Wildschweine, Füchse und Co.

Diese Wildtiere stören in Hessens Städten: Bilder

Nilgans im Kurpark
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In Frankfurt erhitzen sich momentan die Gemüter an den Nilgänsen. Der aus Afrika eingewanderte Vogel ist sehr vermehrungsfreudig. Im Brentanobad hinterlassen die Tiere Kot, in dem Salmonellen gefunden wurden - eine potenzielle Gefahr auch für Kinder. Sechs der Vögel wurden schon geschossen - eine Anzeige der Tierrechtler von Peta folgte. Auch der Frankfurter Zoo hat seine Abschussgenehmigung für Nilgänse erneuert. Dies sei rein "prophylaktisch", sagte eine Sprecherin.
Waschbär
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Waschbären seien in ganz Kassel verbreitet und zerstörten Dachflächen, Isolierungen und Dämmungen in Häusern, erklärt Stadtsprecher Claas Michaelis. Jährliche Abschusszahlen des Landesjagdverbands Hessen zeigen die Ausbreitung der Waschbären in ganz Hessen. Wurden im Jagdjahr 1961/62 noch weniger als hundert Tiere geschossen, waren es um die Jahrtausendwende schon knapp 5000 und in der Saison 2014/2015 gar über 26.000 Tiere. Tina Baumann vom Stadtforst und Grünflächenamt in Frankfurt sagt, dass man auch schon Waschbärenspuren in der Stadt gefunden und ein Tier erlegt habe.
Nutrias untergraben Hochwasserschutz
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In Bad Vilbel beschäftigt sich eine "Task-Force" mit dem aus Südamerika eingewanderten Nager, erklärt Pressesprecher Yannick Schwander. "Die Nutrias fühlen sich an der Nidda sehr wohl", sagt er. Besonders, da sie von den Menschen gefüttert werden. Geschossen werden die Tiere, die mit ihrem Überbiss Bibern ähneln, zwar nicht. Aber in Bad Vilbel werde über Maßnahmen wie Fallen und Sterilisation nachgedacht, sagt Schwander. Zwar haben die sich stark vermehrenden Nager nicht - wie einst befürchtet - die Wasserburg untergraben. Doch das Wasser im Burggraben sei schon gekippt, erklärt Schwander. Schuld daran sei auch der Nutria-Kot. Nötig sei nun die Zufuhr von Sauerstoff über Pumpen. Das habe die Stadt schon einen "unteren fünfstelligen Betrag" gekostet, beklagt Schwander.
Wildschwein
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Jäger haben im Frankfurter Stadtwald 2017 bislang rund 75 Sauen erlegt, auf den Grünflächen in waldnahen Stadtteilen sechs. Die Jagd zeige Erfolge, sagt Tina Baumann vom Stadtforst und Grünflächenamt. Allerdings müsse auch künftig weiter gejagt werden. Besonders in den Stadtteilen Schwanheim und Goldstein brechen die Tiere bisweilen den Boden in Vorgärten auf. Um die ungebetenen Besucher abzuhalten, sei für die Hausbesitzer ein fester Zaun am effektivsten, erklärt Baumann. Wildschweine werden auch in anderswo zum Problem, etwa in den Außenbezirken von Darmstadt.
Wildkaninchen
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Kaninchen gebe es mittlerweile in fast allen Frankfurter Parks, sagt Tina Baumann vom Stadtforst und Grünflächenamt. Sie unterhöhlen Anlagen und durchbrechen Blumenbeete. Dabei seien sie schwer zu bejagen.
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Auch die Füchse vermehren sich nach ihren Angaben sehr. Die Stadt Darmstadt zählt Füchse und Wildkaninchen ebenfalls zu den "etablierten Wildtieren". In Kassel werden nach Angaben der Stadt neben den Waschbären vor allem Füchse festgestellt.

Wildschweine im Vorgarten, Nilgänse im Schwimmbad, Waschbären unterm Dach - in der Stadt kommen sich Menschen und wilde Tiere immer häufiger näher. Nicht immer zur Freude der Bürger. Von welchen Tieren fühlen sich Menschen besonders genervt?

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