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Freibad-Neueröffnung in Dieburg in einem Jahr

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Baustellenbesichtigung: Bürgermeister Frank Haus (links) und Freibad-Betriebsleiter Holger Kern im künftigen Nichtschwimmerbecken.
Baustellenbesichtigung: Bürgermeister Frank Haus (links) und Freibad-Betriebsleiter Holger Kern im künftigen Nichtschwimmerbecken. © Stadt Dieburg

Das Dieburger Freibad wird derzeit umfassend saniert, unter anderem bekommen die Becken eine Edelstahl-Verkleidung. Zeitplan und Kosten sind nach wie vor im Rahmen. Im Mai 2024 soll Neueröffnung sein.

Dieburg – Wenn in diesen Tagen viele Freibäder öffnen, wird so mancher Badegast mit Wehmut auf die Baustelle des Dieburger Freibades blicken. Diese Saison steht noch im Zeichen der Sanierung, das Ludwig-Steinmetz-Bad bleibt eine Großbaustelle. Durchhalten ist die Parole, zumal alle Beteiligten am geplanten Eröffnungsdatum im Mai 2024 festhalten. Weil auch das Groß-Umstädter Freibad derzeit saniert wird, bleiben den Badegästen im Ostkreis in diesem Sommer nur die Einrichtungen in Babenhausen und Schaafheim.

„Ich rechne fest damit, dass wir hier in einem Jahr kurz vor der Eröffnung stehen“, erklärt Betriebsleiter Holger Kern mit einem Blick auf die Baustelle. Auch die Kosten liegen nach wie vor im Rahmen, wie Architekt Michael Gruner bestätigt. 14,6 Millionen Euro wird das neue Freibad kosten. Den Großteil davon stemmt die Stadt Dieburg, drei Millionen Euro trägt der Bund, eine Million Euro das Land Hessen.

„Extrem familienfreundlich“

Wer aktuell einen Blick über den Bauzaun wirft, erkennt bereits deutlich das neue Baby- und Planschbecken und das künftige Nichtschwimmerbecken aus Edelstahl: Die Allerkleinsten sollen sich hier auf dem Wasserspielplatz mit Spraypark inklusive Wassertulpe und Wassertunnel sowie interaktiven Spielgeräten und einer Elefantenrutsche austoben können. „Wir stellen uns extrem familienfreundlich auf“, sagt Holger Kern. Dazu wird auch der neue Spielplatz mit Piratenschiff und Kopf-Fuß-Feld beitragen. Und natürlich das Nichtschwimmerbecken, das rund 200 Quadratmeter größer wird als das alte und sowohl Badespaß, als auch ein Wellness-Angebot mit Rutschen, Liegen und Massage-Düsen bereithält.

Aktuell steht die Sanierung der Sprunggrube auf dem Baustellen-Plan: Dazu wurde der Zehn-Meter-Sprungturm aufwendig gesichert, damit er beim Aushub nicht ins Wanken gerät. Zwei dicke Stahlseile, an vier jeweils 35 Tonnen schweren Ballastgewichten angebracht, sollen verhindern, dass das denkmalgeschützte Bauwerk in Schieflage gerät. Für mehr Stabilität wird der Boden am Fuße der Sprungtürme mit einer Zementemulsion verfestigt. Nach dem Umbau wird das Becken gerade Wände haben, 4,60 Meter tief und ebenfalls mit Edelstahl ausgekleidet sein.

Genauso wie das Schwimmerbecken, das in seiner Grundform und der Länge von 50 Metern erhalten bleibt und künftig in vier 50-Meter- und vier 25-Meter-Bahnen sowie einen Wassergewöhnungsbereich aufgeteilt wird, sodass vom Anfänger bis zum ambitionierten Schwimmer alle auf ihre Kosten kommen.

Richtfest an Betriebsgebäuden

Auch die Bauarbeiten an den Betriebsgebäuden schreiten voran; in den nächsten Wochen soll bereits Richtfest gefeiert werden. Am Ostgebäude Richtung Konvikt, wo Garderoben, sanitäre Anlagen und der Mitarbeiterbereich untergebracht werden, wurde dieser Tage die Bodenplatte betoniert, während am Südgebäude Richtung Kreisstraße bereits das Baugerüst abgebaut wurde. Hier lässt sich mit etwas Fantasie schon erahnen, wo ab dem nächsten Sommer dann Eintrittskarten verkauft und Pommes über die Kiosk-Theke gereicht werden. Im Technikkeller ist bereits ein Großteil der aufwendigen Schwimmbad-Technik installiert. Und auch das neue Aufsichtsgebäude, das auf die andere Seite des Schwimmerbeckens rückt, ist – inklusive Dachbegrünung – fast fertiggestellt.

„Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist riesig“, erklärt Holger Kern mit einem Blick auf seine neue Wirkungsstätte, und auch Bürgermeister Frank Haus (parteilos) freut sich auf den Mai 2024: „Das Zusammenspiel aller Projektbeteiligten funktioniert in den meisten Bereichen reibungslos. In jeder Woche verändert sich so vieles auf der Baustelle, und man kann heute schon erahnen, welche Freude uns das Bad nach seiner Wiedereröffnung bereiten wird.“  re

Baukamera im Netz

Auf der städtischen Website kann der Sanierungsfortschritt im Dieburger Freibad live verfolgt werden. Eine Baukamera auf dem Sprungturm nimmt alle 15 Minuten ein Einzelbild auf. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich den bisherigen Verlauf der Bauarbeiten im Zeitraffer anzusehen.

dieburg.de

Der Zehn-Meter-Sprungturm, Wahrzeichen des Dieburger Freibads, wird aktuell mit zwei Stahlseilen gesichert.
Der Zehn-Meter-Sprungturm, Wahrzeichen des Dieburger Freibads, wird aktuell mit zwei Stahlseilen gesichert. © Stadt Dieburg
In einem Jahr soll im Dieburger Freibad wieder geplanscht und geschwommen werden. Im Vordergrund das neue Nichtschwimmerbecken, links daneben das Baby- und Planschbecken. Das Schwimmerbecken rechts wartet noch auf seine Edelstahl-Auskleidung. In der Mitte das neue Aufsichtsgebäude und im Hintergrund der Sprungturm. Links oben das vor zwei Jahren eröffnete Trainingsbad des Wassersportvereins.
In einem Jahr soll im Dieburger Freibad wieder geplanscht und geschwommen werden. Im Vordergrund das neue Nichtschwimmerbecken, links daneben das Baby- und Planschbecken. Das Schwimmerbecken rechts wartet noch auf seine Edelstahl-Auskleidung. In der Mitte das neue Aufsichtsgebäude und im Hintergrund der Sprungturm. Links oben das vor zwei Jahren eröffnete Trainingsbad des Wassersportvereins. © Stadt Dieburg

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