Sturm über Südhessen

Feuerwehren im Dauereinsatz

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Ein Baum drohte in Groß-Zimmern umzufallen.

Sturmtief Eberhard brachte heute Regenfälle und schweren Sturm nach Dieburg. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor orkanartigen Böen mit bis zu über 100 Kilometern pro Stunde.

Dieburg –  Die Feuerwehr Dieburg wurde um 15.45 Uhr zu mehreren Unwettereinsätzen im Stadtgebiet sowie in Nachbarkommunen alarmiert. In zahlreichen hessischen Städten war die Feuerwehr im Dauereinsatz, aus Dieburg wurden bislang folgende Einsätze bekannt:

  • Auf die Bahntrasse in der Nähe des Dammweges waren Bäume gestürzt, sodass das Triebfahrzeug einer Regionalbahn darüber rollte. Mit Motorsägen wurden die Bäume beseitigt, der Zug konnte nach etwa 30 Minuten die Fahrt fortsetzen, wie die Feuerwehr mitteilt.
  • Auch auf der Kreisstraße 128 stürzten mehrere Bäume auf die Fahrbahn, die beiseite geräumt werden mussten.
  • Rund um das Landratsamt drohten mehrere größere Äste aus großer Höhe auf Gehwege zu stürzen. Nach einer ersten Einrichtung von Absperrungen wurden diese mit Hilfe der Drehleiter schließlich beseitigt.
  • In den oberen Geschossen des Kreishauses hatte der starke Wind Fassadenelemente teilweise abgerissen, sodass diese über die Drehleiter entfernt werden mussten.
  • An mehreren Stellen im Stadtgebiet drohten Bäume umzufallen.
  • In Groß-Zimmern in der Friedhofstraße wurde ein ganzes Dach von einem Wohnhaus runter gerissen; es flog durch die Gegend, prallte in ein Nachbarhaus und beschädigt dieses. Anschließend blieb es in einem Garten liegen. Die Feuerwehr sicherte die restlichen Dachteile und zerschnitt die Metallteile des runter gestürzten Daches.
  • In der Robert-Koch-Straße in Groß-Zimmern drohte ein Nadelbaum auf eine Terrasse oder gar ein Gebäude zu fallen. Die kurz nach 10 Uhr alarmierte Feuerwehr sicherte den Baum zunächst mit Hilfe von Bandschlingen. Im Anschluss wurde er entastet, um die Windlast zu reduzieren. Nachdem in seine Mitte ein gezielter Schnitt gesetzt worden sowie eine Führungsleine angebracht worden war, konnte der Baum sicher und schadensfreie gefällt werden. VON STEFAN SCHARKOPF

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