Trump-Order könnte auch für ihn gelten

Darf Wirtschaftsminister Al-Wazir noch in die USA reisen?

Wiesbaden - Das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot könnte auch Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) treffen.

„Wenn ich jetzt den Wortlaut dessen, was man lesen kann, ernst nehme, dann könnte ich zumindest nicht mehr sicher sein, ob ich ein Flugzeug besteigen kann, weil mein Vater aus einem der Länder stammt, die jetzt mit Einreiseverboten belegt sind“, sagte der gebürtige Offenbacher mit jemenitischen Wurzeln am Montag in Wiesbaden. Zugleich zeigte sich der 46-Jährige besorgt über die Entscheidung Trumps. „Wenn der Wirtschaftsminister eines deutschen Bundeslandes nicht mehr sicher sein kann, dass er in die USA einreisen darf, dann müssen sich die USA überlegen, ob das eigentlich richtig sein kann, was sie da gemacht haben“, sagte er. Er sei sich sicher, dass der verfügte Einreisestopp sowohl Hessen als „am Ende auch den USA selbst wirtschaftlich“ schade. Trump hatte als ein Kernstück seines Anti-Terror-Kampfes einen dreimonatigen Einreisestopp für Menschen aus den mehrheitlich muslimischen Ländern Syrien, dem Iran, dem Irak, dem Sudan, Somalia, Libyen und dem Jemen verfügt. (dpa)

Protest gegen Einreiseverbot wächst: Trump weiter unbeirrt

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