Über Katwarn

Erpresser am Werk - Behörden warnen vor vergifteten Lebensmitteln

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Wiesbaden - Wegen eines Erpressers warnen die Behörden in Hessen vor vergifteten Lebensmitteln in Supermärkten und Drogerien.

Über die Handy-App Katwarn verschickten sie am Donnerstag eine entsprechende Mitteilung. Hintergrund dafür ist ein Erpressungsfall, bei dem ein Unbekannter bundesweit von verschiedenen Handelskonzernen Geld fordert. In der vergangenen Woche wurden der Polizei zufolge im baden-württembergischen Friedrichshafen fünf vergiftete Gläschen Babynahrung gefunden.

Der Täter hat damit gedroht, Produkte mit einer unter Umständen tödlichen Substanz zu vergiften. Die Drohung umfasst den Ermittlern zufolge aber nicht nur Babynahrung. Bei der verwendeten Substanz soll es sich um Ethylenglycol handeln, eine bei Raumtemperatur farblose Flüssigkeit. Der Verzehr kann lebensbedrohlich sein. Es läuft eine Fahndung der Polizei in Konstanz und der Staatsanwaltschaft Ravensburg, auch international wird gesucht, vor allem in Österreich und der Schweiz. Es wurde eine Sonderkommission "Apfel" mit rund 220 Ermittlern gegründet. Im Fokus steht ein Mann, der in einem Markt in Friedrichshafen von einer Kamera gefilmt worden war. Er soll zumindest an der Erpressung beteiligt sein.

Sind Münzen wirklich Bakterienschleudern?

Weitere Vergiftungen seien nicht auszuschließen, warnten die Behörden. Verbraucher sollten auf den Zustand von Verpackungen achten. Deckel von Gläsern etwa seien im Normalfall nach innen gewölbt, beim Öffnen knacke es. Auffällige Produkte sollten in dem jeweiligen Laden oder bei der Polizei gemeldet und abgegeben werden. (dpa)

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