Urteil am Amtsgericht Frankfurt

Eigene Zelle angezündet: Weitere zweieinhalb Jahre für Häftling

Frankfurt - Wegen Brandstiftung in seiner Zelle ist ein langjährig Inhaftierter am Donnerstag vom Amtsgericht Frankfurt zu weiteren zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der 32-Jährige hatte im August vergangenen Jahres in seinem Haftraum in der Frankfurter Vollzugsanstalt mehrere Kleidungsstücke zusammengerafft und mit einem Feuerzeug angezündet. Das Rauchen war ihm in der Zelle erlaubt worden. Durch das Feuer kam es zu einer größeren Rauchentwicklung, die auch auf Gemeinschaftsräume und weitere Haftzellen übergriff. Es entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.

Gefängnis-Ausbrecher noch flüchtig - weiterer Insasse fehlt

Einige Monate vor der Tat war der Häftling wegen Menschenhandels und Zuhälterei zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Zum Zeitpunkt des Brandes lagen die Strafakten zur Überprüfung beim Bundesgerichtshof - dies habe einen enormen psychischen Druck auf ihn ausgeübt, sagte der Angeklagte vor Gericht. Darüber hinaus habe seine Lebensgefährtin die Beziehung zu ihm plötzlich beendet. Strafschärfend wertete das Gericht die zumindest "abstrakte Gefahr" für Leib und Leben anderer Gefangener und des Gefängnispersonals. (dpa)

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