Nach Vorschlag für Hundekot-Datenbank:

Unbekannte werfen Eier auf Politiker-Auto

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Symbolbild

Lohra - Nach dem Vorschlag für eine DNA-Datenbank für Hundekotist ein Kommunalpolitiker in Lohra zur Zielscheibe des Zorns geworden: Sein geparktes Auto sei vor dem Wohnhaus mit Eiern beworfen worden, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Waßmuth am Freitag.

Er sei am Donnerstagmorgen auf die "Riesen-Sauerei" aufmerksam gemacht worden. Waßmuth glaubt, dass die Eierwürfe aus der Diskussion um das Hundekot-Register resultieren. "Das hängt vermutlich zusammen", sagte er. "Schlimm, dass man als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker beschimpft und angegriffen wird, nur wenn man etwas zum Thema macht, was einigen Leuten offenbar nicht gefällt." Sein Auto sei besudelt, aber nicht beschädigt worden, erklärte Waßmuth das Ausmaß.

Der Gemeindevorstand prüft in den nächsten Wochen bis Monaten die Einführung der Datenbank. Mit dem Register sollen Vierbeiner und ihre Besitzer identifiziert werden, die den Hundekot beim Gassi gehen nicht beseitigen. Landwirte und Eltern hatten sich über Hundekot auf den immer gleichen Wegen und Feldern beschwert, wie Waßmuth erläuterte. Eine drastische Geldstrafe könnte die nachlässigen Herrchen der knapp 500 Hunde im Ort abschrecken. Um die Hunde zu registrieren, sollen ihnen Speichelproben entnommen und in die Datenbank aufgenommen werden. Neu ist die Idee einer DNA-Datenbank für Hunde nicht. Sie gibt es in manchen europäischen Städten, zum Beispiel in London. Auch in mehreren deutschen Kommunen gibt es schon länger Interesse. (dpa)

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