Todesursache noch nicht geklärt

Essen verweigert: 29-Jährige stirbt in Gefängnis

Kassel/Frankfurt - Eine 29-jährige Inhaftierte ist in einem Kasseler Gefängniskrankenhaus gestorben.

Die Todesursache sei noch nicht geklärt, sagte ein Sprecher des Hessischen Justizministeriums am Mittwoch. Es gebe aber keine Hinweise auf ein Verschulden Dritter. Die Staatsanwaltschaft Kassel sei wie in solchen Fällen üblich eingeschaltet worden. Eine Obduktion soll Hinweise auf die Todesursache geben. Die Frau hatte zeitweise medizinische Versorgung und Nahrung verweigert. Der Haftraum, in dem sie am Sonntag starb, war laut Ministerium kameraüberwacht.

Die Frau saß seit September 2017 wegen Betrugs und Diebstahls zunächst in einem Frankfurter Frauengefängnis und war kürzlich nach Kassel ins Gefängniskrankenhaus verlegt worden. Weitere Angaben zum Zustand der Person machte das Ministerium nicht. Die justizvollzugspolitische Sprecherin der SPD, Heike Hofmann, warf Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) vor, den zuständigen Landtagsausschuss nicht über den Todesfall informiert zu haben. Sie forderte Aufklärung. (dpa)

Gewalt in deutschen Gefängnissen ist Alltag

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