten fällt aus. 

    Coronavirus: Hessentag auf der Kippe? – Kassel greift durch

    „Wir haben in den vergangenen Tagen gemerkt, dass sich Einschätzungen fast täglich ändern, dass auch die Verunsicherung auf Seiten von Veranstaltern zunimmt. Mit dieser Entscheidung möchte ich ein Stückweit für mehr Klarheit und Planungssicherheit sorgen“, wird Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zitiert.

    +++ 16.33 Uhr: Wird der Hessentag wie geplant vom 5. bis 14. Juni in Bad Vilbel stattfinden? Abgesagt wird er zumindest derzeit noch nicht. Das teilt der stellvertretende Regierungssprecher Marco Kreuter auf Anfrage mit. Die Stadt Bad Vilbel als Veranstalter, der Wetteraukreis als zuständige Behörde sowie die Staatskanzlei und weitere an der Veranstaltungsleitung beteiligte Stellen würden sich bei den laufenden Vorbereitungen eng abstimmen. Sollte sich die Lage verändern, werde man „situationsbezogen darauf reagieren“.

    Wie der Wetterauer Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs mitteilte, schließt sich das Gesundheitsamt den aktuellen Empfehlungen von Bund und Land an. „Jede Ansammlung von Menschen, also jede Versammlung impliziert auch ein Restrisiko der möglichen Ansteckung. Das muss jedem klar sein.

    +++ 15.49 Uhr: Die Stadt Kassel greift wegen dem Coronavirus jetzt durch: Sie macht alle Theater, Kinos und Diskotheken dicht. Auch die Messe wird vorerst und voraussichtlich bis Ende April geschlossen. Alle städtischen Veranstaltungen werden abgesagt.

    Kinos, Diskotheken und auch Saunen müssen laut der Stadt Kassel komplett schließen. Alle Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen werden von der Stadt bis Ende April untersagt. So soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

    Auch die Stadt Langen (Kreis Offenbach) sagt die in den nächsten 14 Tagen geplanten Comedy- und Kabarettaufführungen in der Stadthalle ab. Kurzfristig dem Virus zum Opfer fällt zudem die für den morgigen Samstag geplante „Rock am Sterzbach“-Party in der Stadthalle.

    Coronavirus: Zahl der Infizierten in Hessen fast verdoppelt

    +++ 14.13 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Hessen steigt rasant: Wie das Sozialministerium mitteilt, sind mittlerweile (Stand Donnerstag, 12.03.2020, 14.00 Uhr) 91 Sars-CoV-2-Infektionen bestätigt. Am Mittwoch (11.03.2020) waren es noch 48 Fälle gewesen, die Zahl der Infizierten hat sich also fast verdoppelt.

    Die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen nach Landkreisen und Städten:

    • Bergstraße: 6
    • Darmstadt (Stadt): 0
    • Darmstadt-Dieburg: 1
    • Frankfurt: 15
    • Fulda: 5
    • Gießen: 5
    • Groß-Gerau: 1
    • Hersfeld-Rotenburg: 6
    • Hochtaunuskreis: 4
    • Region Kassel: 6
    • Lahn-Dill-Kreis: 5
    • Limburg-Weilburg: 0
    • Main-Kinzig-Kreis: 2
    • Main-Taunus-Kreis: 3
    • Marburg-Biedenkopf: 7
    • Odenwaldkreis: 0
    • Offenbach (Landkreis): 5
    • Offenbach (Stadt): 1
    • Rheingau-Taunus-Kreis: 5
    • Schwalm-Eder-Kreis: 1
    • Vogelsbergkreis: 2
    • Waldeck-Frankenberg: 4
    • Werra-Meißner-Kreis: 0
    • Wetteraukreis: 1
    • Wiesbaden (Stadt): 6

    Wie das Sozialministerium mitteilt, weisen alle erkrankten Menschem aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf. „Eine stationäre Aufnahme trotz keiner oder nur milder Symptome wird in Betracht gezogen, wenn die Wohnsituation der Person eine häusliche Absonderung nicht oder nur schwer zulässt“, heißt es in der Mitteilung.

    +++ 11.49 Uhr: Die Luminale ist abgesagt. Sie sollte vom Donnerstag (12.03.2020) bis zum Sonntag (15.03.2020) in Frankfurt und Offenbach stattfinden. „Aufgrund der aktuellen Auflagen der Gesundheitsbehörden, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen, hat sich die Messe Frankfurt als Veranstalterin der Luminale kurzfristig entschieden, das Lichtfestival abzusagen“, heißt es in einer Mitteilung der Messe Frankfurt.

    +++ 11.27 Uhr: Der Landkreis Offenbach meldet neue Infektionen mit dem Coronavirus: Zwei weitere Menschen seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Zahl der Erkrankten im Kreis Offenbach bei insgesamt vier Fällen.

    Betroffen ist ein 47 Jahre alter Mann aus Neu-Isenburg. Er war aus einem Urlaub in Ischgl in Österreich zurückgekehrt. Außerdem ist ein 28 Jahre alter Mann aus Hainburg infiziert, der Kontakt mit Rückkehrern aus Italien hatte. „Die beiden Infizierten befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt ermittelt aktuell die Kontaktpersonen“, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

    Coronavirus (Sars-CoV-2): Land Hessen ordnet Absage von Großveranstaltungen an

    Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 10.42 Uhr: Wegen des Coronavirus müssen in Hessen jetzt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abgesagt werden. Das teilte Sozialminister Kai Klose via Twitter mit. Er werde „heute anweisen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abzusagen“. Grund dafür seien die neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der „uneinheitliche Umgang mit den bestehenden Empfehlungen in den Kommunen“, so Klose.

    Coronavirus in Hessen: Maßnahmen in Kliniken in Limburg

    Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 08.14 Uhr: Aufgrund der konstanten Ausbreitung des Coronaviru s in Limburg* haben Kliniken erste Maßnahmen besprochen. In den St. Vincenz-Kliniken ist ab sofort nur noch ein Besucher pro Patient erlaubt. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen und in Absprache mit dem Stationspersonal zugelassen. 

    „Gerade im Krankenhaus wollen wir die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung nicht erhöhen sondern besonders niedrig halten. Von daher setzen wir auf das Verständnis und die Unterstützung der Bevölkerung, damit wir in dieser besonderen Situation die medizinische Versorgung der Menschen der Region auch weiterhin optimal gewährleisten können“, erklären der Ärztliche Direktor, PD Dr. Michael Fries, und Geschäftsführer Guido Wernert übereinstimmend. 

    Gleichzeitig appellieren die Verantwortlichen an die Bevölkerung, nur bei schweren Symptomen wie hohem Fieber und Atemnot oder starkem Husten, eine Notaufnahme aufzusuchen. Bei Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollten Betroffene ihren Hausarzt zunächst telefonisch informieren und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen.

    Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Mehrere Schulen bleiben geschlossen

    Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 7.22 Uhr: Im Hessen bleiben aufgrund des neuartigen Coronavirus mehrere Schulen geschlossen. In Hochheim am Main (Main-Taunus-Kreis) bleibt die Heinrich-von-Brentano-Schule wegen eines Verdachtsfalls geschlossen. In Wetzlar fällt der Unterricht an der Grundschule in Dutenhofen aus. Dort hatten zwei Personen Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall. Und in Wiesbaden wird es heute an der Friedrich-von-Schiller-Schule keinen Unterricht geben, weil es dort auch einen Kontakt zu einem Coronavirus-Fall gegeben hat. 

    Coronavirus in Hessen: Zahl der Infizierten steigt – Schulen und Kindergarten geschlossen

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 20.40 Uhr: Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) vermisst klare Vorgaben von Bund und Land zum Umgang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bei größeren Veranstaltungen. Die Absage von Veranstaltungen müssten Kommunen im Einzelfall entscheiden, sagte Majer am Mittwoch in Frankfurt. Bislang gebe es nur Empfehlungen von Bund und Land Hessen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern nicht stattfinden zu lassen. „Es ist vollkommen klar, dass wir da klare Regeln brauchen auf einer übergeordneten Ebene“, sagte der Frankfurter Dezernent. Er entschuldigte sich für die Kehrtwende der Stadt bezüglich des Fußballspiels zwischen Eintracht Frankfurt und Basel.

    Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen ist unterdessen weiter gestiegen. Am Mittwochnachmittag (14.00 Uhr) meldete das Sozialministerium in Wiesbaden 48 bestätigte Sars-CoV-2-Fälle. Bis Dienstagnachmittag waren es 34 Fälle gewesen. Unter anderem gab es vier neue Fälle in Frankfurt und drei neue Fälle in Fulda. "Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf", hieß es.

    Die Liste der wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 abgesagten oder verschobenen Messen in Frankfurt wird immer länger. Am Mittwoch wurde die für Mitte Mai geplante Touristik-Messe IMEX vom Veranstalter abgesagt, nachdem das Land Hessen sich gegen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern ausgesprochen hatte. Die für 3400 Aussteller und 5100 Fachbesucher ausgelegte IMEX reiht sich ein in mehrere bereits betroffene Messen. Am Dienstag war die Landwirtschaftsmesse Land und Genuss ins kommende Jahr verschoben worden.

    Coronavirus in Hessen: Erneut Person im Kreis Offenbach positiv getestet

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 17.12 Uhr: Erneut ist eine Person im Kreis Offenbach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 29-jährigen Mann aus Mühlheim, so die Kreisverwaltung. Er war aus dem Urlaub in Südtirol zurückgekehrt. Er befinde sich zurzeit in häuslicher Quarantäne.

    Das Gesundheitsamt habe den kleinen Kreis der Kontaktpersonen ermittelt. Die Lebensgefährtin sei negativ getestet worden. Sie befinde sich ebenfalls in Quarantäne

    Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Fall in Kindergarten in Wiesbaden

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 16.40 Uhr: In einem Kindergarten in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Das meldet das städtische Gesundheitsamt. Das Kind habe zuletzt am Donnerstag (05.03.2020) mit grippalen Symptomen die städtische Kindertagesstätte besucht, berichtet die Stadt. 

    Die Einrichtung werde vorsorglich von Donnerstag (12.03.2020) bis zum 20.03.2020 geschlossen bleiben. Das Gesundheitsamt werde Kontakt zu allen Familien und Mitarbeitenden aufnehmen und die weiteren erforderlichen Maßnahmen in die Wege leiten. Die Kinder sollen in der Zeit der Schließung der Kindertagesstätte zu Hause bleibe.

    Außerdem hat sich der Verdacht auf eine Sars-CoV-2-Infektion beim Ehemann der bereits am letzten Freitag (06.03.2020) positiv getesten Wiesbadenerin bestätigt. Das Ehepaar war am 01.03.2020 aus dem gemeinsamen Südtirol-Urlaub nach Hessen zurückgekommen. Sie befinden sich seitdem in häuslicher Quarantäne. Beiden gehe es gut. Die Symptome sind bereits rückläufig, so das Gesundheitsamt.

    Coronavirus in Hessen: Frau aus Hanau aus Überwachung entlassen

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 16.01 Uhr: Eine Entwarnung meldet das Gesundheitsamt im hessischen Main-Kinzig-Kreis: Eine Hanauerin wurde aus der häuslichen Überwachung entlassen. Ihre Krankheit ist überstanden. Sie war vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei weitere Tests fielen dann negativ aus.

    Als weitere Sicherheitsvorkehrung wurden parallel dazu sämtliche Kontaktpersonen ermittelt und häuslich isoliert. Deren Tests auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) haben bereits in den vergangenen Tagen durchweg negative Ergebnisse gezeigt.

    Coronavirus in Hessen: Zweiter Fall im Kreis Groß-Gerau bestätigt

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 15.32 Uhr: Im Kreis Groß-Gerau gibt es einen zweiten bestätigten Fall von Coronavirus Sars-CoV-2. Darüber informierten am Mittwoch (11.03.2020) Gesundheitsdezernent Walter Astheimer (Grüne) und Landrat Thomas Will (SPD). 

    Bei der Betroffenen handele es sich um eine Frau aus dem Kreisgebiet, Jahrgang 1967, die mit ihrem Mann am Freitag (06.03.2020) aus dem Skiurlaub in Südtirol nach Hessen zurückgekehrt war. Die Frau ist mit ihrem Mann nach Angaben des Gesundheitsamts isoliert, sie befindet sich in Quarantäne im eigenen Haus. „Die Patientin weist Krankheitszeichen eines grippalen Infekts auf“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamts, Angela Carstens.

    Das Kreisgesundheitsamt prüfe, ob die Patientin möglicherweise weitere Personen angesteckt haben könnte, hieß es weiter. Doch nach bisherigem Kenntnisstand des Gesundheitsamts habe die Frau in den letzten Tagen wenige Kontakte gehabt. „Die Frau hat sehr umsichtig gehandelt, weil sie nach dem Auftreten der ersten Symptome am 7. März gleich selbst in Quarantäne gegangen ist“, erklärte Carstens.

    Als die Frau Symptome eines grippalen Infekts entwickelte, hatte das Gesundheitsamt schließlich den Abstrich veranlasst. „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Patienten, ihr Gesundheitszustand wird regelmäßig kontrolliert, unser Team betreut sie sehr engmaschig und steht ihr mit Rat und Tat zur Seite“, so Carstens. 

    In Hessen gibt es bisher 48 bestätigte Coronavirus-Fälle

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 14.42 Uhr: In Hessen gibt es mittlerweile 48 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das meldet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Alle Betroffenen weisen zurzeit milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf. 

    Folgende Städte und Landkreise in Hessen haben seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus Fälle gemeldet:

    • Bergstraße: 3
    • Darmstadt-Dieburg: 1
    • Frankfurt: 8
    • Fulda: 5
    • Gießen: 4
    • Groß-Gerau: 1
    • Hochtaunuskreis: 3
    • Landkreis Kassel: 2
    • Lahn-Dill-Kreis: 4
    • Main-Kinzig-Kreis: 1
    • Main-Taunus-Kreis: 3
    • Marburg-Biedenkopf: 3
    • Landkreis Offenbach: 1
    • Stadt Offenbach: 1
    • Rheingau-Taunus-Kreis: 2
    • Vogelsbergkreis: 2
    • Waldeck-Frankenberg: 3
    • Stadt Wiesbaden: 1

    Neue bestätigte Infektionen gibt es am Mittwoch (11.03.2020) in Bergstraße (1), Frankfurt (4), Fulda (3), Landkreis Kassel (1), Main-Taunus-Kreis (1), Marburg-Biedenkopf (1), Vogelsbergkreis (1) und Waldeck-Frankenberg (2). 

    In Stadt Darmstadt, Hersfeld-Rotenburg, Stadt Kassel, Limburg-Weilburg, Odenwaldkreis, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis und Wetteraukreis gibt es keine offiziell bestätigten Fälle. 

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 12.52 Uhr: Nun ist es offiziell: Das Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals zwischen Eintracht Frankfurt und FC Basel wird am Donnerstag (12.03.2020) trotz der Ausbreitung des Coronavirus mit Fans stattfinden. Das Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.03.2020) wird hingegen vor leeren Rängen ausgetragen. Das haben Eintracht Frankfurt und die Stadt Frankfurt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mitgeteilt. 

    Coronavirus in Hessen: General der US-Army in Wiesbaden womöglich infiziert

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 11.13 Uhr: Der oberste General der US-Army in Europa mit Hauptsitz in Wiesbaden, Christopher Cavoli, hat sich möglicherweise auf einer Nato-Konferenz mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet die Wochenzeitung „Politico Europe“. 

    Er und weitere Mitglieder der amerikanischen Streitkräfte in Erbenheim hätten sich freiwillig in Quarantäne begeben. Oberkommandierender Cavoli habe gemeinsam mit seinen Kollegen alle empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, so Ryan McCarthy von der Garnison in Erbenheim. Sie arbeiten jetzt Zuhause.  Man stehe im ständigen Austausch mit den deutschen Gesundheitsbehörden und Ärzten. 

    Coronavirus breitet sich in Hessen immer weiter aus

    Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 09.23 Uhr: An der Heinrich-von-Brentano-Schule in Hochheim (Main-Taunus-Kreis) gibt es einen Coronavirus-Verdachtsfall. Ein Schüler, der sich möglicherweise mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert hat, soll am heutigen Mittwoch getestet werden, teilte der Main-Taunus-Kreis mit. 

    Sicherheitshalber wurden alle rund 750 Schüler der Gesamtschule nach Hause geschickt. Im Laufe des Tages wolle man über das weitere Vorgehen informieren, hieß es. Bislang gibt es im Main-Taunus-Kreis drei bestätigte Fälle des Coronavirus

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 20.26 Uhr: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurde am Abend ein weiterer Fall gemeldet, im Landkreis Rheingau-Taunus wurden nach Angaben der örtlichen Behörden bis zum Abend sogar drei weitere Fälle bestätigt. Damit dürfte die Gesamtzahl der in Hessen gemeldeten Fälle nun bei 39 liegen.

    Coronavirus in Hessen: Frau aus Kelkheim geht es „mäßig gut“

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 18.54 Uhr: Der Main-Taunus-Kreis berichtet am Abend über einen weiteren bestätigten Fall des Coronavirus. Der Frau aus Kelkheim gehe es „mäßig gut“, sie stehe unter häuslicher Quarantäne.

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 17.03 Uhr: Das Gesundheitsamt hat einen Kindergarten im Kreis Bergstraße im Lautertaler Ortsteil Beedenkirchen für einen Tag geschlossen. Der Grund: ein zweiter Corona-Fall im Kreis Bergstraße. Alle Kontaktpersonen im Kindergarten sind unter Quarantäne gestellt worden, teilt der Kreis mit. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. 

    Zudem sei empfohlen worden, dass die Kinder der Einrichtung 14 Tage lang zuhause bleiben sollten. Auch drei Schüler befänden sich in Quarantäne. Da sie nach Kontakt mit der Patientin nicht mehr in der Schule gewesen seien, müsse diese nicht geschlossen werden. 

    Coronavirus in Hessen: Sozialministerium empfiehlt Absage von Veranstaltungen

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 16.07 Uhr: Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration empfiehlt wegen des Coronavirus allen Veranstaltern und Gesundheitsbehörden die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. 

    „Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Italien und des aktuellen Verlaufs der Sars-CoV-2-Infektionen lässt sich die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, nicht sicher beurteilen“, teilt Kai Klose, hessischer Minister für Soziales und Integration, mit. 

    Zudem spricht sich das Ministerium für eine Absage von Veranstaltungen mit unter 1000 Teilnehmern aus, wenn die erwarteten Besucher aus Risikogebieten kommen könnten.

    Das Coronavirus beeinflusst den Alltag* vieler Menschen immer stärker - auch in Frankfurt. Noch ist die Bedrohung nicht spürbar, aber die Unsicherheit wächst bei den einen - die anderen reagieren gelassen. 

    Coronavirus in Hessen: Zehn Untersuchungszentren für Verdachtsfälle

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 15.49 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung wird hessenweit zehn Untersuchungszentren für Corona-Verdachtsfälle einrichten. Das bestätigte Alexander Kowalski, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung. 

    Wo genau sich die Zentren für Coronavirus-Infizierte befinden, will die Kassenärztliche Vereinigung zunächst nicht veröffentlichen. Der Grund: Vor den Zentren sollen sich keine langen Schlangen bilden. Die Einrichtungen sollen keinem Ansturm an besorgten Menschen ausgesetzt sein. 

    „Das wäre im Moment nicht zielführend. Die Zentren sind für die Fälle gedacht, wo eine Testung wirklich notwendig ist“, so Kowalski. Dort sollen nur ernstzunehmende Verdachtsfälle schnell überprüft werden können. 

    Betroffene können sich bei einem Coronavirus-Verdacht beim Hausarzt, beim zuständigen Gesundheitsamt und über die zentrale Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen melden - unter der Telefonnummer 116 117. 

    Coronavirus (Sars-CoV-2): Anzahl der Infektionen in Hessen steigt auf 34 

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 14.41 Uhr: Die Anzahl der Sars-CoV-2-Infektionen steigt in Hessen weiter an. Mittlerweile gibt es 34 bestätigte Fälle. Das meldet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Jeweils eine neue Infektion gebe es nun auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Hochtaunuskreis

    Die Person aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg habe sich im Urlaub im Zillertal angesteckt. Sie zeige milde Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die Person aus dem Hochtaunuskreis habe Kontakt zu einer anderen positiv getesteten Person aus dem Hochtaunuskreis gehabt. Alle erkrankten Personen würden aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen aufweisen.

    Coronavirus breitet sich in Hessen aus: Im Main-Taunus-Kreis gibt es zwei Fälle

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 12.38 Uhr: Auch im Main-Taunus-Kreis gibt es jetzt zwei bestätigte Fälle des Coronavirus. Das teilen Landrat Michael Cyriax und Kreisabgeordnete Madlen Overdick mit. Bei den Betroffenen handele es sich um eine Frau aus Eschborn und einen Mann aus Bad Soden. 

    Bei befänden sich unter häuslicher Quarantäne. Die Frau sei nur leicht erkrankt, der Mann stärker. Das Gesundheitsamt ermittle zurzeit mögliche Kontaktpersonen. 

    Den Angaben zufolge war der Mann aus dem Skiurlaub im Risikogebiet Südtirol zurückgekehrt. Die Frau hatte wohl Kontakt zu einer infizierten Person aus einem anderen Landkreis. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns einen bestätigten Corona-Fall gibt“, sagte Overdick. 

    In Italien scheint die Lage immer dramatischer zu werden. In dem Land lag eine Frau nach ihrem Tod stundenlang in der Wohnung, kein Bestatter, kein Arzt kam vorbei. Sie war mit dem Coronavirus infiziert. Der Bruder erhebt schwere Vorwürfe. 

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 11.44 Uhr: Im Landkreis Gießen gibt es den nächsten bestätigten Coronavirus-Fall. Eine 1983 geborene Frau aus einer offiziell nicht näher genannten Kreisgemeinde ist erkrankt. Das meldet die Kreisverwaltung. Die Betroffene sei am Sonntag (08.03.2020) aus Österrreich zurückgekehrt. Dort habe sie sich wohl mit dem Erreger angesteckt. 

    Ihre Infektion wurde am Montagabend (09.03.2020) bestätigt. Die Frau habe Fieber und befinde sich mit ihrere Familie in häuslicher Quarantäne. Sie werde vom Gesundheitsamt betreut. Weitere Kontaktpersonen seien ermittelt. Diese wohnen allerdings nicht in Hessen, so die Kreisverwaltung. Damit sind im Landkreis Gießen nun vier Coronavirus-Fälle offiziell bestätigt. 

    Coronavirus in Hessen: Erster Fall im Landkreis Marburg-Biedenkopf

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 11.08 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Hessen weiter aus. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es zwei bestätigte Fälle. Eine 50 Jahre alte Frau und ihr gleichaltriger Ehemann haben sich mit dem Erreger infiziert. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das teilt der Landkreis mit. 

    Das Ehepaar hatte sich zuvor in Südtirol aufgehalten. Nach ihrer Rückkehr haben sie Kontakte gemieden und sich ärztlichen Rat eingeholt. Ärzte des Gesundheitsamtes betreuen die Betroffenen, so der Landkreis. Ob es Kontaktpersonen gibt, werde noch überprüft. 

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 09.45 Uhr: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist bei der Deutschen Bank in Frankfurt ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Kollegen, die mit ihm in Kontakt standen, müssten vorübergehend ihren Arbeitsplatz wechseln, einige ins Home-Office. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet unter Berufung auf Finanzkreise, es sei eine höhere zweistellige Zahl von Mitarbeitern der Deutschen Bank betroffen. 

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 08.15 Uhr: Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Rund 100 Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. „Potenziell betroffene“ Büros würden gründlich gereinigt.

    EZB berät über Maßnahmen wegen Corona-Virus

    Am Donnerstag trifft sich der EZB-Rat zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung. Beraten werden die Ratsmitglieder über zusätzliche Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft in der Eurozone wegen der Belastungen durch die Coronavirus-Epidemie.

    Update vom Dienstag, 10.03.2020, 06.42 Uhr: Die Schüler der Gesamtschule in Kelkheim-Fischbach, die vergangene Woche von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekommen sind, bleiben zwei Wochen lang der Schule fern. Wie die Verantwortlichen des Main-Taunus-Kreises mitteilten, sollen sie bis Mittwoch (18.03.2020) die Schule nicht mehr betreten, wie fnp.de berichtet*.

    Schüler aus Kelkheim müssen wegen Coronavirus-Risiko zu Hause bleiben Das Gesundheitsamt hatte die Frist von einer auf zwei Wochen verlängert, weil Südtirol insgesamt als Risikogebiet gilt und die Krankheit innerhalb von zwei Wochen ausbrechen kann. 

    Nach der Rückkehr aus Südtirol, wo zumindest theoretisch die Möglichkeit zu kurzzeitigen Kontakten mit einem Corona-Verdachtsfall bestand, waren zunächst die 70 Schüler vom Unterricht freigestellt worden. Mittlerweile sollten auch die acht begleitenden Lehrer daheim bleiben.

    Coronavirus in Hessen: Frau aus Offenbach positiv getestet

    Update vom Montag, 09.03.2020, 20.43 Uhr: Eine Frau aus Offenbach, die sich derzeit aus familiären Gründen in Nordrhein-Westfalen aufhält, ist positiv auf den Coronavirus-Erreger SARS-CoV-2 getestet worden. Wie Dr. Bernhard Bornhofen, der Leiter des Stadtgesundheitsamts Offenbach, am Abend mitteilte, befindet sich die 35-Jährige derzeit in Nordrhein-Westfalen unter Quarantäne. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut – sie zeige nur leichte Symptome. 

    Mit dem Corona-Virus angesteckt hat sich die Offenbacherin offenbar bei einer dienstlichen Tagung in Österreich. Vor drei Tagen erfuhr sie von ihrem Arbeitgeber in Frankfurt, dass ein Teilnehmer der Tagung positiv auf das Virus getestet wurde. „In der Zeit, in der sie ansteckend gewesen sein könnte, hielt sich die Person nur an einem Tag in Offenbach, ansonsten in Frankfurt und Nordrhein-Westfalen auf“, so Bornhofen. 

    Coronavirus in Hessen: Drei Menschen unter Quarantäne gestellt

    Auf Anordnung der jeweils zuständigen örtlichen Gesundheitsämter wurden vorsorglich drei weitere Personen, mit denen die Frau seit ihrer Rückkehr aus Österreich Kontakt hatte, unter häusliche Quarantäne gestellt. Die drei Personen leben in der Stadt Offenbach, im Landkreis Offenbach und in Frankfurt am Main.

    Update vom Montag, 09.03.2020, 17.41 Uhr: Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hat nun 26 Menschen in Hessen infiziert. Dies teilte das hessische Sozialministerium mit. Den Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut. In einer Meldung des Ministeriums heißt es dazu: „Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf.“

    Update vom Montag, 09.03.2020, 16.52 Uhr: Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weiter aus. In Hessen sind mittlerweile 25 Menschen erkrankt. Das teilt Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration, auf einer Pressekonferenz des Hessischen Sozialministeriums mit. 

    Neue Infektionen gibt es in folgenden hessischen Landkreisen: 

    • zwei Fälle im Lahn-Dill-Kreis
    • zwei Fälle im Landkreis Fulda
    • ein Fall im Rheingau-Taunus-Kreis.

    Coronavirus in Hessen: Schulen sollen nicht flächendeckend geschlossen werden

    Schulen und Unis wie in Italien wolle man zurzeit nicht flächendeckend schließen. „An dem Punkt sind wir mit Sicherheit noch nicht“, sagte Klose. Die geringe Anzahl der bestätigten Fälle sei ein Beleg dafür, dass die aktuelle Strategie in Hessen gut funktioniere, so Klose. Ob Schulen und Unis in bestimmten Fällen geschlossen werden, müsse man einzeln prüfen. 

    Die Schulen zu diesem Zeitpunkt flächendeckend zu schließen, sei laut Prof. Dr. Dr. René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, „unverhältnismäßig“. 

    Das Gleiche gelte für Veranstaltungen ab 1000 Besuchern. Ob der Hessentag 2020 in Bad Vilbel Anfang Juni stattfinden werde, könne Klose nicht sagen: „Das ist noch relativ lange hin“. 

    Coronavirus in Hessen: Virus überlebt wohl maximal sechs Tage auf Oberflächen

    Gerade ältere Menschen und Menschen mit geschwächten Immunsystem sind laut Klose gut beraten, in dieser Zeit ihre sozialen Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren. „Wir müssen uns besonders um diejenigen kümmern, die besonders gefährdet sind“.  

    Prof. Dr. Sandra Ciesek, Virulogin der Universitätsklinik Frankfurt am Main, erklärte, dass das neuartige Virus auf Oberflächen maximal sechs Tage unter Laborbedingungen überlebt - und nicht neun Tage, wie zuletzt häufig berichtet wurde. Außerhalb von Laboren könne das Virus auch früher sterben. 

    Laut Ciesek werden bereits zugelassene Substanzen auf eine antivirale Wirkung gegen das Coronavirus untersucht. Sie könnten sofort als Gegenmittel eingesetzt werden. Man erwarte in wenigen Wochen bis Monate neue Erkenntnisse. 

    Coronavirus in Hessen: Erste Infektion in Wiesbaden

    Update vom Montag, 09.03.2020, 13.54 Uhr: Die erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ist in der Landeshauptstadt Wiesbaden bestätigt worden. Das teilt die Stadt Wiesbaden am Montag (09.03.2020) mit. Damit steigt die Anzahl der bestätigten Infektionen in Hessen auf 22. 

    Die 1967 geborene Frau sei am 29. Februar mit grippalen Symptomen aus dem Grödnertal in Südtirol zurückgekehrt. Auch ihr Mann wurde mittlerweile auf eine Infektion getestet. Er hatte seine Frau in Südtirol begleitet. Das Ergebnis stehe noch nicht fest. Auch er befinde sich in Quarantäne. 

    Die Frau war nach ihrer Rückkehr nicht zur Arbeit gegangen, so die Stadt Wiesbaden. Es gehe ihr inzwischen gut. 

    Update vom Montag, 09.03.2020, 13.27 Uhr: Nach dem Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus sind alle Tests bei Schülern der Lahntalschule in Lahnau auf Sars-CoV-2 negativ verlaufen. Trotzdem bleiben alle Beteiligten der aus einer Skifreizeit aus Südtirol zurückgekehrten Klassen und ihre Betreuer vorsorglich in Quarantäne, teilte der Lahn-Dill-Kreis am Montag (09.03.2020) mit. 

    Bei 52 noch am Freitag (06.03.2020) getesteten Personen mit Erkältungssymptomen seien die Befunde negativ. Der Kreis empfahl auch allen Menschen, die in derselben Wohnung oder im selben Haus wohnen und in sensiblen Bereichen arbeiten, sich mit ihrem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen. 

    Südtirol gilt mittlerweile nach Angaben des Robert-Koch-Institus als Risikogebiet.

    Coronavirus in Hessen: EZB-Mitarbeiter sollen von Zuhause aus arbeiten

    Update vom Montag, 09.03.2020, 09.17 Uhr: Die rund 3.700 Beschäftigten der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main sollen am Montag (09.03.2020) von Zuhause aus arbeiten. Das hat eine EZB-Sprecherin mitgeteilt. 

    Mit dem Test wolle die Zentralbank ihren Notfallplan überprüfen, der bei einer Infizierung von Mitarbeiten mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft treten würde. Getestet werde unter anderem die IT-Infrakstruktur - also Laptops und die Datenübermittlung. 

    Update vom Sonntag, 08.03.2020, 17.05 Uhr: Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich immer weiter in Hessen aus. Die Zahl der Infizierten ist erneut gestiegen, mittlerweile sind 21 Menschen in Hessen an dem Virus erkrankt. Im Landkreis Kassel befindet sich nach Angaben des Sozialministeriums eine Person mit nachgewiesener Infektion in häuslicher Quarantäne.

    Coronavirus in Hessen: Zwei Frauen im Rheingau-Taunus-Kreis unter Quarantäne

    Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurde ein weiterer Fall gemeldet: Es handelt sich um die Mutter einer 27-Jährigen, deren positiver Test am Donnerstag (05.03.2020) bekannt geworden war. Beide Frauen befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in häuslicher Quarantäne.

    Update vom Sonntag, 08.03.2020, 14.28 Uhr: Das Sozialministerium Hessen hat neue Informationen zu der Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Hessen bekanntgegeben. Demnach sind in Hessen jetzt 19 Infizierte bekannt. Erstmals wurde eine Infektion im Landkreis Offenbach bekannt. 

    Coronavirus Sars-CoV-2 erreicht Kreis Offenbach - Mann in Obertshausen infiziert

    Es handelt sich dabei um einen 43-jährigen Mann aus Obertshausen, der derzeit leichte Krankheitssymptome zeigt und vorsorglich in eine Klinik gebracht wurde. Aktuell prüft das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte. Der Fall steht in Zusammenhang mit dem Coronavirus-Fall in der HR-Bigband. Auch die anderen von Sars-CoV-2 betroffenen Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf.

    Außerdem hat der Kreis Bergstraße am Sonntagnachmittag einen neuen Coronavirus-Fall dort bestätigt. Demnach hat sich eine Frau aus Lautertal mit dem Virus infiziert. Sie weise leichte Symptome auf und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Im Kreis Bergstraße sind damit jetzt zwei Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

    Coronavirus in Hessen: Die Wirtschaft bekommt die Auswirkungen zu spüren

    Update vom Sonntag, 08.03.2020, 10.53 Uhr: Die Wirtschaft in Hessen bekommt die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie deutlich zu spüren. Das geht jedenfalls aus einer Umfrage des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) hervor. 969 Unternehmen in Hessen wurden befragt. Mehr als die Hälfte der befragten Firmen spüre die Folgen bereits jetzt.

    „Besonders betroffen sind die Branchen Gastgewerbe und Reisewirtschaft, Industrie und Handel“, sagt Eberhard Flammer, Präsident des HIHK. Von Sars-CoV-2 betroffen seien nicht nur Großbetriebe in Hessen, sondern auch 46 Prozent der Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten sowie fast zwei Drittel der Betriebe mit weniger als 200 Beschäftigten.

    Wie die Hessenschau berichtet, schränken 40 Prozent der befragten Unternehmen die Reisen ihrer Mitarbeitenden ein. Ein Viertel habe bereits einen Notfallplan ausgearbeitet, falls eine Person aus der Firma erkranke.

    Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen: Dutzende Schüler müssen in Quarantäne

    Update vom Samstag, 07.03.2020, 15.07 Uhr: Neben den 99 Schülern aus Rimbach (Hessen) müssen auch zehn Betreuer für 14-Tage in häusliche Quarantäne. Die Reisegruppe aus Siebtklässlern der Martin-Luther-Schule in Rimbach war auf einer Skifreizeit im Ahrntal in Südtirol. Ein Schüler und eine Begleitperson zeigten Symptome einer Grippe.

    Der Kreis Bergstraße, in dem die Gemeinde Rimbach liegt, teilte mit: „Das Gesundheitsamt hatte sich bemüht, eine Beprobung am Reiseort zu organisieren. Dies kam aber in der kurzen Zeit bis zur Rückreise leider nicht zustande“. Mit den Testergebnissen wird am Wochenende gerechnet.

    Coronavirus in Hessen: 99 Schüler aus Rimbach müssen in häusliche Quarantäne

    Update vom Samstag, 07.03.2020, 10.21 Uhr: Die 99 Schüler aus Hessen, die nach einer Skifreizeit in Südtirol wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 in Quarantäne müssen, sind am Freitagabend (06.03.2020) nach Rimbach im südhessischen Kreis Bergstraße zurückgekehrt. Das Gesundheitsamt hatte als Vorsichtsmaßnahme für alle Teilnehmer der Reisegruppe häusliche Quarantäne angeordnet, nachdem einige Schüler und eine Begleitperson Grippe-Symptome gezeigt hatten.

    Neben der Martin-Luther-Schule in Rimbach ist laut ffh.de auch eine Schule in Griesheim bei Darmstadt von der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen: Mehrere Dutzend Schüler und Lehrer der Gerhart-Hauptmann-Schule müssen nach einer Fahrt nach Südtirol für 14 Tage zurück in Hessen zu Hause in Quarantäne bleiben.

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 17.46 Uhr: Wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 streicht die Lufthansa in Frankfurt ihren Flugplan um bis zu 50 Prozent zusammen. Der Flughafen Frankfurt ist massiv betroffen.

    Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: 70 Schüler im Main-Taunus-Kreis nach Skifreizeit freigestellt

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 15.31 Uhr: 70 Schüler einer Gesamtschule im Kelkheimer Stadtteil Fischbach (Main-Taunus-Kreis) sind wegen des Coronavirus vorsichtshalber eine Woche freigestellt. Das teilte das Kreisbüro auf Facebook mit. Die Schüler aus Hessen waren von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekehrt, auf der sie Kontakt mit auswärtigen Schülern gehabt haben sollen, bei denen der Verdacht einer Sars-CoV-2-Infektion bestehe. 

    Ein paar der Fischbacher Schüler hätten eine leichte Erkältung, „was aber bei Skifreizeiten normal ist“. Das Gesundheitsamt stehe mit den Familien und der Schule im Kontakt. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bislang sind aus dem Main-Taunus-Kreis in Hessen noch keine Coronavirus-Fälle bekannt.

    Es seien auch Lehrer erkältet, ihnen sei freigestellt worden, ob sie zum Dienst erscheinen oder nicht. „Soweit sich neue Entwicklungen ergeben, werden wir unverzüglich handeln“, so Landrat Michael Cyriax. Der Kreis werde über entscheidende Entwicklungen weiter informieren.

    Ebenfalls nach einer Skifreizeit in Südtirol wurde jüngst 99 Schülern und zehn Erwachsenen aus dem hessischen Rimbach (Kreis Bergstraße) Coronavirus-Risiko-Quarantäne verordnet. 

    *Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass die Schüler aus dem Main-Taunus-Kreis unter Hausarrest stünden. Das war ein Fehler und wir bitten dies zu entschuldigen.

    Coronavirus: Zwei weitere Fälle in Hessen – 17 

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 15.20 Uhr: Die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten in Hessen ist am Freitag (06.03.2020) auf 17 gestiegen. Das Sozialministerium bestätigte einerseits die beiden gestern vermeldeten Sars-CoV-2-Fälle aus dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Vogelsbergkreis, bei denen beide Betroffenen sich jeweils in häuslicher Isolation befinden. 

    Andererseits gab Hessens Sozialministerium auch zwei weitere, bislang noch nicht bekannte Coronavirus-Fälle bekannt: Im Hochtaunuskreis hat sich eine zweite Person mit  Sars-CoV-2 angesteckt und muss zuhause in Quarantäne bleiben. Der Fall steht laut Landratsamt aber nicht in Zusammenhang mit dem bereits bekannten Coronavirus-Fall aus dem Taunus. 

    Die erkrankte Frau kam von einer Auslandsreise zurück, die zum Risikogebiet zählt. Direkt nach der Ankunft in Deutschland fuhr sie mit ihrem Mann im eigenen PKW nach Hause und kontaktierte den Arzt. Sie wurde positiv auf den Coronavirus getestet, bei ihrem Mann gab es ein negatives Ergebnis. Die Frau zeigt bislang keine Krankheitszeichen.

    Außerdem gibt es einen weiteren Infizierten im Landkreis Gießen, dessen Erkrankung das Sozialministerium mit dem Fall aus dem Vogelsbergkreis in Zusammenhang bringen konnte. Auch hier wurde die häusliche Isolation angewiesen. 

    Coronavirus: Neue Fälle – Hessen richtet zentrale Untersuchungsstellen ein

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 14.11 Uhr: Hessen will zentrale Sars-CoV-2-Untersuchungsstellen schaffen. Das teilt Kai Klose, Staatsminister für Soziales und Integration, am Freitag (06.03.2020) via Twitter mit. Die Stellen sollen „für ärztlich induzierte Verdachtsfälle“ eingerichtet werden.

    Die zentralen Untersuchungsstellen werden laut Sozialministerium an ausgewählten Standorten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes installiert. Beginnen soll die Umsetzung am Montag (09.03.2020), am Dienstag (10.03.2020) sollen die Untersuchungsstellen flächendeckend verfügbar sein.

    Untersucht werden Menschen, bei denen eine Ärztin oder ein Ärzt einen Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2 für geboten hält. „Voraussetzung für eine Testung ist nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) eine akute Erkrankung der Atemwege und ein Kontakt mit einer als infiziert bestätigten Person oder der Aufenthalt in einem Risikogebiet“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. „Solche Personen werden durch ihren Hausarzt bzw. Hausärztin, das zuständige Gesundheitsamt oder nach einer Ersteinschätzung durch die zentrale Rufnummer 116 117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes den Untersuchungsstellen zugewiesen.“

    Coronavirus in Hessen: HR-Bigband in Quarantäne wegen Sars-CoV-2

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 13.10 Uhr: Auch im Umfeld der HR-Bigband gibt es einen Coronavirus-Fall: Teile der Band sowie deren Management befinden sich bereits seit Dienstag (03.03.2020) in häuslicher Quarantäne, wie der Hessische Rundfunk mitteilt. Ihren Auftritt bei der Veranstaltung „Harmonielehre – Fast Machines“ am Samstag (07.03.2020) im hr-Sendesaal in Frankfurt haben die Musiker abgesagt; das Konzert wird aber trotzdem stattfinden.

    Die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Person war am Montag (03.03.2020) bei einer Probe im HR-Bigband-Studio in Frankfurt mit der Gruppe in Kontakt gekommen. Am Dienstag klagte die Person über Krankheitssymptome, am späten Donnerstagnachmittag bestätigte sich dann der Coronavirus-Verdacht. Ein Krisenstab des Hessischen Rundfunks steht in Kontakt mit dem Gesundheitsamt und prüft weitere Maßnahmen.

    Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Neue Infektion in der Region Kassel

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 11.38 Uhr: Im Bereich des Gesundheitsamts Region Kassel ist eine Person an dem Coronavirus erkrankt. Das gab der Landkreis Kassel am Freitagvormittag bekannt. Das ist der zweite Fall in Nordhessen. Damit sind in Hessen insgesamt 16 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert.

    Coronavirus in Hessen: 99 Schüler und zehn Erwachsene kommen nach Skifreizeit in Quarantäne 

    Update vom Freitag, 06.03.2020, 06.50 Uhr: Sie waren auf einer Skifreizeit in Südtirol: Nachdem 99 Schüler vom Skifahren nach Rimbach (Kreis Bergstraße) in Hessen zurückgekehrt sind, müssen sie fürs Erste zu Hause bleiben. Laut Gesundheitsamt wurde für die Reisegruppe häusliche Quarantäne angeordnet, die üblicherweise mindestens zwei Wochen andauert. Die Schüler wurden von zehn Erwachsenen begleitet. 

    Die Vorsichtsmaßnahme seien dringend nötig, da ein Schüler und eine Begleitperson Symptome einer Grippe hatten. Noch ist unklar, ob es sich dabei um das neuartige Coronavirus handelt. Am Freitagabend (06.03.2020) soll die Reisegruppe in den Kreis Bergstraße zurückkehren. 

    Coronavirus in Hessen: Infektion im Rheingau-Taunus-Kreis bestätigt

    Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 19.30 Uhr: Nach dem Vogelsbergkreis hat auch der Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen einen ersten Infektionsfall mit dem Coronavirus bestätigt. Es handele sich um eine 27-Jährige. Die Frau zeige milde Krankheitszeichen und sei in häuslicher Quarantäne. Sie werde vom Gesundheitsamt des Kreises betreut, ihr gesundheitlicher Zustand werde regelmäßig kontrolliert. Ob es Kontaktpersonen gebe, die möglicherweise mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt wurden, werde geprüft.

    Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Hessen steigt damit auf 15. Das Sozialministerium meldete am Donnerstagmittag noch 13 Coronavirus-Infizierte, die beiden Betroffenen aus dem Vogelsbergkreis und dem Rheingau-Taunus-Kreis waren da jedoch noch nicht eingerechnet. 

    Coronavirus in Hessen: Sars-CoV-2-Erreger kommt über Berlin in den Vogelsberg

    Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 19.17 Uhr: Jetzt meldet auch der Vogelsbergkreis in Hessen den ersten Coronavirus-Fall. Bei der mit Sars-CoV-2 infizierten Person handele es sich um eine 21 Jahre alte Frau. Sie komme aus dem Westen des Kreises und zeige nur leichte Symptome. 

    Die junge Frau habe gemeinsam mit Freundinnen das vergangene Wochenende in Berlin verbracht und dort bei einem Bekannten übernachtet. Bei diesem sei am Montag (03.03.2020) das Coronavirus nachgewiesen worden. Das Berliner Gesundheitsamt habe die 21-Jährige aus dem Vogelsberg informiert, die sich sofort habe testen lassen. 

    Die Infizierte aus dem Vogelsbergkreis eingerechnet, gibt es in Hessen insgesamt 14 Coronavirus-Fälle. Außerdem meldete das Robert-Koch-Institut ein unklares Laborergebnis bei einem getesteten Hessen, das einen weiteren Fall darstellen könnte. 

    Coronavirus: Erste Infektion in Nordhessen bestätigt

    Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 11.19 Uhr: In Nordhessen gibt es die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Eine 75 Jahre alte Frau ist erkrankt, sie zeige milde Erkältungssymptome, sagte der Gesundheitsdezernent des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Karl-Friedrich Frese, am Donnerstag (05.03.2020) in Korbach. 

    Die Frau lebe im südlichen Landkreis. Ihr Zustand sei stabil. Sie befinde sich zu Hause in Quarantäne und werde medizinisch betreut und versorgt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen in Hessen auf 13.

    Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Frau im Landkreis Waldeck-Frankenberg krank

    Die Erkrankte hatte sich laut Frese bis zum 25. Februar im Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) aufgehalten. Dort gab es einen größeren Ausbruch des neuartigen Erregers Sars-CoV-2. „Als wir gestern Abend das positive Testergebnis erhalten haben, haben wir umgehend alle entsprechenden Maßnahmen eingeleitet“, sagte der Gesundheitsdezernent. 

    Auch einzige Kontaktperson der mit dem Coronavirus infizierten Frau im Landkreis Waldeck-Frankenberg sei bereits ermittelt worden, um eine mögliche Infektionskette zu unterbrechen. Die Kontaktperson sei ebenfalls vorsorglich häuslich isoliert worden und zeige keine Symptome.

    Coronavirus in Hessen: Klinik eröffnet Drive-In-Schalter

    Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 15.10 Uhr: Neue Infos zum „Corona-Drive-In“ der Kreisklinik Groß-Gerau: Das Krankenhaus weist darauf hin, dass der Schalter nicht für jedermann geöffnet ist. „Wichtig ist: Die Patienten sollten vorher überprüfen, ob bei ihnen ein begründeter Verdacht vorliegt“, betont Krankenhaussprecher Martin Wohlrabe im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zudem sollten sie sich telefonisch anmelden. Der Drive-In-Test solle ein Zusatzangebot bieten und keine spontanen Schnelltests auslösen, so Wohlrabe. Seit Bekanntwerden des Drive-In habe die Klinik bereits 30 Anfragen von Leuten bekommen, die sich auf den Coronavirus (Sars-CoV-2) testen lassen wollen.

    Coronavirus in Hessen: Bahn-Mitarbeiter infiziert

    Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 14.10 Uhr: Auch bei der Deutschen Bahn in Frankfurt hat sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte eine Bahn-Sprecherin auf Anfrage. Der Mann arbeitet in einem Bürogebäude der Bahn in der Karlstraße 6, in dem diverse Abteilungen untergebracht sind, darunter die Marketing- und die Kommunikations-Abteilung. Der Hauptbahnhof Frankfurt sei nicht betroffen, betonte die Sprecherin.

    Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im direkten Umfeld des Betroffenen aufgehalten hatten, befinden sich nun im Home-Office. Laut der Bahn-Sprecherin handelt es sich nur um „eine Handvoll Leute“. Genauere Angaben machte sie nicht. 

    „Die DB steht im ständigen Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden und folgt den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagte die Bahn-Sprecherin. Weitere Verdachtsfälle in der Karlstraße gebe es nicht.

    Verdacht auf Coronavirus in Hessen: ICE in Frankfurt gestoppt

    Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 13.42 Uhr: Der Verdacht einer Coronavirus-Infektion in einem ICE in Frankfurt hat sich nicht bestätigt. Das teilte die Bundespolizei mit. Der Zug konnte um 12.01 Uhr in Richtung Stuttgart weiterfahren. Auch der betroffene Mann durfte die Fahrt fortsetzen, nachdem feststand, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Zu einem entsprechenden Ergebnis kam das Gesundheitsamt in Frankfurt.

    Die Bundespolizei hatte den ICE, der unterwegs zum Hauptbahnhof Frankfurt war, am Südbahnhof gestoppt. Die Einsatzkräfte hatten den Zug am Gleis 8 abgesperrt und den Mann zwischenzeitlich in einem Waggon isoliert.

    Coronavirus: Krankenhaus in Hessen bietet Drive-In

    Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 12.02 Uhr: Die Bundespolizei hat einen ICE auf dem Weg zum Hauptbahnhof Frankfurt gestoppt. In dem Zug aus Kiel soll sich ein Mann mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus befinden. Das teilt die Bundespolizei Frankfurt mit.

    Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 8.47 Uhr: Die Kreisklinik Groß-Gerau in Hessen hat ab sofort einen „Corona-Drive-In“. Dort können sich Patienten, die den Verdacht haben, mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) infiziert zu sein, aus dem Auto heraus testen lassen. 

    Wie das funktioniert? Die Patientin oder der Patient fährt mit dem Auto am Hintereingang der Kreisklinik vor. Dort macht das medizinische Fachpersonal einen Nasenabstrich durch das Autofenster. Dann fährt der Patient nach Hause und wartet dort auf das Testergebnis des Abstriches. Damit soll die Ansteckungsgefahr verringert werden.

    Die Klinik ist mit dieser Idee Vorreiter in ganz Deutschland, neu ist ein Drive-In für Coronavirus-Verdachtsfälle aber nicht. Wie die Hessenschau berichtet, gibt es in Hessen bereits einen solchen Drive-In in einer Hausarztpraxis in Marburg.

    Coronavirus in Hessen: Zwölfter Fall bestätigt – Frau aus Hanau infiziert 

    Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 6.20 Uhr: Das Coronavirus hat auch den Main-Kinzig-Kreis erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt wurde am Dienstag (03.03.2020) der Fall einer Frau aus Hanau bestätigt. Sie zeige nur milde Symptome und sei in häuslicher Quarantäne. Wo sie sich angesteckt haben könnte, ist noch nicht bekannt. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Hessen auf zwölf. 

    Update vom Dienstag, 03.03.2020, 15.55 Uhr: Sich auf den Coronavirus testen lassen? Das ist in Hessen offenbar nicht immer so einfach, wie man es sich wünschen würde. Auf Twitter erzählt ein Mann aus Hofheim (Main-Taunus-Kreis) jedenfalls von einer zwei Tage langen Odyssee, tausende Male wurde sein Bericht bereits geteilt. 

    Darin erklärt der Mann, er arbeite als Übersetzer und habe bei einem Termin in Portugal Kontakt mit einem bekannten Schriftsteller gehabt. Am Sonntag (01.03.2020) habe er dann aus der Presse erfahren, dass der Kollege sich mit dem Coronavirus angesteckt habe. 

    Bis er sich selbst auf Sars-CoV-2 habe es aber bis Dienstag gedauert – was ihn dazu verleitete zu hinterfragen, wie ernst der Coronavirus in Hessen eigentlich genommen wird. 

    Covid 19: Coronavirus in Hessen - „Chaos an der ‚Hotline‘ des Landes“

    Gleich nachdem der Mann aus Hofheim erfahren hatte, dass der Coronavirus seinen Kollegen erwischt hatte, habe er die Hotline für Hessen angerufen (0800- 5554666) und sei dort an das Gesundheitsamt verwiesen worden. Dort sagte man ihm offenbar, er solle sich am Folgetag melden: Sonntags sei hier niemand zuständig. 

    Auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst habe man dem potenziellen Coronavirus-Verdachtsfall nicht weiterhelfen können, wie dieser auf Twitter schreibt. Dort hieß es ihm zufolge, er solle am Montag zum Hausarzt gehen.

    Coronavirus: Mann aus Hessen muss um Covid-19-Test kämpfen

    Am Montag ging die Coronavirus-Test-Odysee weiter. Aus Vorsicht blieb der Mann aus Hessen mit seiner Familie zu Hause. Versuche weiterhin auf den Virus SARS-CoV-2 getestet zu werden, liefen ins Leere. Weder sein Hausarzt, noch eine vom Gesundheitsamt vorgeschlagene Ärztin hatten ein Coronavirus-Testkit.

    Auch Anrufe bei der Universitätsklinik Frankfurt verhalfen dem Mann aus Hofheim nicht zu einem Test.  Erst am Dienstag schreibt der Übersetzer auf Twitter: „Ich konnte soeben den Test auf das Coronavirus machen. In ein paar Stunden habe ich das Ergebnis. In meinem Landkreis gibt es jetzt eine Routine dafür. Das Chaos an der "Hotline" des Landes Hessens bleibt (Stand gestern Abend) unverändert (sic).“

    Der Hesse ist nicht der einzige Twitter-Nutzer, der sich über das Chaos bei den Behörden und lange Wartezeiten beschwert, auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es Probleme.

    Covid 19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen – Unsicherheit in Bevölkerung

    Update vom Dienstag, 03.03.2020, 08.11 Uhr: Was das Thema Coronavirus betrifft, ist die Unsicherheit in der Bevölkerung in Hessen groß. Viele Menschen wenden sich an ihre Hausärzte und an die Behörden. Doch die können nicht immer weiterhelfen.

    Derweil häufen sich die Meldungen über leere Regale in Supermärkten und Drogerien. Auch in Limburg tätigen die Menschen wegen des Coronavirus Hamsterkäufe*.

    Update vom Montag, 02.03.2020, 18.42 Uhr: In Hessen ist ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt worden. Wie das hessische Sozialministerium mitteilte, kommt die mit Covid-19 infizierte Person aus Frankfurt. Sie befindet sich in häuslicher Quarantäne. Ihre Erkrankung steht demnach in Verbindung mit einer Reise nach Mailand in Italien. Weitere Angaben zu dem neusten Coronavirus-Fall in Hessen machte die Behörde zunächst nicht. 

    Die Anzahl der offiziell am Coronavirus Erkrankten in Hessen erhöht sich somit auf elf. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Das Sozialministerium unterteilt die Fälle in sogenannte Cluster, also nach Zusammenhängen im Auftreten des Virus. 

    Covid 19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen - Zahl der bestätigten Fälle steigt auf elf 

    • Drei der Coronavirus-Fälle in Hessen zählen zum Cluster in Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Erkrankt sind zwei Personen aus dem Landkreis Gießen, die sich in häuslicher Isolation aufhalten, und eine Person aus dem Landkreis Bergstraße, die gemeinsam mit ihrer Familie die Quarantäne ebenfalls zuhause verbringt. 
    • Sechs Coronavirus-Fälle in Hessen zählen zu einem Cluster, das mit einem Aufenthalt im Bergamo in Italien in Verbindung steht. Zwei Personen kommen aus dem Lahn-Dill-Kreis, eine ist in häuslicher Quarantäne, die andere im Krankenhaus. Zwei weitere Menschen, die dem Cluster zugeordnet werden, kommen aus Frankfurt: auch hier ist eine in häuslicher Quarantäne und eine in der Klink. Je ein Betroffener kommt aus dem Hochtaunuskreis und dem Kreis Groß-Gerau, beide sind in häuslicher Isolation. 
    • Ein weiterer Fall steht in Zusammenhang mit dem Indexfall aus Innsbruck. Der an Coronavirus Erkrankte wird in Frankfurt stationär behandelt. 

    Coronavirus Sars-CoV-2 und Covid-19 in Hessen: Immer mehr Menschen in Quarantäne

    Immer mehr Menschen in Hessen kommen wegen desCoronavirus sicherheitshalber in Quarantäne. Allein im Wetteraukreis dürfen rund 50 Personen ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie hätten sich entweder in einem Risiko-Gebiet aufgehalten oder Kontakt mit Infizierten gehabt, teilte der Landkreis mit. 

    Im Landkreis Limburg-Weilburg kamen drei Menschen in häusliche Quarantäne. Sie saßen gemeinsam mit einem Mann aus Frankfurt im Auto, bei dem am Wochenende eine Sars-CoV-2-Infektion nachgewiesen worden war. Die Gruppe kam von einem Fußball-Spiel von Eintracht Frankfurt in Salzburg zurück, wie fnp.de berichtet.*

    Covid-19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen - Fluglärmgegner sagen Demonstration ab

    Update vom Montag, 02.03.2020, 14.16 Uhr: Die Fluglärmgegner vom Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) setzen ihre Montagsdemos wegen des Coronavirus heute kurzfristig aus. Wörtlich heißt es zur Begründung: „Flughäfen und insbesondere der Frankfurter Flughafen als größter Flughafen in Deutschland, stellen häufig eine Gefahrenquelle bei der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten dar und in unseren Reihen geht die Sorge der möglichen Ansteckung um. (...) Aus Vorsorge und zum Schutz unserer Teilnehmer, haben wir uns entschlossen, die heutige Montagsdemo am 02.03.2020 abzusagen.“

    Update vom Montag, 02.03.2020, 10.46 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie fahren die Lufthansa und ihre Töchter ihr Flugangebot auf den Strecken nach Italien und Asien teils deutlich zurück. „Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert“, teilte der Dax-Konzern am Montag (02.03.2020) in Frankfurt mit.

    Covid-19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen - Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea teilweise ausgesetzt

    Auf den innerdeutschen Strecken geht es dabei vor allem um Verbindungen im Halbstundentakt zum Beispiel vom Flughafen Frankfurt und München. Hintergrund ist die gesunkene Nachfrage. Lufthansa können nicht alle halbe Stunde mit spürbar leereren Maschinen fliegen, sagte ein Unternehmenssprecher. Flugreisende dürften von den verringerten Frequenzen kaum etwas zu spüren bekommen. Sie würden auf einen 30 Minuten später startenden Flieger gebucht. 

    Außerdem setzen die Konzern-Airlines, zu denen neben der Lufthansa auch Swiss und Austrian Airlines sowie Eurowings und Brussels gehören, im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Flüge nach Festland-China bleiben bis 24. April gestrichen, gleiches gilt für Verbindungen in die iranische Hauptstadt Teheran bis 30. April.

    Coronavirus Sars-CoV-2 und Covid-19 in Hessen: Frau aus Lampertheim infiziert

    Update vom Sonntag, 01.03.2020, 22.56 Uhr: Der Kreis Bergstraße hat weitere Details zu der infizierten Frau in Lampertheim bekannt gegeben. Demnach soll die Frau 42 Jahre alt sein. Angesteckt hat sie sich wohl in Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Die Region in NRW gilt als eine der am stärksten von dem neuartigen Virus betroffenen in Deutschland.

    Die Frau zeigt leicht Krankheitssymptome, die häusliche Quarantäne von ihr und ihrer Familie wird eng durch das Gesundheitsamt betreut. „Die Familie hatte seit ihrer Rückkehr aus Heinsberg zu keinen anderen Personen im Landkreis Kontakt“, teilte die Kreisverwaltung auf Facebook mit.

    Covid-19: Coronavirus: Nun zehn Infizierte in Hessen

    Update vom Sonntag, 01.03.2020, 22.26 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Hessen steigt auf zehn. Der aktuellste Fall kommt aus dem Lahn-Dill-Kreis: Bei einem 52-jährigen Mann aus Wetzlar sei eine Infektion bestätigt worden, teilte der Kreis am Sonntagabend mit. Derzeit zeigt der Mann keine Symptome. Der Fall stehe im Zusammenhang mit einer Reise in die italienische Provinz Lombardei, wo vermutlich auch die Ansteckung stattfand.

    Coronavirus Covid-19 in Hessen: Frau aus Lampertheim infiziert – Familie unter Quarantäne

    Update vom Sonntag, 01.03.2020, 21.41 Uhr: Der Coronavirus breitet sich in Hessen immer weiter aus. Nun gibt es einen weiteren bestätigten Corona-Fall. Infiziert ist eine Frau aus Lampertheim (Kreis Bergstraße). Auf dem offiziellen Facebook-Account teilte die Kreisverwaltung mit: „Die Frau befindet sich einschließlich ihrer Familie in häuslicher Quarantäne.“ Nähere Informationen liegen derzeit noch nicht vor.

    Update vom Sonntag, 01.03.2020, 6.39 Uhr: Mittlerweile meldet das hessische Sozialministerium insgesamt acht Corona-Fälle in Hessen. Am späten Samstagabend sind vier weitere Infizierte hinzugekommen. Positiv getestet wurden drei Männer aus Frankfurt und eine Frau aus dem Kreis Groß-Gerau. Zwischen drei der neuen Fällen bestünde eine Verbindung zum Corona-Fall in Wetzlar, ein Mann ist von einer Italienreise zurückgekehrt. 

    Covid-19: Wie geht es den vier weiteren Coronavirus-Infizierten?

    • Frau aus Groß-Gerau (1979 geboren) steht unter häuslicher Quarantäne
    • Mann aus Frankfurt (1988 geboren) kam ins Krankenhaus und wurde stationär isoliert
    • Mann aus Frankfurt (1989 geboren) keine Meldung des Ministeriums über den Gesundheitszustand
    • Mann aus Frankfurt (1992 geboren) unter häuslicher Quarantäne

    Update vom Samstag, 29.02.2020, 11.52 Uhr: Die Lufthansa reduziert ihre Kapazitäten auf der Kurzstrecke um bis zu 25 Prozent. Das berichtet der Focus, der sich auf den Aerotelegraph beruft. Laut dem Portal wendete sich Lufthansa-Geschäftsführer Carsten Spohr im Intranet an seine Mitarbeiter.

    Coronavirus Covid-19 in Hessen: Lufthansa streicht Flüge

    Schon jetzt heben laut Focus 13 Flugzeuge der Lufthansa-Group wegen Auswirkungen des Coronaviruses nicht mehr ab. Nun sollen zehn weitere dazukommen. In dem Video sage Spohr, dass ergänzend zu den bereits verkündeten Maßnahmen weitere Schritte beschlossen worden seien. "Wir werden die Kapazität auf der Kurzstrecke nach ersten Streichungen nun in den kommenden Wochen um bis zu 25 Prozent reduzieren müssen", so Spohr.

    Zustätzlich überprüfe man weitere Personalmaßnahmen wie Kurzarbeit, oder die Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten - wenn der Job das zulasse.

    Bei einer Pressekonferenz wurde heute außerdem mehr zum Zustand des mit dem Coronavirus-Infizierten aus dem Hochtaunuskreis bekannt gegeben. Demnach hat der Mann kaum körperliche Probleme. Er weise so gut wie keine Symptome auf, so die Leiterin des Gesundheitsamts des Kreises. Deshalb befinde er sich auch nicht im Krankenhaus, sondern isoliert zuhause. Es gebe drei Kontaktpersonen, die ebenfalls häuslich isoliert seien. Diese drei Personen würden allerdings derzeit keine Symptome aufweisen.

    Update vom Samstag, 29.02.2020, 06.50 Uhr: Hessen hat einen dritten Corona-Fall. Die hessische Landesregierung vermeldete, dass eine 1996 geborene Frau aus dem Landkreis Gießen erkrankt sei. Sie zeige „milde Krankheitszeichen“, derzeit prüfe das Gesundheitsamt, mit welchen Personen sie Kontakt hatte. Am Samstag soll es um 13.00 Uhr in Gießen auf einer Pressekonferenz mehr Informationen geben - unter anderem von Landrätin Anita Schneider.

    Der Corona-Fall aus Gießen stehe in Zusammenhang mit einem Infektionsfall in NRW. Derweil hieß es aus dem Lahn-Dill-Kreis, der 29-jährige Infizierte zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert. Er werde vom Gesundheitsamt betreut, sein Zustand regelmäßig kontrolliert.

    Coronavirus in Hessen: Zweiter Fall bestätgit - Mann aus dem Hochtaunuskreis infiziert

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 21.33 Uhr: Zu dem zweiten bestätigten Fall von Coronavirus in Hessen kommen neue Details ans Licht. Bei dem 29-jährige Mann ist der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Er zeigt aktuell laut Sozialministerium milde Krankheitszeichen und ist häuslich isoliert. Derzeit prüft das Gesundheitsamt nach eigenen Angaben, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte. Der Fall steht in Zusammenhang mit dem Coronavirus-Fall im Lahn-Dill-Kreis, der am späten Donnerstagabend bekannt wurde.

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 21.04 Uhr: In Hessen breitet sich das Coronavirus aus. Jetzt ist eine zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Betroffen ist ein 29-Jähriger aus dem Hochtaunuskreis, teilte das Sozialministerium am Freitagabend mit.

    Coronavirus: Erster Infizierter in Hessen in Klinik – Konsequenzen für die Börse Frankfurt

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 16.35 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat zur ersten Absage einer Großveranstaltung im Landkreis Limburg-Weilburg geführt. Die für Sonntag geplante Weinmesse in der WERKStadt wird verschoben. Die Verantwortlichen des Limburger Rotary Clubs (RC) haben sich am Freitagnachmittag (28.02.2020) in einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung zu diesem Schritt entschieden. „Wir können das Risiko nicht eingehen“, sagten RC-Präsident Volker Schwamborn und Organisationsleiter Bernd Holzbach. Die Veranstaltung soll stattdessen in den nächsten Monaten stattfinden; ein neuer Termin steht aber noch nicht fest. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. 

    Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Auch Börse in Frankfurt spürt Konsequenzen

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 15.56 Uhr: Das Coronavirus wirkt sich am Freitag (28.02.2020) auch auf auf die Börse Frankfurt* aus: Der wichtigste deutsche Leitindex Dax rauscht immer weiter in die Tiefe. Der Dax verlor fünf Prozent und unterschritt die 12.000-Punkte Marke, die von Experten als psychologisch wichtig erachtet wird. Für Anleger nicht nur in Deutschland war es die schwärzeste Woche seit Beginn der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008. Droht der Weltwirtschaft ein neuer Börsen-Crash?*

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 14.35 Uhr: Am Vormittag lobte der Sozialminister Kai Klose (Grüne) noch den Ablauf im Fall des ersten Coronavirus-Patienten in Hessen: „Es ist hier alles wirklich beispielhaft gut abgelaufen, genauso wie wir uns das in einem solchen Fall vorstellen“, sagte Klose auf der Pressekonferenz in Wetzlar zum Fall im Lahn-Dill-Kreis. Ein Italien-Rückkehrer war am Donnerstagabend (27.02.2020) positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    Nach Informationen des Hessischen Rundfunks (HR) sei die Situation um den 31 Jahre alten Mann aus Wetzlar jedoch nicht so reibungslos wie dargestellt verlaufen. Ein HR-Reporter habe demnach in Hüttenberg Lahn-Dill-Kreis mit einer Kollegin des Mannes gesprochen. Sie habe demnach gesagt, der Mann sei am Flughafen in Italien negativ auf das Coronavirus getestet worden. Da er sich nach der Rückkehr nach Hessen jedoch weiterhin krank fühlte, habe er am Dienstag (25.02.2020) das Gespräch mit seinem Chef gesucht. Der habe ihm empfohlen, noch einmal einen Abstrich machen zu lassen. Daraufhin habe der Mann versucht, sich testen zu lassen, sei aber an mehreren Stellen abgewiesen worden.

    Laut Gesundheitsamt wurde der Test des Betroffenen am Donnerstagvormittag durchgeführt, direkt nachdem er sich beim Gesundheitsamt gemeldet habe. Ob er zuvor von mehreren Stellen abgewiesen worden sei, könne das Amt nicht sagen, heißt es beim HR.

    Coronavirus in Hessen: Infizierter arbeitete noch am Montag in Firma in Hüttenberg

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 13.15 Uhr: Aktuell informieren Vertreter des Gesundheitsamts und des Universitätsklinikums Frankfurt über die Forschung über und aktuelle Maßnahmen zum Coronavirus. Die Stadt Frankfurt sieht sich gut gerüstet. Die neuesten Informationen dazu können Sie hier verfolgen*.

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 12.26 Uhr: Der 31 Jahre alte Mann aus Wetzlar, der sich auf einer Italien-Reise mit dem Coronavirus infiziert haben soll, arbeitet laut Hessischem Rundfunk (HR) in einem kleinen Betrieb mit etwa 15 Mitarbeitern in Hüttenberg, einer Gemeinde mit gut 10.000 Einwohnern imLahn-Dill-Kreis südlich von Wetzlar und Gießen. Nach seiner Rückkehr aus der Lombardei nach Hessen sei er demnach am Montag noch auf der Arbeit gewesen, erzählte ein Mitarbeiter dem Hessischen Rundfunk. Die norditalienische Region Lombardei wurde am Donnerstag (27.02.2020) vom Robert-Koch-Institut (RKI) zum Risiko-Gebiet erklärt. Die Firma in Hüttenberg sei momentan geschlossen, teilte der HR mit. Auf einem Schild, dass laut HR an der Eingangstür des Firmengebäudes hängt, steht: „Aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend geschlossen.“

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 10.58 Uhr: Am Donnerstagabend (27.02.2020) gegen 22 Uhr kam laut Chefin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, Gisela Ballmann, das positive Laborergebnis im ersten Coronavirus-Fall in Hessen: Ein 31 Jahre alter Mann aus Wetzlar ist infiziert. Seither laufe die Suche nach Kontaktpersonen: „Wir werden alle kontaktieren, befragen und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen“, sagte Gisela Ballmann am Freitag (28.02.2020) in Wetzlar. Wie viele Kontaktpersonen es genau seien, stehe noch nicht fest. Es seien aber sicherlich mehr als 20. Ballmann verwies auf die Richtlinien des Robert Koch Instituts (RKI) in solchen Fällen. Diese sehen unter anderem eine Quarantäne für Personen vor, die einen sehr engen Kontakt zu dem Patienten hatten.

    Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: „Es wird nicht bei dem einen Fall bleiben.“

    Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne) machte deutlich, dass es mit Coronavirus-Fall in Wetzlar für Hessen nicht vorbei sei: „Es wird nicht bei dem einen Fall bleiben.“ Er gab Hinweise zum richtigen Vorgehen bei Verdachtsfällen: „Wenn Sie Symptome haben, gerade wenn Sie aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, sollten Sie zunächst mal im Gesundheitsamt anrufen. Sie können auch erst mal Ihren Hausarzt anrufen.“ Der werde nach einem Gespräch entscheiden, ob es Anlass gibt, den Fall an das Gesundheitsamt abzugeben. Gisela Ballmann sagte, worauf es für die Bevölkerung nun ankomme, um einen großen Ausbruch zu verhindern. Sie appellierte: „Korrektes Händewaschen ist wichtig, Seife tötet das Virus ab.“

    Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Mann aus Wetzlar war in Italien

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 10.32 Uhr: Die mit dem Coronavirus infizierte Person aus Hessen war dienstlich in der Lombardei unterwegs und ist am Sonntag aus Italien nach Wetzlar zurückgekehrt. Das wurde bei der Pressekonferenz in Wetzlar mit Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster  (SPD) bekannt. Nach dem Nachweis des neuartigen Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis sucht die zuständige Behörde nun die Kontaktpersonen des 31 Jahre alten Mannes. „Wir werden alle kontaktieren, befragen und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen“, sagte die Chefin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, Gisela Ballmann. Es liege jedoch noch keine exakte Liste vor, allerdings seien derzeit rund 20 Kontaktpersonen ermittelt, die unter häusliche Quarantäne gestellt worden seien.

    Pressekonferenz in Wetzlar zum ersten Coronavirus-Patienten aus Hessen.

    Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Erster Infizierter kommt aus Wetzlar

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 10.16 Uhr: In Wetzlar beginnt die Pressekonferenz von Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster  (SPD) zum ersten Fall von Coronavirus in Hessen. Schuster informiert über die infizierte Person: „Der Patient ist 31 Jahre alt, wohnt in Wetzlar, arbeitet in Hüttenberg und war in der Lombardei.“ Er sei nicht schwersterkrankt, sein Gesundheitszustand stabil und er befinde sich in einer Isolierstation im Klinikum Wetzlar. „Der Patient hat alles richtig gemacht“, sagt Schuster. Nach der Rückkehr aus der Region, in der der Erreger Sars-CoV-2 häufig nachgewiesen wurde, habe sich der Mann im Gesundheitsamt gemeldet. Der Abstrich sei am Donnerstag im Institut für Virologie in Marburg positiv getestet worden. Nun gelte es, „wirksam die Kontaktpersonen“ zu identifizieren und zu informieren.

    Klose zeigt sich über die Schnelligkeit des ersten bestätigten Fall von Coronavirus überrascht. „Das es so schnell sein würde, konnte niemand vorhersehen“, sagt er in Wetzlar über den Fall im Lahn-Dill-Kreis. Er appelliert an die Bevölkerung, „Solidarität mit den Patienten zu zeigen, die an diesem neuartigen Coronavirus erkranken.“ Und er mahnt zur Ruhe: „Es gibt keinen Grund für übermäßige Panik“, sagt Klose.

    Update vom Freitag, 28.02.2020, 06.00 Uhr: Jetzt ist auch in Hessen ein Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. 

    Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Erster Fall in Wetzlar festgestellt

    Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster wollen am Freitagvormittag (10.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz in Wetzlar informieren. Laut einem Bericht der Gießener Allgemeinen* sollen im Laufe des Tages alle Bürgermeister des benachbarten Landkreises Gießen auf den neusten Stand über die Vorkehrungen gegen den Coronavirus gebracht werden. Es gebe einen Pandemieplan. 

    Es ist der erste Fall des Coronavirus in Hessen - abgesehen von Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan, die auf dem Frankfurter Flughafen gelandet waren.

    Coronavirus SARS-CoV-2: Hessen sieht sich gut vorbereitet

    Erstmeldung vom Donnerstag, 27.02.2020, 11 Uhr: Wiesbaden - Das neueCoronavirus SARS-CoV-2 breitet sich auch in Deutschland weiter aus, mittlerweile sind auch Fälle in Hessens benachbarten Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bekannt. In Hessen selbst würden täglich Verdachtsfälle geklärt, aber bisher seien alle unbegründet gewesen, versicherte Sozialminister Kai Klose am Mittwoch (26.2.2020) bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden. Hessen sehe sich aber gut vorbereitet auf mögliche Coronavirus-Fälle. 

    Coronavirus SARS-CoV-2: Wie wird die Gefahr für Hessen eingeschätzt?

    Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die Gefahr für die Menschen in Deutschland als "gering bis mäßig" ein, eine Pandemie könne aber nicht ausgeschlossen werden. Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, sagte auf der Pressekonferenz in Wiesbaden: "Es ist jederzeit mit einem Fall zu rechnen." Durch Einschätzungen wie diese könne Hessen bei den ersten positiven Fällen "gut vorbereitet" sein und angemessen reagieren, teilte das Sozialministerium mit.

    Deshalb beobachte man die Lage in Deutschland, Italien und weltweit genau, sagte Sozialminister Kai Klose. Man stehe im ständigen Austausch mit allen im Gesundheitswesen Verantwortlichen. Der öffentliche Gesundheitsdienst sei wegen des Coronavirus in besonderer Bereitschaft. 

    Auch René Gottschalk sieht Hessen gut gewappnet: "Wir sind bei bestehendem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung gut vorbereitet, um erforderliche Schutzmaßnahmen im Umgang mit Patienten und Kontaktpersonen durchzuführen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern."

    Coronavirus SARS-CoV-2: Wie bereitet sich Hessen vor?

    Für den Fall, dass das Coronavirus bei einer Person in Hessen nachgewiesen wird, verfolge Hessen die gleiche Strategie wie ganz Deutschland:den Patienten isolieren, Kontaktpersonen ermitteln und in Quarantäne bringen. Gottschalk schloss nicht aus, bei einem triftigen Grund auch einzelne Kindergärten zu schließen oder eine Großveranstaltung abzusagen. 

    Dass in Deutschland einzelne Orte abgeriegelt werden, halte er aber für ausgeschlossen. Man lerne jeden Tag mehr über das neue Coronavirus und passe die Strategie an die gewonnenen Erkenntnisse an, sagte Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Es gibt in Hessen "keinen Grund zur Panik", so Ciesek.

    Coronavirus SARS-CoV-2: Krankenhäuser in Hessen sind gewappnet

    Krankenhäuser könnten – im Falle einer größeren Ausbreitung des Coronavirus in Hessen – bis zu 10 Prozent ihrer rund 35 000 Betten in Isolierbetten umfunktionieren, so Klose. Bei Schutzkleidung gebe es keine Engpässe und auch die Laborkapazitäten reichten aus, versicherte Ciesek. Sowohl in Frankfurt als auch in Marburg könnten täglich bis zu 200 Proben untersucht werden, nach vier Stunden lägen die Ergebnisse vor. 

    Auch mit dem Flughafen Frankfurt gibt es laut dem Sozialministerium eine enge Abstimmung. Dort kämen etablierte Verfahren zum Einsatz, um Infektionen zu erkennen und das Medical Assessment Center (MAC) stehe bereit, um mögliche Kontaktpersonen zu befragen und zu untersuchen. 

    Am Flughafen Frankfurt kommen laut Klose pro Tag rund 3600 Passagiere aus China an. Sie müssen noch vor der Landung eine Einreisekarte mit speziellen Fragen ausfüllen. Dieses Verfahren wolle man aber nicht auf Reisende aus anderen Ländern wie Italien ausweiten.

    Schutz vor neuem Coronavirus SARS-CoV-2: Wie kann ich mich schützen?

    Die Gefahr, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken, sei so groß wie bei einem Erkältungsvirus, sagte Sandra Ciesek. Es sei schon im Rachen- und Nasenraum nachweisbar. Deshalb sei Handhygiene so wichtig. Das Sozialministerium in Hessen rät: 

    • Niesen und husten nur in die Armbeuge
    • Einmaltaschentücher benutzen und diese direkt entsorgen
    • Händeschütteln vermeiden
    • Hände gründlich und regelmäßig waschen
    • Nicht mit den Händen Mund-, Nasen- und Augenschleimhäute berühren

    Außerdem habe sich gezeigt, dass ethanolbasiertes Desinfektionsmittel das Coronavirus SARS-CoV-2 zerstören kann, so Ciesek. "In wenigen Wochen werden wir erste Ergebnisse dazu haben."

    Wo gibt es mehr Informationen zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2?

    Das Sozialministerium hat eine hessenweite Hotline zum Thema Coronavirus eingerichtet: Unter der Nummer 0800-5554666 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr Informationen zum Coronavirus bereitgestellt. Auch die 17 örtlichen Gesundheitsämter in Hessen informieren über das neue Coronavirus. 

    Außerdem informiert die Website des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration über das neue Coronavirus. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das European Centre for Disease Prevention and Control der Europäischen Union (ECDC) und das Robert Koch-Institut (RKI) liefern auf ihren Websites aktuelle Informationen. Im Fall einer Corona-Infektion sollte man unter anderem das örtliche Gesundheitsamt kontaktieren. Der erste Deutsche, der sich mit dem Coronavirus infizierte, äußerte sich erstmals. Die Zeit in Quarantäne sei sehr langweilig gewesen.

    Viele Frankfurter tätigen aus Angst vor dem Coronavirus Hamsterkäufe. Nach Atemschutzmasken sind nun auch Desinfektionsmittel in vielen Läden ausverkauft.

    Das Coronavirus hat Hanau erreicht: Bei einer 52-jährigen Hanauerin wurde das Coronavirus bestätigt. Es ist unklar, wo sie sich angesteckt haben könnte.

    Aufgrund der Aubreitung des Coronavirus in Hessen ergreift der RMV erhöhte Hygienemaßnahmen: In vielen Bussen ist der Fahrkartenkauf nicht mehr möglich, Bahnlinien werden intensiver gereinigt und desinfiziert.

    (mit Agenturen)

    In einer früheren Fassung dieses Artikels haben wir fälschlicherweise von Coronavirus als Pandemie gesprochen. Laut WHO handelt es sich bisher lediglich um eine Epidemie. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. 

    *fr.de, op-online.de, fnp.de und die Gießener Allgemeine sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

    Rubriklistenbild: © Mauro Scrobogna/dpa

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