Kuhfladen-Heizung

Erfindergeist im Kuhstall: So funktioniert die innovative Anlage eines Landwirts

Die Geschwister Lukas Stock und Anne Reith stehen vor dem neuen Stall, in dessen Boden Schläuche liegen. In diesen fließt Wasser, das die bei der Gärung von Mist entstehende Wärme aufnimmt und im Technikraum des Stalls abgibt.
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Die Geschwister Lukas Stock und Anne Reith stehen vor dem neuen Stall, in dessen Boden Schläuche liegen. In diesen fließt Wasser, das die bei der Gärung von Mist entstehende Wärme aufnimmt und im Technikraum des Stalls abgibt.

Erfindergeist im Stall: Landwirt Lukas Stock (26) hat eine Fußbodenheizung der besonderen Art in dem Gebäude installiert. Sie wärmt den Technikraum – Energiequelle ist Kuhmist.

Bimbach (Kreis Fulda) - Mit etwa 37 Grad Celsius fallen die Hinterlassenschaften aus der Kuh in das Stroh. Bakterien im Dung lassen diesen natürlicherweise gären –, sodass die Kuhfladen lange nicht abkühlen. „Auf dem Boden im Stall dampft es manchmal richtig“, sagt Lukas Stock. Seine Kuhfladen-Heizung funktioniert dabei denkbar einfach*, wie Landwirt Lukas Stock aus Bimbach (Kreis Fulda*) betont: In den Betonboden wurden beim Stallbau 600 Meter Schläuche verlegt. Wie in einer Fußbodenheizung eines Wohnhauses fließt durch die Schläuche Wasser. Es nimmt dabei die Wärme des körperwarmen und gärenden Dungs der Kühe auf; eine 20 Watt starke Pumpe bewegt das Wasser im Kreislauf.

Weil auch im Boden des Technikraums des Stallgebäudes die Schläuche verlaufen, wird dieser mittels warmen Wassers geheizt. „Theoretisch wären 27, 28 Grad Heiztemperatur locker möglich“, erklärt Lukas Stock. Gebraucht würden jedoch nur 18 bis 20 Grad. Elektrik und Wasserleitungen sind damit im Herbst, Winter und Frühling vor Frost geschützt. *fuldaerzeitung.de ist Angebot von IPPEN.MEDIA

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